Berufe der Zukunft

An die Arbeit, aber anders!

Ihr Vater nannte vielleicht noch Lokomotivführer oder Pilot als Traumberuf. Ihre Kinder arbeiten vielleicht heute schon als Feel Good Manager oder Drohnenpilot. Die Digitalisierung befördert nicht nur Jobs und Berufsbilder ins Aus. Sie schafft auch neue.

Mario Wittenwiler (Text), 3. August 2017

Was machen Millionen von Taxi- und Lastwagenfahrern, wenn das selbstfahrende Auto kommt? Die Digitalisierung vernichtet Jobs. So die weit verbreitete Angst. Es entstehen aber auch neue Berufe. «Industrie 4.0» lautet hierzu das Schlagwort. Unsere Top Five der besonders zukunftsträchtigen Berufe. 

 

 

 

 

Drohnenpilot

 

Eine einfache Drohne gibt es ab wenigen Hundert Franken. Hobbypiloten schiessen damit das ultimative Bild ihrer Strandferien. Neben der Fotografie kommen sie aber auch zum Vermessen grosser Flächen oder im Security-Bereich zum Einsatz. Eine Profi-Drohne kostet rund 10'000 Franken. Eine Ausbildung für diese Hightech-Geräte kann bei privaten Anbietern oder direkt bei einem Drohnenhersteller absolviert werden.

 

 

Blogger

 

Wer mit seinem Blog genug Follower erreicht, gilt in der Werbung als «Influencer». Das heisst, Firmen halten ihn für so «einflussreich», dass Produkte gekauft werden, nur weil sie vom Blogger so toll in Szene gesetzt werden. Dafür erhält der Blogger einen Lohn – in Naturalien oder auch cash. Auch in der Schweiz gibt es Blogger, die – zumindest teilweise – vom Bloggen leben: Martina Bisaz hat für ihren Reiseblog 210'000 Follower auf Instagram. Ebenso über 200'000 Follower auf Instagram und fast 90'000 auf Facebook füttert der Westschweizer Yvan Rodic mit seinem Blog «Facehunter»

 

 

 

 

3D-Druck-Produktedesigner

 

3D-Drucker ermöglichen es, Konstruktionen, die am Computer mit einem CAD-Programm erstellt wurden, als dreidimensionales Modell auszudrucken. Diese Technik bietet ungeahnte Möglichkeiten – etwa in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik oder der Automobilindustrie. Im Prinzip lässt sich alles, was sich am Bildschirm zeichnen lässt, auch in 3D drucken. Eine direkte Berufsausbildung ist erst am Entstehen, 3D-Druck-Produktedesigner sind bis heute mehr oder weniger Quereinsteiger oder Autodidakten.

 

 

 

 

Feel Good Manager

 

Wie oft lachen Sie bei der Arbeit? Falls zu wenig, hilft Ihnen der Feel Good Manager auf die Sprünge: Dieser sorgt für gute Stimmung in einem Unternehmen. Man findet ihn vor allem bei schnell wachsenden Startups, zum Beispiel im digitalen Bereich. Die vielen neuen Mitarbeiter wollen schliesslich bei Laune gehalten werden. Dass es sich dabei nicht nur um einen Gag aus dem Silicon Valley handelt, beweist der Fakt, dass sich der Beruf inzwischen mit Hochschulabschluss studieren lässt.

 

 

Data-Miner

 

Wir sind gläserne Kunden. Beim Einkaufen, beim Surfen im Web – überall hinterlassen wir digitale Spuren. Und damit wertvolle Informationen für Unternehmen. Diese Informationen – in ihrer ganzen Fülle auch Big Data genannt – sind reines Geld. Denn Kunden lassen sich damit gezielt und persönlich ansprechen. Deshalb sind Unternehmen wie Google oder Facebook so mächtig. Um die Datenflut auszuwerten, braucht es aber Spezialisten: Data Miner. Sie sind die modernen Goldgräber. Und «schürfen» sozusagen nach gehaltvollen Informationen im Web. Von Vorteil sind Kenntnisse im Programmieren, zu Datenbanken und Statistik. Deshalb haben Data Miner in der Regel Informatik, Mathematik oder Wirtschaftsinformatik studiert.  

 

 

Lehre der Zukunft

Der Start in die Berufe der Zukunft gelingt auch mit einer Lehre bei Swisscom. Wir bilden jährlich rund 950 Lernende in 7 Berufsbildern, ab 2018 neu auch als ICT- Fachmann/-frau, sowie Studierende im Rahmen des Praxisintegrierten Bachelorstudiums in Informatik (PiBS) aus. Zudem ist die verkürzte Lehre für Maturanden möglich.


Mehr zur Lehre bei Swisscom  

 

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