Jobsharing

50 + 50 = 200

Stephanie Werner und Sonia Eterno-Sposito teilen sich im Marketing bei Swisscom einen Führungsjob. Im Interview erklären die beiden 40-jährigen Powerfrauen, weshalb sie im Doppelpack die Summe ihrer Einzelleistungen weit überbieten.

Andreas Turner (Text), Markus Lamprecht (Fotos), 27. August 2015

Ihr könnt bereits auf mehrere Jahre gemeinsamer Jobsharing-Erfahrungen zurückblicken – am Anfang noch ohne Führungsfunktion. Was ist euch aus dieser Zeit in Erinnerung geblieben?

 

Sonia Eterno: Wir arbeiteten als junge Mütter beide Teilzeit im gleichen Team. Unser damaliger Chef hatte die Idee, uns gemeinsam für eine Stelle zu besetzen. Ein guter Move, wie sich später herausstellte.

Stephanie Werner: Wir waren zwar schon im gleichen Team, hatten aber anfangs kaum Berührungspunkte. Ich war überrascht, wie perfekt wir – die wir doch recht unterschiedlich sind – als Teameinheit zusammenpassen.

 

Sonia, wie würdest du die beruflichen Vorzüge von Stephanie für einen Aussenstehenden in Worte fassen?

 

Sonia: Stephanie ist pragmatisch, fokussiert und sehr umsetzungsstark.

 

Stephanie, in welchen Bereichen ergänzt dich Sonia optimal?

 

Stephanie: Sonia denkt immer voraus, ist innovativ – und diesbezüglich sicher mutiger als ich.

 

 

 

Sonia Eterno: «Es braucht grossen gegenseitigen Respekt und viel Vertrauen.»

 

Ihr habt den Slogan «50% + 50% = 200%» kreiert. Können zwei sich gut ergänzende Stelleninhaber ihren Job im marketingnahen Umfeld gemeinsam immer besser machen als eine Person alleine?

 

Sonia: Nicht zwingend. Aber wenn es so gut stimmt wie bei uns, sind wir durch die entstehenden Synergien und die gegenseitige Motivation sehr, sehr leistungsfähig.

Stephanie: Unsere Offenheit, unsere jeweiligen Stärken und oft unterschiedlichen Sichtweisen bringen viel kreativen Schub in unser Zweierteam.

 

Wie habt ihr den Job thematisch unter euch aufgeteilt?

 

Sonia: Wir teilen uns den Job nicht nach Arbeitstagen auf, sondern nach unseren Stärken und Kernkompetenzen. Dadurch kommt viel Spass ins Spiel, und unsere unterschiedlichen Blickwinkel runden das Ganze ab.

 

Wie seid ihr organisiert, welche Tools und technischen Hilfsmittel nutzt ihr?

 

Stephanie: Notebook und Smartphone repräsentieren unser Büro. Wir brauchen keinen fixen Arbeitsplatz. Wir sind zwischen Bern und Zürich unterwegs, je nach Situation und anstehenden Meetings.

 

Was sind wichtige Charakterzüge, die einer Jobsharing-Partnerschaft förderlich sind?

 

Sonia: Es braucht grossen Respekt gegenüber der Arbeitsleistung des anderen. Und volles Vertrauen. Wenn Stephanie in meiner Abwesenheit eine Entscheidung fällt, weiss ich im Voraus, dass ich sie voll und ganz mittragen kann.

Stephanie: Wir profilieren uns nie auf Kosten des Jobpartners. Es ist ein gemeinsames Werk, das wir gegen innen und aussen vertreten.

 

Hat euer Beispiel bei Swisscom bereits Schule gemacht?

 

Stephanie: Ja, inzwischen gibt es in unserem Managementteam ein zweites Jobsharing-Duo, das sich bestens bewährt.

