Ab in die Berge!
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Ab in die Berge!

Der Spätsommer ist perfekt für ausgedehnte Wanderungen. Meistens ist es in den Bergen nämlich weniger heiss als im Flachland. Wir haben einige der schönsten Wanderungen der Schweiz für sie zusammengestellt.

Von der Westschweiz über das Zürichbiet bis ins Tessin: suchen Sie sich aus unseren Favoriten Ihre liebste Wanderung aus, planen Sie sie sorgfältig und schnüren Sie Ihre Wanderschuhe. Viel Spass!

1. Gorges de l’Areuse, NE 

Alte Steinbrücken verbinden steile Felsufer.

Ach, grossartige Romandie! Ausgangspunkt dieser mystischen Wanderung ist Noiraigue im Val de Travers. Hier versteckte sich einst Jean-Jacques Rousseau vor seinen Feinden, und hier überlebten die Geheimrezepte des Absinth alle Verbote. Aber das ist eine andere Geschichte. Am Bahnhof geht’s los, und schon nach 15 Minuten tauchen wir ein in die Schlucht der Areuse, der wir ab jetzt folgen. Der Weg in der Schlucht ist kurvig, manchmal stotzig, und bei Nässe sollte man gut schauen, wo man die Füsse hinsetzt. Aber wir bekommen wahren Luxus zurück: Stille, atemberaubende Felsschrunde, romantische Steinbrücken, moosbewachsene Felswände. Auf halbem Weg nach Boudry, unserer Endstation, kommen wir beim Ort Champ-du-Moulin beim Restaurant «La Truite» vorbei. Wir sind bereit für die grossartigsten Forellen, die wir je gegessen haben, und geniessen einen Weisswein aus der Gegend. Auf der Terrasse verschicken wir unsere Fotos an die zu Hause Gebliebenen. Wer mag, übernachtet hier in einem der wenigen Zimmer (Reservation empfohlen) oder wandert weiter bis Boudry. Von Boudry geht’s mit dem Tram gemütlich zurück nach Neuenburg. Alle Infos zur Wanderung gibt’s hier

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Fast in der ganzen Schweiz greifen Sie auf eine schnelle 4G-Verbindung zu. Auf der Netzabdeckungskarte sehen Sie, wo Ihrem Ausflug auch mobil nichts im Wege steht. 

2. Pfannenstiel, ZH 

Blick auf den Pfannenstiel.

Einen Katzensprung vom hektischen Leben Zürichs entfernt liegt der Pfannenstiel. Hektik? Das ist hier oben, rund 400 Meter über dem Zürichsee, ein Fremdwort. Ausgangspunkt ist die Forch, die wir mit der Forchbahn ab Bahnhof Stadelhofen erreichen. Unzählige Wanderwege durchziehen das Gebiet. Der Blick erfasst je nach Standort die Ostschweizer und Glarner Alpen, schweift hinüber zu den Innerschweizer Berggipfeln mit der Gross Windgällen, Rigi und Pilatus bis weit nach Westen in die Berner Alpen. Aber was hier oben vor allem zählt, ist Entschleunigung: Beim Weiler Vorder Guldenen durchwandern wir ein grossartiges Naturschutzgebiet. Bei den Teichen schwirren Libellen, quaken Frösche und schweben Schmetterlinge über die blühenden Wiesen. Vorbei an wunderschönen Bauernhöfen mit Ponys, freilaufenden Hühnern und Kuhweiden geht’s weiter durch Misch- und Tannenwälder zum Pfannenstiel. Wer mag, klettert die 174 Stufen des Aussichtsturms hoch und geniesst den sensationellen Blick über Greifensee, Zürichsee und die Alpen. Wenig später lädt das Restaurant Hochwacht mit seiner fast ganzjährig geöffneten Terrasse zu einer Rast. Jetzt müssen Sie sich entscheiden: Sie wandern weiter nach Stäfa oder gar Rapperswil. Oder Sie nehmen den Bus 922 beim Vorderen Pfannenstiel Richtung Meilen. Von dort dauert es mit der S7 keine 20 Minuten bis zum Hauptbahnhof in Zürich. Wetten, dass Ihnen das Treiben in der grössten Schweizer Stadt nach einem solchen Ausflug ein ganz klein wenig seltsam vorkommt? 

