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Darum braucht die Schweiz 5G – acht Gründe

5G wird smartes und schnelles Internet für alle bieten und so neue Anwendungen ermöglichen. Der Ausbau ist ein Auftrag des Bundes an Mobilfunkanbieter wie Swisscom. Denn der Ausbau von 5G macht die Schweiz bereit für die Zukunft, wie folgende Fakten zeigen.

1. Bis 2030 werden in der Schweiz dank der Einführung von 5G 137 000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Erklärung:
5G bringt Innovationen und dadurch Chancen für die Schweizer Wirtschaft. So verleiht 5G neuartigen Anwendungen wie dem Internet der Dinge (IoT) einen gewaltigen Schub. Gegenstände werden miteinander kommunizieren, zum Beispiel das Elektroauto mit anderen Fahrzeugen und Ampeln. Das ermöglicht eine intelligente Verkehrssteuerung. Die Anwendungen werden die Produktivität der Unternehmen steigern, unser Leben erleichtern und neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen. Das zeigt eine vom Schweizerischen Verband der Telekommunikation Asut unterstützte Studie auf.


2. 5G wird den digitalen Graben zwischen Stadt und Land überwinden.

Erklärung:
Auch abgelegene Gebiete, die nicht an Glasfaserleitungen angeschlossen sind, erhalten mit 5G eine schnelle Internetverbindung. So wird Homeoffice möglich – das hilft zum Beispiel Gemeinden, die von der Bevölkerungsabwanderung betroffen sind. Die aktuelle 5G-Abdeckung zeigt diese Karte – Stadt, Land und auch Bergregionen sind bereits gut abgedeckt.


3. Der Bund unterstützt den Ausbau von 5G explizit im Rahmen seiner Strategie «Digitale Schweiz».

Erklärung:
Die Digitalisierung bestimmt heute zunehmend unser Leben und ist eng mit dem Wohlstand der Schweiz verknüpft. Darum verabschiedete der Bundesrat 2018 seine Strategie «Digitale Schweiz», der Ausbau von 5G ist darin verankert. Gerade für ein ressourcenarmes Land wie die Schweiz ist es wichtig, die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen. Diese Strategie verlangt, dass die Mobilfunktechnologie effizienter und leistungsfähiger wird, um neue Technologien und Anwendungen (Grund 1) sicherzustellen.

Für 5G legte der Bundesrat im Rahmen des nationalen Frequenzzuweisungsplans verschiedene weitere Frequenzen für Mobilfunk fest, die davor beispielsweise für TV-Reportagen benutzt wurden. Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hat diese im Rahmen einer Auktion an Mobilfunkbetreiber vergeben.


4. Die Landwirtschaft wird zum grossen Gewinner von 5G.

Erklärung:
5G ist keinesfalls nur eine Chance für den Industriesektor. Die Landwirtschaft wird dank der Digitalisierung einen gewaltigen Effizienzsprung machen können. Agroscope, das Kompetenzzentrum des Bundes für Landwirtschaft und Forschung, erforscht auf der «Swiss Future Farm» im Kanton Thurgau die Zukunft des Landwirtschaftssektors. Beispielsweise macht 5G punktgenaues Düngen möglich, indem eine Drohne den Stickstoffgehalt des Bodens misst und genau feststellt, wo welche Nährstoffe fehlen. Dieses Vorgehen ist nicht nur viel günstiger, als umständlich Bodenproben zu entnehmen, es reduziert auch die Überdüngung der Böden. Dank den gesammelten Daten wird nur dort gedüngt, wo es nötig ist. Das Gleiche gilt beispielswiese auch für die Bewässerung, um mit Wasser sparsam umzugehen.


5. «Kein Empfang» beim Grossanlass gehört der Geschichte an.

Erklärung:
Mit der Einführung von 5G steigt die Anzahl Geräte, die pro Quadratkilometer auf das mobile Netz zugreifen können. Gegenüber der heutigen 4G-Technologie steigt die Kapazität um das Hundertfache. Dadurch kommt es bei Grossanlässen nicht mehr zu Engpässen: Den eigenen Standort mit Freunden teilen, telefonieren oder Erinnerungen auf Social Media hochladen sind also kein Problem mehr. Zudem erleichtert 5G den Rettungskräften an Grossanlässen die Arbeit. Das bringt mehr Sicherheit für die Besucher. Durch den neuen technologischen Standard wird das sogenannte «Network Slicing» möglich. Das bedeutet, dass Rettungsdienste künftig bei Grossanlässen auf ein separates Datenvolumen zugreifen, das getrennt vom Netz der Event-Besucher bereitsteht.


6. 70 Prozent der YouTube-Views stammen heute von mobilen Geräten. Die durchschnittliche Betrachtungsdauer der Videos beträgt mehr als 40 Minuten.

Erklärung:
Das Beispiel von YouTube verdeutlicht unseren ungestillten Hunger nach Daten, die wir über das Smartphone beziehen. Das bestehende Netz stösst dadurch an seine Grenzen. Seit Jahren steigt das Datenvolumen im Mobilfunknetz stetig an. Das zeigt auch folgende Grafik. Im Durchschnitt konsumiert jeder von uns heute 100 Mal mehr mobile Daten als noch vor 10 Jahren.

Bildlegende: PB: 1 Petabyte entspricht 1 000 000 Gigabyte oder dem Datenvolumen von einer Million Filmen. Quelle: Ericsson Mobility Report

7. Wir kommunizieren immer mehr über Daten.

Erklärung:
In der Zeit vor den Smartphones kostete jede SMS Geld, und die Zeichenzahl war begrenzt. Jeder überlegte sich genau, was in eine Nachricht geschrieben wurde und was nicht. Bilder wurden höchst selten per MMS verschickt. Seit dem Siegeszug der Smartphones und Social Media nehmen die Anzahl Nachrichten und der Up- und Download von Daten stetig zu: 2011 verschickten Nutzer weltweit täglich rund 1 Milliarde WhatsApp-Nachrichten, im Mai 2018 waren es bereits 65 Milliarden pro Tag. Unsere Kommunikation ist zum Datenfresser geworden. Den grössten aktiven und passiven Datenhunger auf dem Smartphone haben Social-Media-Apps. Vor allem das automatische Downloaden bzw. Laden von Fotos und Videos verschlingt Daten, ohne dass wir es aktiv merken. Um dem entgegenzuwirken, können Sie bei den Einstellungen der jeweiligen Apps den automatischen Datenverbrauch eingrenzen. Nichtsdestotrotz: Unser Datenhunger ist gross, gemäss einer weltweiten Studie aus dem Jahr 2018 verbringen Schweizer täglich 76 Minuten auf Social Media.


8. Die neue Netzgeneration wird weltweit Standard.

Erklärung:
Die neuste Mobiltechnologie 5G wird weltweit erfolgreich eingeführt – die ersten Länder waren Südkorea und USA, die Schweiz ist Pionier in Europa. Mit dem Ausbau macht sich die Schweiz bereit für die steigende Datennachfrage, die weltweit besteht. Als Vorreiterin hat sie zudem die Möglichkeit, früh von Innovationen zu profitieren, die sie weiterbringen. So bleibt der Standort Schweiz auch künftig attraktiv für Unternehmen.


Bereit. Im Netz für die Schweiz. 5G inklusive.

Das beste Netz kann jetzt noch mehr. 5G macht es schneller, zuverlässiger und leistungsfähiger als je zuvor. Das eröffnet neue Chancen. Für das Zusammenleben. Für die Wirtschaft. Für die Schweiz.

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