Navigation

Information:
Mehr Informationen Schliessen
 

Login/Benutzerkonto-Feld

Meta Navigation

Globale Navigation

Globale Suche

Rückzug

Rückzug: Nur die Onlinewelt zählt

Noch vor einem halben Jahr spielte Finn an vier bis fünf Wochentagen mit seinen Freunden Fussball. Dann nur noch dreimal, zweimal und in den letzten zwei Monaten war er gar nicht mehr draussen. Immer ist er am Gamen.




Tipps

Nicht jedes intensive Gamen ist gleich problematisch oder gar eine Abhängigkeit. Viele Jugendliche haben Phasen, in denen sie bestimmte Verhaltensweisen exzessiv zeigen und sich nach einiger Zeit wieder davon lösen. Zieht sich ein Jugendlicher jedoch immer mehr zurück, vernachlässigt zusehends seine Freunde und seine Familie und nimmt sein Interesse an anderen Freizeitbeschäftigungen ab, sollten Eltern reagieren. Denn sozialer Rückzug ist oft ein erstes Anzeichen für problematische Nutzung.

Bis 12 Jahre

Sprechen Sie das Verhalten an. Und finden Sie zusammen mit Ihrem Kind die Gründe dafür heraus. Zum Beispiel bei einem Spaziergang oder bei einer gemeinsamen Autofahrt. Da lässt es sich oft entspannt diskutieren, ohne zu grossen Druck.

Überlegen Sie zusammen Alternativen zum Gamen. Helfen Sie Ihrem Kind, Freundschaften und Hobbys wieder zu aktivieren. Oder neue Freunde zu finden, neue Hobbys zu entdecken und zu pflegen.

Äussern Sie Ihre Sorge: Sie haben den Eindruck, für Ihr Kind sei das Spielen wichtiger als das reale Leben. Helfen Sie Ihrem Kind, aus diesem Teufelskreis herauszufinden und eine gesunde Balance zu finden. Legen Sie in der Familie zum Beispiel einen onlinefreien Wochentag fest. Das soll für alle gelten – auch für Sie. Definieren Sie Konsequenzen bei Nichteinhalten und wählen Sie «Strafen», die nichts mit digitalen Geräten zu tun haben.

Ab 12 Jahren

Interessieren Sie sich für das Spiel. Zum Beispiel so: «Darf ich mich zu dir setzen und dir beim Gamen zuschauen?» Sie erhalten so Einblick in das Spiel, gewinnen ein Gefühl dafür, wie lange ein Spieldurchlauf dauert. Fahren Sie fort mit dem Gespräch, bevor Ihr Kind ein neues Spiel startet: «Warte doch bitte, bevor du fortfährst. Ich möchte verstehen, wieso du so viel Zeit am Computer verbringst. Was machst du da genau? Welche Schwierigkeiten musst du meistern? Was fasziniert dich am Spiel?» Lassen Sie sich nicht abwimmeln, wenn Ihr Kind findet, das interessiere Sie doch eh nicht: «Du denkst, das interessiert mich nicht? Erklärst du es mir trotzdem?» Wenn Ihr Kind immer noch nicht ins Gespräch einsteigen will, nennen Sie Ihre Sorgen: «Ich sorge mich um dich, ich habe das Gefühl, du ziehst dich in diese Welt zurück und verlierst den Kontakt zur Realität.»

Suchen Sie gemeinsam Lösungen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Und vereinbaren Sie, wer was zur Lösung beiträgt. Was genau? Wann? Wer kontrolliert? Welche Konsequenzen entstehen bei Nichteinhalten? Verhalten Sie sich konsequent bei Nichteinhalten der getroffenen Vereinbarungen und Regeln. Bei Teenagern gehören Auseinandersetzungen zur Erziehung.



Medienkurse

Kurs für Eltern

Lernen Sie die Welt Ihrer Kinder kennen. Sie erkennen Chancen und Risiken, erfahren, wie es anderen Eltern geht und wie Sie Ihre Kinder begleiten können.

Details

Fragestunde

Lernen Sie sich ohne Vorurteile kennen. Sie fragen Ihre Kinder, Ihre Kinder fragen Sie.

Fragen als PDF