3. Rundwanderung Engelstock, SZ 

Blick auf den Lauerzersee: Er befindet sich zwischen Rigi- und Mythenmassiv.

Von der Bergstation Sattel geht’s mit der weltweit ersten Drehgondelbahn hoch auf den Mostelberg. Gleich bei den Bergrestaurants beginnt die Rundwanderung, die ein Engländer des 19.  Jahrhunderts wohl als «breathtaking» bezeichnet hätte: Unten im Tal leuchten Lauerzersee und Vierwaldstättersee mit Blick auf Brunnen, das Rütli und Seelisberg. Und dahinter die Urner Alpen. Der Rundweg selbst ist eine Sache für Unaufgeregte, mal geht’s etwas hoch, dann wieder abwärts, easy – und dann stehen da die beiden Mythen. Den Grossen besteigt man im Sommer problemlos, vorausgesetzt, Sie sind schwindelfrei.

24 Millionen Jahre ist es her, seit die Alpen aufgefaltet wurden. Hier spürt man diese unvorstellbare Energie ganz deutlich, hier schlägt das historische und geologische Herz der Schweiz. Das Selfie mit Berggipfeln ist eigentlich Pflicht hier oben. Auf dem Rückweg zum Mostelberg hat man die Wahl: links den Skywalk mit einer der längsten Fussgänger-Hängebrücken Europas. 374 Meter für Nervenstarke. Rechts geht’s hinunter nach Rothenthurm mit seiner grossartigen Moorlandschaft und Ikone der Schweizer Naturschutzpolitik. Sie haben die Wahl. Hier gibt’s mehr

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4. Verzascatal, TI 

Das Verzascatal bei Lavertezzo, Tessin.

Sie stehen mit Ihren Schneeschuhen im Hang, blicken auf das Bergpanorama, dann hinunter ins Tal, auf den Verzasca-Stausee, auf den Lago Maggiore. Wie klingt das? Toll? Dann empfiehlt sich ein Tages- oder Wochenendtrip nach Vogorno oder Lavertezzo im Verzascatal. Im Sommer ist die Wildwasserlandschaft beliebt, doch auch im Winter hat sie einiges zu bieten. 

Vom Bilderbuchdorf Lavertezzo aus führt zum Beispiel eine Wanderroute nach Sonogno. Gut vier Stunden lang wandert man dem wilden, smaragdgrünen Fluss entlang durch die wunderschöne Natur. Oder aber: Man schnallt sich die Schneeschuhe an und zieht von Vogorno aus dem Pizzo di Vogorno entgegen. Den Gipfel wird man kaum erreichen. Schon im Sommer ist dies eine Tour, die nur für erfahrene Bergwanderer zu empfehlen ist. Aber sehr weit nach oben muss man nicht – und man hat dennoch einen wundervollen Panoramablick über das Tal. Aber Achtung: Wenn Sie nicht im Freien übernachten möchten, lohnt sich der Blick auf die SBB-App: Der letzte Bus Richtung Locarno verlässt Sonogno schon am frühen Abend. Weitere Infos finden Sie hier

5. Derborence, VS 

Lac de Derborance, aus einem Felssturz geboren.

Diese Idylle wurde aus einer Katastrophe geboren. Am 23. September 1714 kam es im Tal von Derborence zu gigantischen Felsstürzen. Rund 50 Millionen Kubikmeter Gestein lösten sich. Ein Überbleibsel, das heute noch zu sehen ist: der Lac de Derborence. Der grosse Waadtländer Schriftsteller Charles Ferdinand Ramuz hat dem Ereignis mit seinem Roman «Derborence» ein berührendes Denkmal gesetzt. Der Anblick des kleinen Bergsees vor der mächtigen Bergkulisse der Diablerets ist ein seltenes Naturerlebnis – gerade im Winter.  
 
