Checkliste: Shop im Internet erstellen
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So richten Sie Ihren ersten Onlineshop ein

Coronakrise als Chance: In diesen Zeiten sind KMU mit eigenem Onlineshop im Vorteil. Doch auch kleine Unternehmen, die noch nicht online verkaufen, können mit wenig Aufwand in die E-Commerce-Welt eintauchen. Unsere Checkliste zeigt, worauf Sie beim Einrichten eines eigenen Onlineshops achten müssen.  

Viele KMU und Ladengeschäfte erleiden während der Corona-Massnahmen Einbussen oder gar einen völligen Ausfall ihrer Geschäftstätigkeiten. Wer in diesen Zeiten neben der physischen Präsenz auch einen Onlineshop betreibt, hat gute Chancen, seine Kunden zu halten oder gar neue Kunden zu gewinnen. Falls Sie in Ihrem Unternehmen noch kein Online-Angebot haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, einen eigenen Shop aufzubauen. Die folgende Checkliste beinhaltet die vier wichtigsten Punkte, die es beim Aufbau eines Onlineshops zu berücksichtigen gilt.

1. Welche Vorbereitungen braucht es für einen Onlineshop?

Fangen Sie klein an. Halten Sie Angebot und Funktionalität des Onlineshops am Anfang einfach. So können Sie den Shop innert weniger Tage einrichten. Lassen Sie sich von anderen Anbietern inspirieren.

  • Wählen Sie eine einfache Shop-Software. Zudem braucht ein Onlineshop genauso wie die Webseite ein Hosting und einen Domainnamen, beispielsweise «shop.meinefirma.ch».
  • Halten Sie fest, welche Zielgruppe Sie ansprechen und welche Produkte Sie anbieten wollen. Beschränken Sie sich am Anfang auf Ihre wichtigsten Produkte.
  • Beschreiben Sie Ihre Produkte möglichst genau in einem kurzen Text, inklusive Preise, Spezifikationen, Grössen, Farben etc.
  • Erstellen Sie selbst Fotos von Ihren Produkten. Verwenden Sie keine Produktebilder aus dem Internet, um Copyright-Verletzungen zu verhindern.

2. Worauf muss ich beim Einrichten des Onlineshops achten?

Onlineshop-Programme bieten viele vorgefertigte Designs, Funktionen und Vorlagen an, die das Erstellen sehr einfach machen. Oft lässt sich auch das System für die Webseite um einen Shop ergänzen. Im Swisscom HomepageTool beispielsweise ist ein entsprechendes Modul enthalten (siehe Box).

  • Definieren Sie eine übersichtliche Struktur, zum Beispiel: Welche Produktekategorien gibt es? Sollen eine Such- und eine Filterfunktion integriert werden?
  • Mehr als die Hälfte aller Online-Verkäufe werden über Smartphones und Tablets getätigt. Deshalb ist es enorm wichtig, die Webseite und den Onlineshop für Mobilgeräte zu optimieren.  
  • Bieten Sie verschiedene Zahlungsmöglichkeiten an wie Rechnung, Kreditkarte oder Twint. Bei der Wahl der Shop-Software ist es wichtig, dass diese Zahlungsmöglichkeiten einfach integriert werden können.
  • Definieren Sie Ihre Vertriebskanäle und Versandpartner.

3. Wie steht es um Sicherheit und Recht?

  • Definieren Sie Impressum, AGBs, Datenschutzerklärung und Widerrufsrecht.
  • Weisen Sie die Preise korrekt und mit Angaben zur MwSt. aus.
  • Der Onlineshop und die Kundendaten müssen gut geschützt werden. Richten Sie unbedingt eine verschlüsselte Webseite ein und sichern Sie die Kunden-Konten mit Passwortrichtlinien (Passwort mus Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen etc. enthalten).
  • Bedienen Sie Kunden aus dem Ausland (EU/EWR)? Dann müssen die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einhalten.

Swisscom HomepageTool mit Onlineshop-Modul

Mit dem HomepageTool lassen sich Onlineshops auf einfache Weise mehrsprachig und für Mobilgeräte optimiert erstellen. Designs und Funktionen sind ebenso integriert wie Vorlagen für Impressum, Tracking- und Datenschutzerklärungen, verschiedene Bezahlmöglichkeiten, automatische Verschlüsselung sowie eine Backup-Funktion. Ist der Shop einmal eingerichtet, dauert das Aufschalten der ersten drei Artikel nur etwa eine Stunde. Anpassungen des Angebots können der dazugehörigen App vorgenommen werden. Benutzer des Tools erhalten beim Erstellen kostenlose Hilfe.

4. Für Fortgeschrittene: Wenn Ihr Onlineshop fertig ist

Bloss einen Shop ins Internet zu stellen und abzuwarten, genügt meist nicht, um die Produkte zu verkaufen. Damit bisherige Kunden auch im virtuellen Laden einkaufen und neue Kunden hinzukommen, müssen Sie Ihr Angebot bekannt machen.

  • Kontaktieren Sie Ihre bisherigen Kunden, um auf die neuen Einkaufsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Falls möglich per E-Mail, aber auch mittels Flyer sowie mit einem Aushang an Ihrem Ladengeschäft.
  • Sorgen Sie mittels Suchmaschinenoptimierung (SEO) dafür, dass Ihr Angebot auf Google gefunden wird.
  • Nutzen Sie soziale Netzwerke und bewerben Sie ihr Angebot über Kanäle wie Facebook, LinkedIn und Instagram.
  • Richten Sie ein Facebook Business Profil ein, um künftig Ihre Produkte zielgruppengerecht über Facebook-Werbung zu verkaufen und so Ihren Umsatz zu steigern.
  • Planen Sie Elemente wie Kundenbewertungen für Produkte, Aktionen, Rabatte, Treueprogramme und versenden Sie bei Änderungen Ihres Angebots einen E-Mail-Newsletter an Ihre Kunden.
  • Nutzen Sie Google Shopping, um Ihr Angebot zielgruppenspezifisch im Internet anzubieten. Dies kann Ihren Kundenkreis wesentlich erhöhen.

Neuer Onlineshop? Wir unterstützen Sie

Das Coronavirus stellt Schweizer Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Wir unterstützen und beraten Sie beim Aufbau eines Onlineshops für Ihr Unternehmen.

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