Was ist myCloud und wozu braucht man es?
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Was ist myCloud und wozu braucht man es?

Wo speichern Sie Ihre Daten? Noch auf dem USB Stick, auf der Festplatte oder in einer Cloud? Wir zeigen Ihnen, wie myCloud als Cloud-Speicher funktioniert und Ihr Leben erleichtern kann – und geben Tipps für einen sicheren Umgang.

Es ist Montagmorgen. Sie sitzen mit der Familie am Frühstückstisch und ihre Frau sagt:  «Es hat keine Butter mehr». Sie nehmen das Handy zur Hand und setzen Butter auf die Einkaufsliste, die sie mit der ganzen Familie teilen. Im Zug auf dem Weg ins Büro googeln Sie endlich, wie lange die Wanderung vom kommenden Wochenende dauern wird. Im Büro angekommen, checken Sie als erstes Ihren Mail-Account. 

Überall steckt die Cloud dahinter

Ob wir nun mobile Einkaufslisten nutzen, mit Google etwas suchen oder ein Mail verschicken, immer steckt die Cloud dahinter. Das Wort «Cloud» kommt offensichtlich aus dem Englischen und heisst auf Deutsch Wolke. Wenn wir etwas in die Cloud  laden, werden die Daten auf einem entfernten Server gespeichert

myCloud: Onlinespeicher für Fotos, Videos und Dateien

Bringen Sie die Fotos mit myCloud einfach auf einen Ablageort. Organisieren Sie Ihre Fotos in Alben und teilen Sie diese ganz einfach mit Freunden und Familie Dank dem automatischen Backup werden Ihre Handyfotos und -videos laufend im Hintergrund gesichert. 

Für das nächste Meeting sollen Sie Daten in eine Excel-Liste eintragen, die ein Kollege für das Team angelegt hat. Vor der Mittagspause müssen Sie Ihren Kopf lüften, dafür schauen Sie auf Facebook nach, ob einer Ihrer Freunde etwas Interessantes zu seinem Wochenende veröffentlicht hat. Für das Mittagessen reservieren Sie online einen Tisch im Restaurant um die Ecke. Auch hier hilft die Cloud, damit alles reibungslos funktioniert.

Heute versteht man unter einer Cloud einen Verbund mehrerer Server in Form eines online verfügbaren Rechenzentrums. Von Swisscom zur Verfügung gestellt, können Sie dort ihre Daten ablegen und je nach Bedarf wieder abrufen. Um auf die Cloud zugreifen zu können, benötigen Sie nur einen Internetanschluss.

Sämtliche Daten in Rechenzentren von Swisscom sind und bleiben in der Schweiz.

Am Nachmittag können Sie nicht alle Ihre Aufgaben beenden und speichern die für Morgen anstehenden auf ihrer To-do-Liste. Endlich Feierabend. Auf dem Nachhauseweg schauen Sie sich Fotos an, die Ihnen Ihre Kinder via myCloud geschickt haben. 

So funktioniert eine Cloud

Wenn Sie Daten in eine Cloud hochladen, werden diese auf verschiedenen Servern gespeichert. Das bedeutet, dass Sie noch immer die Originaldatei auf Ihrem Computer oder Smartphone haben können. Eine Kopie davon befindet sich nun auf einem anderen Server, der davon wiederum eine Kopie macht, bis Ihre Datei auf mehreren Servern gesichert wurde. Auf diese Weise tragen Sie keinen Schaden davon, wenn einer dieser Server ausfällt. Nun sind die Daten immer verlässlich online verfügbar, sodass Sie diese über verschiedene Endgeräte abrufen können.

Egal von welchem Gerät aus Sie auf Ihre Cloud-Daten zugreifen, sie sind alle immer auf dem gleichen Stand.

Gleichzeitig werden die Daten laufend abgeglichen, also synchronisiert. Das sorgt dafür, dass die Daten auf den mit der Cloud verbundenen Geräten immer auf demselben Stand sind. So sind Daten, die Sie über Ihr Smartphone in die Cloud laden, auch auf Ihrem Laptop einsehbar.

