Mann sitzt vor dem Bildschirm und sieht müde aus.
3 min

So sind Videokonferenzen weniger anstrengend

Videokonferenzen sind anstrengender als reale Sitzungen. Das hat mit unserem Gehirn zu tun. Wir haben fünf Tipps für Sie, damit Video-Calls stressfreier werden.

Videotelefonie ist deshalb so anstrengend, weil wir mehr Reize empfangen als bei einem gewöhnlichen Telefonat und sie gebündelter sind als bei einem normalen Gespräch. Schliesslich kommen die Signale nicht aus allen Richtungen des Raums, sondern konzentriert von einem Bildschirm und Lautsprechern oder Kopfhörern. Das allein bedeutet für unser Gehirn viel Arbeit. Dazu kommt, dass die Anzahl an Video-Konferenzen seit Ausbruch der Pandemie zugenommen hat.

Da Videocalls fester Bestandteil unseres Arbeitsalltags bleiben werden, lohnt es sich, diese möglichst entspannt und erfolgreich zu meistern. Hier fünf Tipps für mehr Gelassenheit in Online-Meetings:

Die Selbstansicht ausschalten

Es ist in der Natur nicht normal, sich permanent selbst sehen zu können.  Und da wir Menschen unsere Wirkung auf andere ständig kontrollieren müssen, wird die Selbstansicht mit der Zeit sehr anstrengend. Zusätzlich müssen wir unsere Aufmerksamkeit auf uns richten, und nehmen so weniger Reize des Gegenübers wahr. Darum: Wenn immer möglich die Selbstansicht ausschalten.

Hintergrundbilder einsetzen

Nicht Jede*r mag es, wenn andere Menschen den ganzen Tag in seine Stube oder ihre Küche schauen können. Wer Privates und Berufliches getrennt halten möchte, dem hilft es, bei Videoprogrammen Filter einzustellen, die den Hintergrund unscharf werden lassen oder ihn durch ein Bild ersetzen. So gelingt es besser, den häuslichen Kontext aus einem beruflichen Videocall auszublenden.

Möglichst nur ein Tool verwenden

Um die Belastung zu reduzieren, ist es hilfreich, nur ein Tool zum Videotelefonieren zu verwenden, um nicht immer zwischen Programmen wechseln zu müssen. Auch kann es sinnvoll sein, dass sich Gesprächsteilnehmer*innen über mögliche Verbindungsprobleme austauschen. 

Pausen vom Bildschirm

Vor allem aber müssen wir Pausen machen zwischen den Meetings. Studien zeigen, dass wir dafür am besten in die Natur gehen und uns bewegen. Solche Pausen können es auch leichter machen, zwischen den Terminen zu wechseln. 

Nicht Multitasken

Während eines Videocalls müssen wir Text von Folien lesen, manchmal selber präsentieren, den anderen Teilnehmer*innen zuhören, das Gesagte verarbeiten und darauf antworten und Gesichtsausdrücke interpretieren. Das sind bereits viele Aufgaben auf einmal für unser Gehirn. Wer während einer Online-Sitzung auch noch E-Mails beantwortet, etwas im Internet sucht oder eine SMS schreibt, überfordert sein System und gerät in Stress. Darum: Schön eins nach dem anderen erledigen. 

Zoom Fatigue

Für die Müdigkeit nach Videokonferenzen gibt es bereits einen Fachausdruck: «Zoom-Fatigue». Die Stanford University hat eigens zum Thema eine Untersuchung gestartet. Hier können Sie teilnehmen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Jetzt lesen