Medienstark: Fake News im Internet entlarven

Fake oder Fakt?

Unsere Checkliste zeigt Ihnen, wie Sie Informationen auf ihre Echtheit prüfen und damit Fake News enttarnen können.

Luk von Bergen (Text), 2. November 2017

 

Quellen-Check: Woher kommt die Nachricht?

 

Existiert der Absender der Nachricht wirklich? Oder handelt es sich um eine fiktive Zeitung oder gar um eine Satirepublikation? Seriöse Zeitungen erkennt man sofort: Sie verschleiern ihre Herkunft nicht, verfügen über Kontaktmöglichkeiten und ein Impressum. Durch eine «Who is»-Suche über einen Webhosting-Provider wie Switch sehen Sie, wem eine Seite gehört, über Portale wie Archive gelangen Sie zu älteren Versionen einer Website.

 

 

 

Fakten-Check: Kann das überhaupt wahr sein?

 

Kontrollieren Sie, ob Namen oder Personen im Text richtig geschrieben sind und überhaupt real existieren. Falls Sie bei Ihrer Google-Recherche auf keine, lücken- oder fehlerhafte Angaben stossen, ist es ein Warnsignal, dass die Protagonisten eventuell frei erfunden sind. Falls im Text auf Originalquellen etablierter Medien verlinkt wird, kontrollieren Sie, ob diese Links tatsächlich auf die entsprechende Seite führen.

 

 

 

Bilder-Check: Woher stammt das Bild?

 

Hier bietet sich die umgekehrte Bildersuche auf Google Images oder Tineye an. Drücken Sie bei Google Images auf das Fotoapparat-Icon rechts des Suchfeldes. Dann geben Sie die URL, also die Adresse des Bildes, ein oder speichern das entsprechende Bild erst ab und laden es dort wieder hoch. Los geht die Suche! Tineye funktioniert ähnlich, die Upload-Funktion steckt hier hinter einem Pfeil links des Suchfeldes. In den Resultaten werden ähnliche Bilder oder Publikationszeiten eines Bildes angezeigt.

 

Über Google Maps oder Google Earth können Sie zudem die Umgebung kontrollieren, in der ein Bild fotografiert worden sein soll. So überprüfen Sie, ob das Bild mit den textlichen Angaben übereinstimmt.  

 

Für Fortgeschrittene: Wer es genau wissen will, kann gar den Sonnenverlauf überprüfen und die effektiven Schattenwürfe mit den angeblichen Aufnahmezeiten eines Bildes vergleichen.

 

 

 

Video-Check: Woher stammt das Video?

 

Auch Videos lassen sich rückverfolgen. Die US-Sektion von Amnesty International hat beispielsweise mit dem YouTube DataViewer ein Online-Tool entwickelt, mit dem man feststellen kann, ob ein Video echt oder gefälscht ist. Das Tool untersucht dabei Alter, Herkunft und Verbreitung eines Videos und erkennt anhand von Thumbnail-Abgleichen, wann und in welchen Videos dieselben Bilder vorkommen. Die Menschenrechtsorganisation will damit gerade in Krisen- oder Katastrophenzeiten dafür sorgen, dass sich gefälschte, hetzerische Videos weniger stark ausbreiten können.

 

 

Wahrheit oder Lüge?

In der neuen Swisscom Webserie «TAKEOVER» können Sie ebenfalls miträtseln. Katzenragout im Restaurant? Psychoaktive Klebetattoos? Was ist real, was ist fake? Sicher ist: Die Wahrheit kommt ans Licht.
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Fake-News-Quiz

Können Sie zwischen Fake und Fakt unterscheiden? Testen Sie es in unserem Fake-News-Quiz.

 

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