Smart heizen und dabei sparen
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Smart heizen und dabei sparen

Swisscom Energy Solutions

Machen Sie mit beim grössten Stromspeichernetzwerk der Schweiz. Weitere Informationen gibt es bei Swisscom tiko power.

Der Strom kommt aus der Steckdose. Klingt einfach, ist es aber nicht: Unser Stromnetz ist ein ziemlich komplexes Geflecht von Verbrauchern und Stromerzeugern – Kraftwerke, Solar- und Windenergieanlagen, andere erneuerbare Energiequellen, in Batterien gespeicherte elektrische Energie sowie aus dem Ausland eingekaufter Strom. Damit das Netz stabil funktioniert, müssen Erzeugung und Verbrauch immer im Gleichgewicht sein. Schon bei geringen Abweichungen gerät die Netzfrequenz aus dem Takt, und das kann sowohl den Generatoren als auch den angeschlossenen Verbrauchern massiv schaden.

Regelenergie gleicht aus

Schwankungen im Stromnetz entstehen zum Beispiel beim Ausfall eines Kraftwerks oder wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt und die Solaranlage weniger Leistung bringt. Gerade die erneuerbaren Energien zeichnen sich durch starke Leistungsunterschiede im Tagesverlauf aus.

Wenn der Verbrauch zu hoch ist, wird entweder die Produktion gesteigert oder der Verbrauch dort gesenkt, wo es möglich ist.

Für den Ausgleich sorgt die so genannte Regelenergie: Wenn der Verbrauch zu hoch ist, wird entweder die Produktion gesteigert oder der Verbrauch dort gesenkt, wo es möglich ist – man spricht von positiver Regelenergie. Umgekehrt gleicht die negative Regelenergie ein Zuviel an Produktion aus. Für die Einhaltung des Gleichgewichts ist die nationale Netzgesellschaft Swissgrid zuständig. Sie bezieht die Regelenergie von verschiedenen Anbietern.

 

Ein Speichernetzwerk aus Heizungen

Swisscom Energy Solutions hat eine Plattform entwickelt, um elektrische Geräte in einem Netzwerk zu verbinden und diese je nach Bedarf ein- oder auszuschalten. Die erste Anwendung dieser Plattform heisst tiko power, ein Speichernetzwerk aus Elektroheizungen, das Regelenergie durch Steuerung des Verbrauchs liefert: Wenn Swissgrid Regelenergie anfordert, verschiebt tiko den Heizzyklus einzelner Teilnehmer gezielt. So wird eine Heizung zum Beispiel etwas später gestartet, um den Verbrauch zum momentanen Zeitpunkt zu reduzieren. Am Wohnkomfort ändert sich dadurch nichts.

Die Teilnehmer bestimmen ihren Komfortlevel per Smartphone-App,  und wann tiko power die Heizung steuern darf.

Der Steuerungsalgorithmus betrachtet alle angeschlossenen Teilnehmer und berücksichtigt verschiedene Faktoren. Etwa, wann eine bestimmte Heizung zuletzt aktiviert war, wie lange sie laufen muss, um das Haus warm zu halten, oder ob sie gerade durch eine Rundsteuerung blockiert war und nun nicht schon wieder abgeschaltet werden sollte. Und selbstverständlich können die Teilnehmer mit Hilfe einer Smartphone-App ihren Komfortlevel einstellen. Daraus ergibt sich dann, wann tiko power die Heizung automatisch steuern darf.

Dieses «Demand-Side Management» ist mit Grossverbrauchern aus der Industrie seit Langem gang und gäbe. Die Swisscom Energy Solutions mit ihrem Produkt tiko power ist europaweit einer der ersten Anbieter, die dafür Haushalte einsetzen. Aktuell nehmen schweizweit über 6500 Heizungsbesitzer teil. tiko power ist damit das grösste Stromspeichernetzwerk der Schweiz mit einer Gesamtleistung, die einem Wasserkraftwerk gleichkommt.

Mit der App lässt sich das System steuern und der Stromverbrauch ablesen.

Wieso teilnehmen?

Es ist sicher ein gutes Gefühl, mit der Heizung zur Stabilität des Stromnetzes beizutragen. Aber die Teilnahme im Speichernetzwerk bringt auch ganz konkrete Vorteile. Mit der App lässt sich die Heizung punktgenau steuern – zum Beispiel bei Abwesenheiten reduziert betreiben und die Temperatur wieder auf Komfortniveau anheben.

Teilnehmen kann jeder, der über eine eigene Elektroheizung verfügt.

So lassen sich zu den reduzierten Betriebszeiten bis zu 60 Prozent an Heizenergie sparen. Ausserdem überwacht tiko power den Status der Heizung laufend und gibt bei Störungen eine Alarmmeldung aus – das verschafft Sicherheit und ermöglicht es, rasch auf Probleme zu reagieren.

Teilnehmen kann jeder, der über eine eigene Elektroheizung verfügt. Das können Direktheizungen, Nachtspeicher, Wärmepumpen sowie Elektroboiler sein. Für jedes Gerät, das gesteuert werden soll, muss im Verteilerkasten eine so genannte K-Box installiert werden. Die K-Box kommuniziert über die hausinternen Stromleitungen mit einer M-Box, die per Mobilfunk oder über das Modem mit der tiko verbunden ist. Die Installation übernimmt ein professioneller Partner von tiko zum All-inclusive-Preis von 100 Franken, dazu kommt eine Teilnahmegebühr von 49 Franken.

Mit tiko mountains bietet Swisscom Energy Solutions eine erweiterte Variante der Heizungssteuerung. Video: Swisscom

tiko mountains für Bergbahnen

Bergbahnen haben viel elektrisch beheizte Infrastruktur: Bergrestaurants, Billettverkaufsstellen, Tal- und Bergstationen, WC-Häuschen etc. Oft sind dort Direktheizungen installiert, die aus logistischen Gründen zum Saisonbeginn ein- und erst am Ende der Heizperiode wieder ausgeschaltet werden. Eine ziemliche Energieverschwendung, wenn etwa nachts das WC auf 2500 Metern Höhe geheizt wird, obwohl es dann garantiert niemand nutzt.

Mit tiko mountains bietet Swisscom Energy Solutions eine erweiterte Variante der Heizungssteuerung mit zusätzlichem Temperaturfühler an. Die Bergbahnbetreiber können zum Beispiel pro Stunde einstellen, auf wie viel Grad geheizt werden soll. Denn als Grossverbraucher sind sie, je nach Kanton, gesetzlich dazu verpflichtet, nachweisbar jedes Jahr 2 Prozent Energie zu sparen. Dazu muss die Heizung temperaturgesteuert regelbar sein.

Ebenfalls integriert ist ein ausgeklügeltes Lastmanagement. So kann etwa definiert werden, dass während des energieaufwändigen Einsatzes der Schneekanonen die Leistung der Heizung im Restaurant reduziert wird. So lassen sich kostspielige Lastspitzen eliminieren. Die Bergbahnen von Zermatt, Davos, St. Moritz und Scuol profitieren bereits von tiko mountains und sparen so zwischen 40 und 60 Prozent Heizenergie.

 

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