Einfache Tipps für festliche Fotos
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Einfache Tipps für festliche Fotos

Es ist gar nicht so einfach, schöne Fotos zu machen, wenn es draussen dunkel und drinnen schummrig ist, und sich viele Personen aufs Bild drängen. Doch keine Sorge, mit diesen Tipps gelingen Ihnen bessere Festtagsfotos, auch wenn Sie draussen feiern!

Spannende Bilder dank Raster 

Das Bildschirmraster unterteilt das Bild in neun Vierecke. Platzieren Sie die Objekte auf den Hilfslinien, dadurch wirkt das Bild harmonischer.

Eine gute Aufnahme lässt sich an der Bildkomposition erkennen: die Wahl des Ausschnittes, die Anordnung der Personen und Objekte, überraschende Perspektiven etc. Das unterscheidet den Profi vom Hobbyfotografen. Doch keine Bange, die Kamera-App des Smartphones hilft Ihnen. Aktivieren Sie das Bildschirmraster und positionieren Sie den Festtagsschmuck statt in der Mitte ungefähr auf einer der Hilfslinien. Diese Drittelsregel sorgt für mehr Spannung – experimentieren Sie damit und schiessen Sie lieber zu viel als zu wenig Fotos! Ausserdem hilft Ihnen das Raster, das Smartphone auszurichten. 

Unter Android und bei vielen Kamera-Apps von Drittanbietern schalten Sie das Raster normalerweise in den Einstellungen der Kamera-App ein. Bei der Kamera-App des iPhone gehen Sie über die Einstellungen-App, wählen «Kamera» aus der Liste und aktivieren bei den Einstellungen das Raster.  

Die Familie ins Bild rücken 

Machen Sie gleich drei oder vier Aufnahmen hintereinander. Auf einem Bild haben bestimmt alle Familienmitglieder die Augen geöffnet.

Was wäre ein Familienfest ohne Familienfoto? Meistens kommt es nicht gut, wenn Sie die Anwesenden am vollgestellten Esstisch fotografieren. Positionieren Sie die Personen auf und ums Sofa, vor dem Baum, an einer schönen Wand etc. Grosse Personen gehören dabei nach hinten und in die Mitte. Und wenn Ihre Runde sehr gross ist, können sich alle leicht abdrehen, damit mehr Leute aufs Bild passen. 

Wenn Sie dann alle Personen richtig positioniert haben, seien Sie nicht zu knausrig beim Abdrücken! Schiessen Sie besser gleich eine Serie von Bildern, indem Sie den Auslöser der Kamera-App gedrückt halten. Damit verhindern sie (eher) geschlossene Augen und seltsame Gesichtsausdrücke auf den Bildern. 

Gute Bilder bei schlechtem Licht 

Smartphone-Kameras sind aufgrund der Optik und dem kleinen Sensor weniger lichtempfindlich als eine professionelle Spiegelreflexkamera. Die künstliche Intelligenz der Kamera-App mag dieses Manko zwar mindern. Aber Sie tragen am meisten dazu bei, dass Fotos auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen einigermassen gut werden. Und zwar so: 

  • Wenn Sie querformatige Fotos schiessen, halten Sie das Smartphone mit beiden Händen und nutzen Sie die Lautstärketasten als Auslöser. Dadurch verwackeln Sie das Bild weniger. 
  • Stabilisieren Sie sich: Lehnen Sie beispielsweise an den Türrahmen oder die Wand. 
  • Nutzen Sie ein Stativ und allenfalls eine Kamera-App, die Langzeitbelichtungen ermöglicht. 
  • Je nach Smartphone können Sie auch die Lautstärketasten am Kopfhörer als Fernauslöser verwenden. 
  • Wenn Sie in der Kamera-App auf den Bildschirm tippen, können Sie den Fokus bestimmen und die Helligkeit. Experimentieren Sie damit, bis Sie mit dem Resultat zufrieden sind. 
  • Nutzen Sie die vorhandenen Lichtquellen. Wenn die Festtagsbeleuchtung alleine zu dunkel ist, sind dimmbare Ständerlampen mit indirektem Licht ideal.  
  • Verzichten Sie auf den eingebauten Blitz. Dieser mag zwar gut als Taschenlampe dienen, erzielt aber viel zu harte Schatten und Konturen. 

Wechseln Sie die Perspektive 

Wenn Sie Ihr Objekt manuell fokussieren, rücken der Vorder- und Hintergrund automatisch ins Unscharfe.

Lassen Sie Ihrer Experimentierfreude freien Lauf! Fotografieren Sie die Runde durch die Äste des Baums hindurch, die Bescherung der Kinder aus der Froschperspektive, die Weihnachtsguetsli in Nahaufnahme etc. 

Viele dieser Perspektiven und Einstellungen können Sie im Voraus «trocken» ausprobieren, damit Sie im entscheidenden Moment bereit sind. Bei allem, was Sie machen: Verzichten Sie auf das digitale Zoom. Nutzen Sie stattdessen das «Fuss-Zoom», indem Sie sich dem Motiv nähern. 

Setzen Sie auf beleuchtete Motive im Dunkeln

Suchen Sie sich beleuchtete Motive: Fällt zumindest etwas Licht auf Ihr Wunschmotiv, bekommt der Kamerasensor mehr Bildinformationen, die er verarbeiten kann. Ausserdem sorgen Lichtquellen wie Strassenlampen, grosse Fenster oder die Weihnachtsbeleuchtung nachts meistens für interessante Schatteneffekte.

Halten Sie Ihr Smartphone ruhig und benutzen sie allenfalls ein Stativ mit Smartphone-Halterung (oder einen Fenstersims). Durch die längeren Belichtungszeiten, die nachts nötig sind, werden kleine Verwackler sofort sichtbar.

Variieren Sie Ihre Einstellungen ein wenig, wenn Ihnen die Ergebnisse nicht gefallen. Ist Ihnen das Bild beispielsweise noch zu dunkel, erhöhen Sie die Belichtungszeit. Haben Sie zu viel störendes Bildrauschen in der Aufnahme, reduzieren Sie den ISO-Wert. Diese Werte lassen sich mit den richtigen Apps anpassen. Für iPhones zum Beispiel mit der kostenlosen App Night Camera. Und für Android-Telefone mit der ebenfalls kostenlosen App Open Camera.

Und zuletzt: Achten Sie darauf, dass der Akku gut geladen ist! 

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