Was Sie dank Sensoren alles mit Ihrem Handy tun können
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Was Sie dank Sensoren alles mit Ihrem Handy tun können

Smartphones können dank eingebauter Sensoren schon sehr vieles: Sie wissen, ob es hell oder dunkel ist, bestimmen jederzeit wo Sie sind und messen Luftdruck und Geschwindigkeit. Diese Sensoren können aber noch ganz anders eingesetzt werden, wie unsere Auswahl zeigt.

Ein aktuelles Smartphone enthält weit mehr Sensoren als nur ein Mikrofon zum Telefonieren und einen Kamerachip für Handy-Fotos. Einige Fühler sind zuständig für die Helligkeitsanpassung des Displays andere, wie der Lagesensor, fürs automatische Drehen der Anzeige. Aber wussten Sie, dass manche Handys auch Luftdruck und magnetische Feldstärke in der Umgebung messen können? Die folgende Auflistung ist nur ein Bruchteil aller Einsatzmöglichkeiten.

Dank GPS-Empfänger nichts mehr verlieren (Sensor 1)

In jedem Handy ist ein GPS-Empfänger verbaut. Dank der Standorterfassung via GPS (kurz für Globales Positionsbestimmungssystem) ist es beispielsweise möglich, Ihnen nahe gelegene Restaurants oder Kinos empfehlen zu lassen. GPS-Sensoren werden aber auch fürs Tracking eingesetzt, zum Beispiel bei «FindMe», einem GPS-Tracker-System für Gegenstände. Dafür muss eine App installiert und ein Tracker bestellt werden. Danach alles mit dem Smartphone verbinden und besondere Gegenstände wie Rucksack oder Velo mit dem Tracker ausrüsten. Ihr Smartphone zeigt jederzeit die aktuelle Position des Gegenstandes an. Wenn Sie wollen, zeigt Ihnen die App auch die Umgebungstemperatur oder die zurückgelegte Strecke an.

Magnetometer als Drohnen-Kompass (Sensor 2)

Mit dem eingebauten Magnetometer können sie mit ihrem Handy beispielsweise die Himmelsrichtungen bestimmen. Doch der kleine Sensor kann noch mehr: Mit Flone kann man das Smartphone in eine Flugdrohne verwandeln. Dabei handelt es sich um einen fertigen Bauplan und eine Android-App, mit der sie ein (vorzugsweise ausgedientes) Smartphone in eine Flugdrohne verwandeln können. Dabei wird der Magnetometer im Smartphone als Kompass benutzt, dieser misst und sendet Informationen zu der Stärke und Richtung des Erdmagnetfeldes in X-, Y- und Z-Achse an das verbundene Gerät. Mit diesen Informationen kann man über die App die Drohne steuern.

Beschleunigungssensor macht Krafttraining effektiver (Sensor 3)

Der in jedem Smartphone vorhandene Beschleunigungssensor misst, wie schnell sich das Gerät bewegt. Der Schweizer Molekular- und Muskelbiologe Claudio Viecelli machte sich das zu Nutzen: Dank Beschleunigungssensoren in konventionellen Smartphones konnte er variable Trainingswiderstände aufzeichnen. “Stellen sie sich vor, ich gebe ihnen eine Stoppuhr in die Hand und würde sie bitten von einer Person bei 10 Wiederholungen einer beliebigen Übung im Kraftsport folgende Faktoren zu messen: Die Zeit für das Anheben des Gewichts pro Wiederholung, die Zeit für das Absenken des Gewichts pro Wiederholung und die die gesamte Übungsdauer.” Jetzt wird klar, dass dies ein Ding der Unmöglichkeit ist für eine Person mit jeweils nur einer Stoppuhr. Der Beschleunigungssensor, welcher in fast jedem Smartphone verbaut ist, ermöglicht es, diese Informationen präzise aufzuzeichnen. 

Rotationssensor als Kopf eines Roboters (Sensor 4)

Um die Bewegungen, die Sie mit dem Smartphone ausführen, genau zu messen, reicht ein Beschleunigungsmesser alleine nicht aus. Daher kommt unter anderem beim Steuern von Spielen ergänzend ein Rotationssensor (auch Gyroskop genannt) zum Einsatz, der Drehungen des Smartphones um seine Achsen registriert. Auch für die Bildstabilisierung beim Fotografieren oder beim Aufnehmen von Videos sind solche Sensoren notwendig. Doch das kleine Teil kann noch mehr: Statt für eine Flugdrohne können sie ein altes Smartphone auch als Basiseinheit für einen Roboter verwenden. Dafür wird speziell der Rotationssensor eingesetzt. Dieser übermittelt die momentane Ausrichtung des Roboters/Smartphones und ermöglicht akkurate Richtungsänderungen mit einem externen Gerät.

Mit dem Näherungssensor das Handy steuern (Sensor 5)

Der Näherungssensor misst mit Infrarotstrahlen, ob das Telefon ans Ohr gehalten wird. Nähert sich das Smartphone einer Fläche, zum Beispiel einer Wange, werden die Infrarotstrahlen reflektiert und der Sensor kann Entfernungen von fast Null bis zu sechs Zentimeter messen. Sobald das Smartphone eine Näherung registriert schaltet es den Bildschirm und die Berührungssteuerung ab, um ungewollte Handlungen beim Telefonieren zu unterbinden. Der Infrarotstrahl erkennt aber auch Wisch- und Wedelgesten der Hände. Mit der App «Wave Control» kann man das Handy mit Wisch- und Wedelgestern steuern. Dafür wird auf den Näherungssensor zugegriffen und bestimmte Handgesten als Befehle registriert. Was für Aktionen die verschiedenen Zeichen ausführen ist individuell einstellbar. Das App gibt es nur im Google Play Store, also nichts für Apple Nutzer. 

Dank Helligkeitssensor das Smart-Home steuern (Sensor 6)

Je heller Bildschirme strahlen, desto schneller ist der Akku leer. Deshalb misst der in Handys eingebaute Helligkeitssensor das Licht in der Umgebung, anschliessend wird die Helligkeit des Bildschirms angepasst. Der RGB-Sensor besteht aus einer Fotodiode mit einem Farbfilter und misst die Intensität, aber auch die Farbtemperatur von Lichtquellen. Was dazu führt, dass der Bildschirm mehr Kontrast, aber auch eine bessere Farbsättigung bieten kann. Helligkeitssensoren, die in Smartphones verbaut sind, werden auch in anderen Bereichen gleich eingesetzt. In Wohnungen mit Smart Home misst ein Sensor den Helligkeitswert und dimmt die angeschalteten Lampen entsprechend.

Luftdrucksensor zur Wettervorhersage nützen (Sensor 7)

Einige wenige Smartphones (darunter das Galaxy S4 und das Nexus 4) haben Sensoren zum Messen des Luftdrucks, sogenannte Barometer, verbaut. Sie ermöglichen dem Gerät festzustellen, in welcher Höhe sich das Smartphone (und damit der Anwender) befindet. Die Daten dieses Sensors dienen als Ergänzung zu den Höhenangaben, die der GPS-Empfänger liefert. Der versteckte Sensor wird mittlerweile von diversen Apps genutzt, die das Smartphone in ein Barometer verwandeln. Der Luftdruck-Verlauf in der App SyPressure zeigte beipielsweise den Einzug eines Tiefs mit Regen und Sturm zuverlässig an. Die Wettervorhersage per Barometer ist jedoch keine genaue Wissenschaft. Und die meisten Wetterprognose-Apps liefern bessere Vorhersagen.

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