Nach dem Nachtessen geniessen Sie mit Ihrer Frau eine Folge Ihrer Lieblingsserie auf Netflix. Was für ein Tag!

Vorsicht bei der Auswahl des Anbieters

Achten Sie bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters vor allem darauf, wo die Server auf der Welt stehen. Bei vielen Anbietern stehen die Server nämlich in den USA. Während bei US-Diensten wie Dropbox, Google Drive oder OneDrive die Daten auf Servern auf der ganzen Welt liegen können, werden sie bei myCloud in Schweizer Rechenzentren aufbewahrt. Diese sind mit der höchsten Sicherheitsstufe (Tier IV) zertifiziert. Für die Übertragung zwischen Kunden zum Rechenzentrum werden die Daten verschlüsselt. Im Speicher selbst hingegen liegen die Daten zwar wie bei vielen anderen unverschlüsselt vor. Doch sie unterstehen dem Schweizer Datenschutzrecht, das strenger ist als in vielen anderen Ländern, und den Zugriff für Dritte verhindert.

Das heisst: Die Regeln für den Datenschutz, was der Anbieter, in diesem Fall Swisscom tun muss, um Ihre Daten zu schützen, und was er mit den Daten machen darf, sind in den USA weit weniger streng, als in der Schweiz. 

So nutzen Sie myCloud

myCloud lässt sich sowohl auf dem Smartphone und dem Tablet als auch am PC nutzen. Die App gibt es für iOS und Android. Auf dem Computer (Windows und Mac) nutzt man myCloud entweder im Browser (empfohlen wird Google Chrome) oder mit dem Client myCloud Desktop.

Konto Einrichten und Hochladen

Nach dem Erstellen eines neuen Kontos auf mycloud.ch oder direkt in der App lassen sich Dateien und Bilder auf den Online-Speicher laden. Um sämtliche Fotos, die Sie mit dem Smartphone schiessen, automatisch in die Cloud zu laden, aktivieren Sie in der App unter «Automatisches Sichern» die Möglichkeiten «Fotos sichern» und «Videos sichern». Damit unterwegs nicht zu viel Datentransfer anfällt, wählen Sie zusätzlich die Option «WLAN».

Mehr Informationen unter: myCloud.ch

Tipps für eine sichere Cloud

Damit Sie Cloud-Dienste gefahrlos nutzen können haben wir hier einige Tipps für Sie zusammengestellt:

  1. Speichern Sie sensible private Daten wie intime Fotos oder geheime Dokumente nicht in der Cloud. 
  2. Deaktivieren Sie den automatischen Upload von Bildern oder Dokumenten von Ihrem Smartphone und entscheiden Sie stattdessen für jede Datei, ob Sie diese in die Cloud laden möchten.
  3. Verwende Sie ein sicheres Passwort, um Ihren Cloud-Zugang zu schützen. Verwenden Sie dieses Passwort nirgendwo sonst.
  4. Nutzen Sie wenn möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um Ihren Zugang zur Cloud zusätzlich abzusichern.
  5. Speichern Sie wichtige Dateien zusätzlich, zum Beispiel auf einer externen Festplatte. Die Gefahr ist sehr gering, dass Daten in der Cloud verloren gehen, aber so gehen Sie auf Nummer sicher.

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3 Kommentare zu “Was ist myCloud und wozu braucht man es?

    1. Hallo Dina,
      meinst du, wie du andere Fotos kommentieren kannst? Die Kommentarfunktion ist eigentlich in allen geteilten Alben verfügbar jedoch nur dann, wenn der Empfänger auch bei myCloud eingeloggt ist (er/sie braucht also ein eigenes myCloud Konto um diese Funktion nutzen zu können).
      Herzlicher Gruss, Tanja, aus der Redaktion

  1. Kann man die Cloud-Lösung auch als Shop User, als CDN nutzen? Ich bin als IT Verantwortliche tätig und habe von einem Freund gehört, dass die Swisscom Cloud Lösungen anbietet. Da ihr ja Profis in diesem Bereich sind, wollte ich fragen ob ihr auch Content Delivery Network seid?

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