Die Region bietet verschiedenste Möglichkeiten für Wanderungen. Bitte beachten Sie das Wetter: Auf dieser Höhe (ab 1500 m ü. M.) kann es schnell umschlagen, dann wird es ungemütlich. Seien Sie vorbereitet, behalten Sie Ihre Wetterapp im Blick und ändern Sie wenn nötig Ihre Pläne. Für Familien eignet sich besonders der Weg rund um den See, man braucht dafür gerade mal 40 Minuten. Und für Wandererprobte? Für die gibt’s hier alles, vom kleinen Märschli bis zur anspruchsvollen Tagestour.  

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11 Kommentare zu “Ab in die Berge!

  1. Sie würden gescheiter schauen, dass die Netzabdeckung am rechten Zürichsee-Ufer besser wird; da wohnen und arbeiten Ihre Handynutzer. Es ist ja jämmerlich, wie das scheinbar beste Netz zum Beispiel in Stäfa oder Meilen funktioniert!

    1. Da kann ich obigen Kommentaren nur beipflichten! Auch im Pfannenstielgebiet in Richtung Zürcher Oberland besteht sehr schlechter Empfang! Ich habe ein neues Smartphon, da wird der Empfang in dieser Region dauernd von 4G zu 3G gewechselt und im Balkendiagramm, dass den Empfang anzeigt, werden von max. vier Balken 0-1 Angezeigt. Bin ich am telefonieren, so muss ich mich dauernd in die beste Empfangsrichtung drehen!
      Von Swisscom sehr schlechtes Leistung!
      079 382 01 89

  2. wir wohnen in Urmein GR und würden uns über einen guten Empfang in der Region Urmein / Tschappina und Skigebiet Tschappina/Lüsch/Urmein freuen

  3. Hallo zusammen, danke für eure Beiträge. Bereits 98 Prozent der Schweizer Bevölkerung in urbanen und ländlichen Gebieten der Schweiz können 4G/LTE nutzen. Und der Ausbau mit der weiterführenden Technologie 4G+ geht voran. Div. Faktoren wie Anzahl Nutzer in einer Zelle oder Topographie, haben einen Einfluss auf den Netzempfang. Genauere Informationen findet ihr hier: https://www.swisscom.ch/de/…. Liebe Grüsse, Swisscom

  4. Auf Wanderungen kann ich auf Handyempfang gerne verzichten. Nicht aber beim E-Banking, und diesbezüglich ist der Netzempfang in Amden/Arvenbüel jämmerlich. Bei Sunrise war er wesentlich besser, aber die haben ja auch die bessere Netzabdeckung als der Schweizer Platzhirsch …

    1. Lieber Willi, Es tut uns Leid sollten Sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Bitte wenden Sie sich mit genaueren Informationen zu Ihrem Anschluss an unsere Hotline 0800 800 800 oder einem Swisscom Shop in Ihrer Nähe. Liebe Grüsse, Swisscom.

    1. Lieber René, leider kann die Beschaffenheit der Wände der Empfangsqualität einen Strich durch die Rechnung machen. Dank des Swisscom WiFi Callings kannst du nicht nur über das Mobilfunk- sondern auch über das WLAN-Netz telefonieren. Um von WiFi Calling zu profitieren, muss dies in den Geräteeinstellungen aktiviert werden. Weitere Informationen findest du auf folgender Seite: https://www.swisscom.ch/de/…. Falls du dies wünschst, prüft ein Spezialist dein Anliegen. Vielleicht lässt sich da etwas optimieren. Unsere Spezialisten beraten dich gern über die Möglichketen unter der Gratisnummer 0800800800. Liebe Grüsse, Swisscom.

  5. Von wo sieht man bei der Rundwanderung Engelstock den Lützelsee?
    Dachte immer, der sei im Kanton Zürich!

    1. Liebe Frau Föhn

      Sie haben absolut Recht, vielen Dank für den Hinweis: Auf der Rundwanderung sieht man den Lauerzersee und nicht den Lützelsee. Wir haben es soeben im Text angepasst.

      Herzliche Grüsse aus der Redaktion

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