Swisscom StartUp Challenge 2019: 289 applications
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Was passiert jetzt mit den Bewerbungen?

Die Bewerbungsphase der Swisscom StartUp Challenge 2019 ist vorbei. Insgesamt 289 Start-ups aus der ganzen Schweiz möchten für das Business Acceleration Programm ins Silicon Valley reisen. Was passiert jetzt mit den Bewerbungen und nach welchen Kriterien werden sie bewertet?

Die siebte Swisscom StartUp Challenge kommt jetzt in die heisse Phase: Sämtliche eingegangenen Bewerbungen (direkt zur Infografik am Ende des Artikels springen) werden nun von den Juroren von Swisscom und venturelab nach einem klaren Kriterienraster bewertet: Diese sechs Fragen bilden die Grundlage für den Entscheid, welche zehn Start-ups eine Runde weiterkommen.

1. Kundenbedürfnis: Für welche Zielgruppe ist die Lösung/das Produkt entstanden und wie erleichtert es deren Alltag?

Das hört sich nach einem banalen Kriterium an? Ja und nein. Fakt ist, dass viele Produkte/Lösungen entwickelt werden, die zwar technologisch anspruchsvoll und neu sind, für die es allerdings keinen Abnehmer gibt. Unsere Jury sucht Start-ups mit Lösungen, die ein klar identifiziertes Kundenbedürfnis stillen. Die Zielgruppe muss klar eruiert sein, soll allerdings nicht zu weit und nicht zu eng gefasst sein.

2. Marktchancen: Wie gross ist der Markt, in dem das Start-up agiert und gibt es internationales Wachstumspotential? 

Wenn die Jury das Marktpotential analysiert, berücksichtigt sie nicht nur die gegenwärtige Marktsituation, sondern zieht auch Trends mit ein. Was heute noch in den Kinderschuhen steckt, kann morgen ganze Wirtschaftsbereiche umkrempeln (Stichwort: disruptive Technologien). Bewertet wird dabei auch, inwiefern die Lösung das Potential hat, sich international im Markt durchzusetzen. Wie zum Beispiel der Fruchtbarkeits-Tracker des StartUp Challenge Alumni Ava: Das Kundenbedürfnis ist auf der ganzen Welt vergleichbar und somit das Marktpotenzial global.

3. USP: Hat die Lösung ein klares Alleinstellungsmerkmal? 

Wir suchen Start-ups, deren Lösungen ein Alleinstellungsmerkmal haben, sich also von der Konkurrenz abheben. Idealerweise bietet die Lösung einen solch starken dass sie für die Konkurrenz am Markt (zurzeit) unnachahmlich ist. Schliesslich ist es das Ziel eines jeden Start-ups, einen grossen Anteil am Markt für sich zu sichern.

4. Teamwork: Steht hinter dem Start-up ein eingespieltes und top motiviertes Team?

 Wir suchen grossartige Teams! Denn ein Top Team kann ein durchschnittliches Produkt zum Erfolg führen, ein durchschnittliches Team aber kann auch mit einem grossartigen Produkt scheitern. Uns ist wichtig, dass die Gründer über die notwendige Erfahrung in ihrem Bereich verfügen. Die Managementerfahrung sowie der personelle Fit im Gründerteam ist genauso wichtig wie das technische Know-how und die unternehmerische Begeisterung.

5. Strategischer Fit: Wie gut passen das Start-up und Swisscom zusammen? 

Die Juroren wählen die zehn Finalisten aus, bei denen sie Möglichkeiten für eine Kollaboration oder ein Investment seitens Swisscom Ventures sehen. Bei der Zusammenarbeit gibt es verschiedene Formen: Swisscom wird Kunde des Start-ups, Swisscom verkauft die Produkte des Start-ups als Reseller, entwickelt in Zusammenarbeit Produkte und Services und vertreibt diese.

Investment-Möglichkeiten sind: Swisscom erwirbt Anteile am Start-up via Swisscom Ventures oder kauft das Start-up ganz auf. In den vergangenen Jahren hat Swisscom Ventures unter anderem in die StartUp Challenge Alumni Nanolife, Advanon und Ava investiert. Mit Involi (Gewinner 2017) hat Swisscom im Bereich Drohnen ein Pilotprojekt durchgeführt.

6. Mehrwert Silicon Valley: Welche Absichten verfolgt das Start-up mit dem Acceleration Programm im Silicon Valley?

 Der Swisscom Outpost im Silicon Valley organisiert für jedes der fünf Gewinner-Start-ups auf dessen Bedürfnisse zugeschnittene Termine. Je besser die Ziele des Start-ups für die Reise bekannt sind, desto mehr kann es vom Programm im Valley profitieren. Möchte das Start-up Investoren finden, andere potentielle Kunden treffen, amerikanische Konkurrenzfirmen kennenlernen oder einfach seine Marketings-Skills verbessern? Der Outpost achtet bei der Auswahl darauf, dass ein Markteintritt in den USA grundsätzlich denkbar, im besten Fall sogar geplant ist.

Was passiert als nächstes?

Die Jury, bestehend aus Vertretern von Swisscom und venturelab, gibt die 10 Finalisten am 5. Juli bekannt. Die fünf Gewinner werden am 22. August direkt im Anschluss an die Live Pitches verkündet.

Weitere Informationen

 

Infografik: Teilnehmende, Branchen und Regionen

Swisscom StartUp Challenge 2019: 289 applications and industries

 

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