Synapsen im Gehirn
4 min

Gehirnzellen züchten im Lockdown

Während draussen die Blumen spriessen, verkümmern im Lockdown unsere Gehirnzellen. Hier hilft nur, sie gezielt zu trainieren – wir stellen 5 Gehirnjogging-Apps vor.

Um es vorwegzunehmen: Kreuzworträtsel und Sudokus lösen reichen nicht aus, um das Gehirn fit zu halten. Leider. Dafür müssen die grauen Zellen stetig herausgefordert werden, indem wir das Gehirn immer wieder neuen Situationen aussetzen. Wenn der Alltag zu wenig abwechslungsreich ist – wie im Moment – dann sind Neuro-Apps oder Gehirnjogging-Games die ideale Überbrückungslösung. So versprechen es zumindest die Anbieter: Wir stellen hier die fünf populärsten vor. 

NeuroNation

Die Gedächtnis- und Gehirntrainingsapp NeuroNation – beworben als Fitness-Studio für den Kopf  – ist seit 2011 auf dem Markt und wurde in Kooperation mit Psychologen der FU Berlin entwickelt. Konzentration, Gedächtnisleistung, Logik sowie auch die Intelligenz sollen sich mit regelmässigem Training verbessern. Bereits ein 15-minütiges tägliches Training mit dieser App soll reichen, um nach einem Monat eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten festzustellen. Bei der Vollversion gibt es 60 Übungen, die so konzipiert sind, dass sie sich an die jeweiligen Nutzer und ihre Leistungsebenen anpassen. Erhältlich ist es im Abo, ein kleiner Teil des Angebots ist kostenfrei nutzbar. Die App kann für Android und iOs heruntergeladen werden.

Lumosity

«Entdecken Sie die Möglichkeiten Ihres Gehirns» lautet der Claim der App Lumosity. Die gemeinsam mit Wissenschaftler und Spieldesignern entwickelte App ist seit über 10 Jahren auf dem Markt und verspricht, dass durch spielerisches Training – insgesamt über 25 Schnelligkeits-, Geschwindigkeits- und Problembewältigungsspiele – eine Verbesserung des Gedächtnisses sowie eine Steigerung der Konzentration möglich ist. Über 100 Millionen Nutzer verzeichnet die App derzeit und bietet ein personalisiertes Training an, das individuell auf die Stärken und Schwächen des Nutzers eingeht. Ein detailliertes Fortschritts-Training soll dabei helfen, das Gehirntraining einfach in den Alltag zu integrieren. Über die Anmeldung mit persönlichen Daten ist ein eingeschränkter Zugriff auf einzelne Module «kostenfrei» verfügbar. Für die Premium Version wird ein Mitgliedsbeitrag fällig. Lumosity ist für Android und iOs erhältlich.

Memorado

Die App Memorado bietet ein persönliches Gehirnjogging auf wissenschaftlicher Basis. Das Training verspricht ein verbessertes Arbeitsgedächtnis sowie eine erhöhte Vernetzung der Gehirnzellen mithilfe von 24 Spielen und insgesamt 700 unterschiedlichen Levels. Dafür werden zuerst die persönlichen Trainingsziele festgehalten, gefolgt von einem Gehirntest erstellt die App einen persönlichen Trainingsplan mit 5 unterschiedlichen Spielen pro Tag. Über 8 Millionen Nutzer trainieren logisches Denken, Merkfähigkeit, Konzentration, Reaktionszeit sowie Gedächtnisleistungen – laut den Entwicklern von Memorado die ideale Kombination, um das Gehirn fit zu halten. Das Angebot ist in der Basisversion gratis, die Premium Version ist kostenpflichtig. Die App ist für Android verfügbar, für iOs gibt es eine Weiterentwicklung der App mit anderem Namen (Geist: Memorado) mit Zusatzinhalten zum Thema Achtsamkeit/Mediation.

Peak

Die Peak Gehirntraining App wurde in Zusammenarbeit mit Neurowissenschaftlern entwickelt und bietet kostenlose Gehirnspiele, um etwa das Erinnerungsvermögen, Aufmerksamkeit, geistige Agilität sowie Kreativität zu trainieren. Mehr als 45 unterschiedliche Mini-Spiele stehen zur Auswahl, nach jeder Übung wird ausgewertet, wie man sich im Zeitverlauf entwickelt hat und in welchen Bereichen die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Die Basisversion ist kostenfrei nutzbar, das Upgrade auf Peak Pro und die total 45 Spiele ist kostenpflichtig. Die App kann für Android und iOs heruntergeladen werden.

Dr. Kawashimas Gehirnjogging

Dies ist als Ausnahme keine App-Empfehlung, sondern ein Game. Wer also lieber auf der Nintendo Switch als auf dem Smartphone seine Hirnleistungsfähigkeiten aufbessern will, ist hier bedient. Das Spiel kam 2005 in den Handel, inzwischen sind zu den Klassikern auch brandneue Übungen dazugekommen. Besonders unterhaltsam: Die eigene Leistung wird mit Daten aus neurowissenschaftlichen Studien abgeglichen und ein ‚geistiges Alter‘ ermittelt. Das längerfristige Ziel des Spiels ist es denn auch, das optimale Alter von 20 Jahren zu erreichen und zu halten. Erhältlich für Nintendo Switch, Kostenpunkt CHF 37.80

Was sind Ihre Erfahrungen mit solchen Apps? Teilen Sie uns mit, welche Ihr Favorit ist oder welche Gehirntrainings-Spiele Sie empfehlen würden!

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2 Kommentare zu “Gehirnzellen züchten im Lockdown

  1. Ich weiss nicht, was die Autorin während des Lockdowns getan hat. Aber ich finde es unverschämt, von Verkümmerung der Hirnzellen zu schreiben. Es könnte eher das Gegenteil der Fall sein. Man hat mehr Zeit für sich selber und kann neue Dinge erlernen.

    1. Guten Tag Herr Vögeli,
      es freut mich zu hören, dass sie es geschafft haben, während des Lockdowns neue Dinge zu lernen.
      Mein Hirn hat während des Lockdowns leider wirklich gelitten, weil jeder Tag gleich war. Ich habe Dritt- und Erstklass-Stoff vermittelt, zu viele Corona-News konsumiert, hatte nur noch Kontakt zu meiner Familie und habe abends fernsehen geschaut. Aber ich kann nun Pflanzen selber anziehen. Was ich zu schätzen weiss.
      Ein herzlicher Gruss aus der Redaktion, Tanja Kammermann

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