Smartphone-Nutzung im Alltag

Was treibt Ihr Partner mit dem Smartphone?

Hören Sie auf, Ihrem Partner verstohlen aufs Smartphone zu schauen. Schielen ist anstrengend für die Augenmuskulatur. Wir verraten Ihnen, was Frauen und Männer machen, wenn sie auf dem Smartphone herumtippen. Eine Gegenüberstellung.

Biljana Jovic (Text), aktualisiert am 2. September 2016

Haben Sie sich als Mann des Öfteren gefragt, warum Ihre Liebste so verräterisch ins Smartphone grinst, während sie mit flinken Fingern die Tasten tippt? Jetzt werden Sie aber mal nicht paranoid, es ist kein Anderer im Spiel. «Schatz, was machst du?» fragen Sie. «Nichts» sagt sie, und dieses einsilbige Nichts heisst nicht nichts, wenn sie sonst nicht einsilbig ist. Nicht bei Frauen.

 

 

Was macht der Partner, wenn er auf dem Smartphone herumtippt? Nicht eifersüchtig sein – so schlimm ist es nicht! (Bild: Fotolia)

 

 

WAS SIE TREIBT

 

Lieber Mann, die Situation ist schlimmer, als Sie denken. Es geht möglicherweise um Sie. Die Damen nutzen das Smartphone nämlich zum Lästern, Klatschen, Dampf ablassen, Beratschlagen. Möglicher Dialog über WhatsApp: «Er nervt», schreibt sie. «Warum?», fragt die Freundin? «Er merkt gar nicht, dass ich sauer bin». Zuspruch folgt: «Er könnte wirklich etwas aufmerksamer sein». «Haha, ich weiss. Du verstehst mich». Das ist Echtzeit-Klatsch, während der Mann daneben verdattert auf dem Sofa sitzt. Frauen sind kommunikative Wesen, die das Smartphone stark dazu nutzen, um soziale Interaktionen zu fördern, und um sich unterhalten zu lassen. Das zeigte eine deutsche Studie. Durch diese häufigen Interaktionen sind sie aber gleichzeitig gefährdeter als Männer, eine Smartphone-Sucht zu entwickeln.

WhatsApp bietet ja auch Gruppenchats an. Dass dies eine Überschreitung der Privatsphäre der betreffenden Person ist, steht ausser Frage.

Eine Freundin von mir hat kürzlich einen Mann über Tinder kennengelernt. Tinder, das ist diese Dating-App, die nach dem Wisch-und-weg-Prinzip funktioniert. Man kann darüber denken, was man will, aber Liebe im Zeitalter der Digitalisierung geht nun mal auch über das Smartphone. Er sei so cool, sie wolle ihn treffen. Warum er cool ist, frage ich. Der erste Eindruck stimme, meinte sie. Er sehe gut aus und habe Wortwitz. Hier wäre die Diskussion eigentlich fertig. Sie schickt mir einen Screenshot, also eine Kopie vom geführten WhatsApp-Dialog mit ihm. Ich konstatiere Wortwitz. So mancher Mann hingegen mag nun konsterniert sein ob der Offenheit im Umgang mit privaten Informationen. Schlimmer gehts nimmer? Aber ja. WhatsApp bietet ja auch Gruppenchats an. Dass dies eine Überschreitung der Privatsphäre der betreffenden Person ist, steht ausser Frage.

 

 

WhatsApp-Screenshot an die Freundin: Frauen sollen schliesslich alles über den Mann der Kollegin erfahren.

 

 

Jede zweite Frau nutzt das Smartphone neben Kommunikationszwecken auch für die eigene Unterhaltung. Also beispielsweise hören sie Musik über Streaming-Dienste wie Spotify oder schauen Videos über YouTube. Das amerikanische Videoportal bietet neben vielen Musikvideos auch Dokumentationen und zahlreiche Erklärungsvideos an. Von Schminktipps bis hin zu Mathematikkursen. Frauen machen sich das Smartphone zu Nutze. Sie verschwenden also gesamthaft gesehen – obwohl verschwenden ein relativer Begriff ist – weniger Zeit mit dem Smartphone als das andere Geschlecht.

 

 

WAS ER TREIBT

 

Ein Freund von mir geht an freien Tagen mit seiner Freundin im Grünen spazieren. Wobei er es ihr nur als Spaziergang verkauft. In Tat und Wahrheit jagt er, ein sportbegeisterter Mann, sie irgendwelche Hügel hinauf, während sie streckenweise hinterherhechelt.

Es ist ein Moment perfekter, trauter Zweisamkeit. Bis er plötzlich sein Smartphone zückt – das Display leuchtet auf.

Am Ziel angekommen, sind zumindest beide glücklich, (irgendwie) dort angekommen zu sein. Nur sie zwei, die Natur und der weite Himmel. Es ist ein Moment perfekter, trauter Zweisamkeit. Bis er plötzlich sein Smartphone zückt – das Display leuchtet auf. «Siehst du», sagt er stolz. «6.17 Kilometer, das sind 8943 Schritte. Wir haben die 10'000er-Marke heute fast geschafft». Seine Schrittzähler-App misst Entfernung, Schrittzahl und die zurückgelegte Zeit. Er hat Spass an der technischen Spielerei mit der leistungsorientierten Komponente. Sie kann nicht wirklich nachvollziehen, was er daran so toll findet, sich auf Schritt und Tritt tracken zu lassen.

 

Männer finden Apps toll, die ihnen zeigen, welche Leistung sie erbracht haben – sie wollen gewinnen. (Foto: shutterstock.com/Luis Molinero)

 

 

Männer, nein Kerle, wollen gewinnen. Sie zielen darauf ab, ihren Gegner auszuschalten und applaudierend einen Pokal in die Luft zu recken. Und wenn kein Pokal, dann mindestens auf das Siegertreppchen steigen. Oder zurück in der Realität und nach journalistisch stichhaltigen Gesichtspunkten erklärt: Männer messen ihre (sportliche) Leistung nun mal gerne. Und wenn eine App sie spielerisch unterstützt – dann umso besser. Dabei können sie auf dem Smartphone gleich noch auf ein paar Knöpfen herumdrücken, beziehungsweise wischen. Das passt auch evolutionsbedingt zum technischen, oder weiter zurückgeschaut, zum brachialen, handwerklichen Interesse der Männer. Das klingt alles sehr klischeehaft. Und das ist es auch. Das Kind im Mann will spielen. Und Spiele gibt es im App-Center zu Hauf zum Downloaden: vom Scrabble für Intelligenzbestien, über Tetris für Nostalgiker, bis hin zu etlichen Kampfspielen für Adrenalinjunkies. Jedes erreichte Level gibt dem Spieler neuen Ansporn.

Das männliche Geschlecht schätzt neben der Telefonie und Kommunikationsdiensten wie WhatsApp den praktischen Nutzen von Smartphones.  

«Schatz, wie wird das Wetter morgen?», fragt die Frau und der Mann hat die Antwort parat. Ganz früher hat er einfach in die Wolken geschaut, dann in die Zeitung, es folgte Teletext und jetzt das Smartphone mit ausgeklügelten Apps wie AccuWeather, die Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlagsrisiko Stunden voraussagen können. Das männliche Geschlecht schätzt neben der Telefonie und Kommunikationsdiensten wie WhatsApp den praktischen Nutzen von Smartphones. Dabei sind Nachschlagewerke und Navigationshelfer hoch im Kurs. Sie verschwenden also gesamthaft gesehen, obwohl verschwenden ein relativer Begriff ist, weniger Zeit mit dem Smartphone als das andere Geschlecht.

 

 

 

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