«Unsere Lebensphilosophie funktioniert, das zeigt sich auch in der Sharing Economy.»Stephanie Werner

Die Mentalität des Teilens ist nicht nur im beruflichen Bereich im Trend – wie steht ihr zu Sharing-Modellen in anderen Lebensbereichen wie Mobilität und Konsumgütern?

 

Stephanie: Ich versuche stets, alles zu optimieren, in jedem Lebensbereich. Deshalb finde es ich zum Beispiel super, wenn leer stehender Wohnraum anderen zur Verfügung gestellt werden kann; dazu ist die Sharing Economy super. Ganz wichtig: Die Angebote müssen einfach nutzbar sein, ohne dass Spezialwissen vorausgesetzt wird.

 

Es gibt einige frappante Ähnlichkeiten biografischer Art bei euch. Pflegt ihr auch privaten Kontakt?

 

Stephanie: Bisher erst sporadisch nach Arbeitsschluss, wenn es sich spontan ergeben hat. Im Kreise unserer Familien haben wir uns noch nicht getroffen.

Sonia: Wir machen da vielleicht bald einmal einen Kompatibilitätstest. (Lacht.)

 

 

 

Stephanie Werner: «Ich war überrascht, wie gut wir als Teameinheit zusammenpassen.»

 

Was würdet ihr tun, wenn euer Jobsharing-Partner plötzlich andere berufliche Pläne entwickelte?

 

Stephanie: Ich mache mir darüber keine Sorgen – und würde mir die Situation spontan anschauen. Meine Unkompliziertheit und Flexibilität würde mir dabei sicher helfen. Ich bin für viele Optionen offen: Ob wieder innerhalb eines Jobsharing-Modells, sei jetzt einmal dahingestellt. Die Messlatte wäre natürlich sehr hoch.

Sonia: Ich würde es generell bedauern, aber solchen Situationen stehe ich grundsätzlich positiv gegenüber. Von daher würde sich bestimmt wieder etwas Cooles ergeben.

 

Lasst uns noch konkret von eurer Arbeit sprechen, die ihr euch teilt. Mit der «Best Service Story» habt ihr euch der fortlaufenden Optimierung der Swisscom-Dienstleistungen verschrieben. Was treibt euch an?

 

Sonia: Indem wir die Menschen im stetigen technologischen Fortschritt begleiten, wollen wir ihr Leben vereinfachen, sie bereichern und verbinden.

Stephanie: Digitale Produkte werden immer austauschbarer. Folglich bleibt der Service, wo sich Swisscom wirklich differenzieren kann – sei es im direkten Kundenerlebnis oder mit neuen Modellen, wie wir die Kundenbedürfnisse einlösen.

 

Wann habt ihr selbst zuletzt ein positives Service-Erlebnis als Kundin gehabt?

 

Sonia: Mein Handy, auf dem alle meine Sommerferienfotos und -videos gespeichert waren, fiel plötzlich in einen ewigen «Boot Loop», das heisst, das Ding startete immer wieder selbständig auf. Ein Swisscom Friend, den ich kontaktierte, half mir mit gezielten Ratschlägen, bis sich mein Smartphone wieder manierlich benahm. Kein einziges Foto ging bei der Übung verloren.

 

 

Sonia Eterno-Sposito

 

Alter: 39
Wohnort: Solothurn
Zivilstand: verheiratet, zwei Kinder: Loris (7), Fiona (5)
Berufsmotto: «Service macht den Unterschied!»
Freizeit: Spiel und Spass mit den Kindern, gutes Essen im Freundeskreis
Bevorzugter Ferienort: Sardinien

 

Stephanie Werner

 

Alter: 40
Wohnort: Thalwil
Zivilstand: verheiratet, zwei Kinder: Ladina (10), Nico (8)
Berufsmotto: «Im Team gelingt alles besser!»
Freizeit: Joggen, Kochen, mit der Familie die Natur erleben
Bevorzugter Ferienort: Sent (Engadin)

 

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