Kolumne

K wie Kalender

Jeroen van Rooijen, 6. November 2015

Achtung, Karriere-Falle. Wer bei einem Bewerbungsgespräch sein Handy zückt, um den Kalender anzuwählen und darin einen Termin nachzuschlagen, tue dies bitte nur, wenn man kein oder nur ein sehr einfaches Sleeve auf dem Gerät hat, das dem Personalverantwortlichen, der Ihnen dabei zuschaut, direkte Rückschlüsse auf private Leidenschaften gibt. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass man keine peinlichen Bilschirmfotos geladen hat, die man erst nervös wegklicken muss. Es wäre sodann wichtig, dass man die benötigten Einträge auf Anhieb findet und souverän, ja beiläufig mit dem Gerät hantiert. Wer lange herummurkst und nach dem richtigen Datum sucht, wird sich während eines Bewerbungsgesprächs unweigerlich Minuspunkte einhandeln. Da wäre es vielleicht besser, sich seine elektronische Agenda für die kommenden vier Wochen auszudrucken und auf Papier bereitzuhalten.

 

Digitale Stilfragen

Jeroen van Rooijen ist Stil-Kolumnist und Buchautor («Die Stilregeln», «Hat das Stil?»), kleidet sich gerne gut, telefoniert nur widerwillig, macht gerne Selfies und arbeitet regelmässig für die «Neue Zürcher Zeitung».

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