Zwei Ketten-Glieder in 3-D
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Swisscom wird Teil des weltweit grössten Oracle-Netzwerks

Swisscom schliesst sich im Rahmen einer Pilotinitiative dem weltweit grössten Oracle-Netzwerk Chainlink an. Dieses liefert dabei wichtige Daten für dezentrale Finanzanwendungen (DeFi), über die täglich Transaktionen im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar abgewickelt werden, wie beispielsweise auf Aave oder Uniswap. Das rasante Wachstum lässt neuartige Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle entstehen, die auch für den Schweizer Finanzmarkt an Relevanz gewinnen könnten.

Der Digital-Asset-Bereich von Swisscom verantwortet die Pilotinitiative und stellt den Betrieb eines sogenannten Oracle-Nodes sicher, der kontinuierlich Digital-Asset-Preisdaten in das Chainlink-Netzwerk einspeist. Swisscom übernimmt damit eine wichtige Rolle als Zulieferin für die schnell wachsenden dezentralen Finanzanwendungen.

Wie Swisscom als Zulieferin dezentraler Finanzanwendungen agiert

Oracle-Nodes fungieren gewissermassen als Brücke zu Daten ausserhalb der Blockchain, heute vorwiegend Preisdaten. Das Chainlink-Netzwerk führt die Preisdaten aller Oracle-Nodes zusammen und ermittelt dabei einen robusten Konsensus-Wert. Diesen Wert können anschliessend dezentrale Finanzanwendungen nutzen, um Finanzkontrakte abzuwickeln. Neben Swisscom betreiben bereits viele andere Technologieunternehmen solche Oracle-Nodes, unter anderem auch der Telekomriese T-Systems. 

Die Rolle der Oracle-Nodes

Viele der heutigen Blockchain-Anwendungen (Smart Contracts) benötigen oft Daten von ausserhalb der Blockchain. Das können zum Beispiel Preisdaten für einen Finanzkontrakt oder Wetterdaten für einen Versicherungskontrakt sein. Diese Daten werden durch Oracle-Nodes kontinuierlich in das Chainlink-Netzwerk eingespeist. Dort werden sie zusammengeführt und in aggregierter Form für Blockchain-Anwendungen zur Verfügung gestellt. Da die Daten von vielen verschiedenen Oracle-Nodes stammen, ist das Chainlink-Netzwerk dabei sehr robust gegen Ausfälle oder auch Fehltritte einzelner Oracle-Nodes gesichert. 

Kontaktieren Sie die Experten

Für Fragen rund um das Thema Digital Assets geben Ihnen Aetienne Sardon oder Dominic Vincenz gerne Auskunft.

Für Swisscom ist es unerlässlich, sich proaktiv mit den technologischen Veränderungen in der Finanzwelt auseinanderzusetzen. Denn bereits heute zählt sie zu den grössten IT-Dienstleistern für die Schweizer Finanzindustrie. Und um ihren Kunden auch künftig bestmögliche Lösungen anbieten zu können, gilt es, die neuen Chancen der dezentralen Finanzwelt genau zu verstehen und diese gezielt für ihre Kunden nutzbar zu machen. Insgesamt rechnet das Digital-Asset-Team von Swisscom damit, dass sich das Wachstum dezentraler Finanzanwendungen weiter fortsetzen wird. Dies insbesondere auch im Zug der zunehmenden Verlagerung von Transaktionen, Verträgen und Vermögenswerten auf Blockchain-basierte Infrastrukturen.

Swisscom an vorderster Front neuer Finanzmarkt-Infrastrukturen

Mit der Pilotinitiative mit Chainlink baut Swisscom ihre Kompetenz in der Welt dezentraler Finanzanwendungen aus, um auch in dieser neuen Welt für ihre Kunden relevant zu bleiben und als vertrauenswürdige Zulieferin weiterhin hochwertige und modernste Technologiedienstleistungen erbringen zu können. 

Chainlink

Chainlink ist das weltweit grösste Oracle-Netzwerk. Das dezentral und global operierende Chainlink-Netzwerk versorgt die derzeit rasant wachsenden dezentralen Finanzanwendungen mit kritischen Daten. Diese Anwendungen verwalten inzwischen Vermögen im Gegenwert von mehreren Milliarden US-Dollar.

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