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Die Menschen hinter dem Netz

Damit wir unsere Handys nutzen können, braucht es den Einsatz zahlreicher Spezialisten. Storys zeigt die Menschen hinter dem Mobilfunknetz.

H. Honegger/M. Leibacher (Text), Markus Lamprecht (Fotos), 7. Oktober 2015

Wir nutzen Handys mit einer Selbstverständlichkeit, die etwas unheimlich anmutet. Gibt es mal keinen Empfang, verdrehen die meisten von uns entnervt die Augen: Wieder mal typisch! Nur: Solche Situationen fallen vor allem auf, weil sie so selten sind. Die Schweiz hat eines der besten Mobilfunknetze der Welt: 98 Prozent der Bevölkerung können den schnellsten Mobilfunkstandard 4G nutzen, 99 Prozent 3G und 100 Prozent nutzen 2G.  

 

 

Spezialisten im Einsatz

 

Damit dies möglich ist, braucht es eine milliardenteure Infrastruktur und vor allem zahlreiche Spezialisten, die das Netz am Laufen halten. Beispielsweise Reto Christen, der als einer von 103 bestens ausgebildeten Netztechnikern mehr als 6500 Antennenstandorte in der Schweiz überwacht, damit Störungen verhindert oder – im Falle eines Falles – möglichst schnell behoben werden. Christen über seine Arbeit:

«Wir stehen täglich vor neuen Herausforderungen. Bisher habe ich noch nie erlebt, dass wir für ein Problem keine Lösung gefunden haben. Ganz nach dem Motto: <Geht nicht, gibt’s nicht>.»

Seine Verantwortung wiegt schwer: Auf dem Swisscom-Mobilfunknetz werden pro Jahr über 14 Milliarden Anrufe getätigt, die Handynutzer telefonieren insgesamt über 16 Milliarden Minuten.

 

 

Was es alles braucht


Mobilfunkkritiker fragen sich, warum es überhaupt so viele Antennen braucht. Die Erklärung ist einfach: Je mehr Menschen auf engem Raum telefonieren und surfen, desto kleiner ist der Wirkungsradius einer Mobilfunkantenne. In Städten und Ballungsgebieten stehen die Antennen praktisch dicht an dicht, in ländlichen Gebieten deckt eine einzige Dutzende Quadratkilometer ab.

Urs Hirter verlegt mit seinem Team jährlich viele Kilometer Glaskabel. Er schätzt den täglichen Kontakt mit Kunden und Behörden.

Die Antennen selbst sind mit Glasfaserkabeln untereinander verbunden. Rund 10’250 Kilometer Glasfaserkabel haben Urs Hirter und die Bautrupps der Swisscom in den letzten Jahren verlegt, um das Netz 4G-fähig zu machen.

 

 

1/6 «Die Dynamik der technischen Entwicklung motiviert mich. Mir gefällt, wie wir im Team mit Einsatz und Freude die hochgesteckten Ziele erreichen.» Patrik Becher, Head of Wireless Access

2/6 «Ich warte gespannt auf das Internet der Dinge. Ob erst dieses kommt oder ich vorher schon Südamerika mit dem Mountainbike entdecke, lasse ich offen.» Stefano Ricca, Fachexperte Mobile Access

3/6 «Es macht riesig Spass, dass wir in der Mobilfunktechnik weltweit an der Spitze mitmachen. Darauf bin ich richtig stolz.» Patrick Widmer, Network Operations

4/6 «Ich arbeite da, wovon andere Männerherzen nur träumen – im Umfeld der neusten mobilen Endgeräte, Technologien und Wearables: Die rasante Entwicklung der Smartphones macht jeden Tag speziell.» Bernhard Jenni, Head of Department Mobile Devices

5/6 «Mir gefällt der Kontakt mit den Kunden und den Behörden. Privat empfehle ich meinen Kollegen, Dienste wie Drop- oder Storebox zu nutzen.» Urs Hirter, Oberbauleiter Network Construction

6/6 Reto Christen kontrolliert als Netztechniker mit seinen 103 Kollegen alle 6500 Antennenstandorte, damit es keine Störungen gibt.

1/6 «Die Dynamik der technischen Entwicklung motiviert mich. Mir gefällt, wie wir im Team mit Einsatz und Freude die hochgesteckten Ziele erreichen.» Patrik Becher, Head of Wireless Access
 
 
Rasant wachsendes Datenvolumen

 

Dieser Aufwand ist bitter nötig: Das Datenvolumen im Mobilfunknetz verdoppelt sich jedes Jahr. 2015 waren es 77 Milliarden Megabytes, das ergäbe, auf CDs gespeichert, einen 33 Kilometer hohen CD-Turm. Dieses Wachstum wird nicht zuletzt mit leistungsfähiger Software aufgefangen. Stefano Ricca ist einer der Spezialisten, die heute an Lösungen tüfteln, um morgen ein noch leistungsfähigeres Netz bereitzustellen. Ricca testet mit seinen Kollegen schon heute die neue Technologien von morgen:

«Wir testen, damit unsere Kunden beim mobilen Surfen immer aus dem Vollen schöpfen können.»

Software-Spezialisten, Ingenieure, Planer, Netzwerktechniker, Bauarbeiter oder Baggerfahrer: Sie alle braucht es, damit wir in aller Selbstverständlichkeit und in jeder Lebenslage unsere Handys nutzen können. In der Bildergalerie oben zeigen wir Ihnen einige dieser Spezialisten an ihrem Arbeitsplatz. Sie sorgen mit Herzblut dafür, dass wir uns nicht öfter über fehlenden Empfang nerven müssen.

 

Das beste Netz - by Bryan Adams

Artikel zur Woche, in der Bryan Adams die Schweiz fotografiert hat.

swisscom.ch

 

 

 

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