Treffen der Shopleitergenerationen

«Das war guter Verkauf!»

Brigitte Seiler ist die älteste Shopleiterin bei Swisscom. Sie besucht den Junior-Shop in Düdingen, der von Lernenden geführt wird – und schaut dem jungen Shopleiter Massimo Cipri über die Schultern.

Christoph Widmer (Text), Nicolas Bazo (Fotos), 24. Mai 2017

Massimo Cipri geht auf die Knie. Nachdem er einer Mutter und ihrem 11-jährigen Sohn Smartphone-Abos erklärt hat, blickt der Swisscom Shopleiter jetzt zum Jungen hinauf – und stellt ihm geduldig verschiedene Handyhüllen vor. Wenige Meter entfernt beobachtet eine Frau das Geschehen. Ihr prüfender Blick weicht einem zufriedenen Lächeln, während sie sich Notizen macht.

 

Es handelt sich um Brigitte Seiler, die älteste Shopleiterin bei Swisscom. Die 60-Jährige besucht den Shop der Lernenden und macht sich ein Bild davon, wie Massimo, der jüngste Filialleiter, arbeitet. Der 18-Jährige führt den Swisscom Shop in Düdingen – wo nicht nur er, sondern auch seine Mitarbeiter Lernende sind. «Die Filiale ist seit drei Jahren ein Junior-Shop», erklärt Lernenden-Coach Hanspeter Hofer, der die Arbeit der Jungen in Düdingen betreut. «Die meisten Mitarbeiter in Düdingen kommen von anderen Standorten. Hier können die Lernenden für ihr Tun die volle Verantwortung tragen und Funktionen übernehmen, die sie in ihren eigenen Läden nicht erleben dürfen.»

 

 

Brigitte beobachtet genau, wie Massimo seine Kunden berät.

 

 


Berufslehre bei Swisscom

 

Bei Swisscom arbeiten die Lernenden von Anfang an in praxisrelevanten Projekten. Diese werden von Mitarbeitenden auf einem Online-Marktplatz ausgeschrieben. So gestalten die Lernenden ihre Ausbildung selbst, lernen verschiedene Unternehmensbereiche kennen und übernehmen direkt Verantwortung. Auch der Junior-Shop in Düdingen ist ein Swisscom Projekt, für das sich Lernende bewerben können.

 

«Heute weiss ich genau, wie ich die Planung anzugehen habe, wer welches Ämtli im Shop übernimmt, und wann die Mitarbeiter Schulunterricht haben.»

Massimo Cipri, Leiter Swisscom-Shop Düdingen Brigitte kennt den Junior-Shop gut: Sie hat selber schon Lernende für 6 Monate nach Düdingen schicken dürfen. «Es ist wirklich eine gute Sache», sagt sie. «Die Lernenden kamen viel selbstständiger zurück, und sie zeigten auch viel mehr Verständnis für meine Arbeit als Shopleiterin.»

 

Bei Massimo war es nicht anders: «Es war eine ziemlich grosse Umstellung, gerade am Anfang brauchte ich oft Hanspeters Hilfe», sagt er. «Doch dann habe ich begonnen, mich selbst zu organisieren. Heute weiss ich genau, wie ich die Planung anzugehen habe, wer welches Ämtli im Shop übernimmt, und wann die Mitarbeiter Schulunterricht haben.» Auch den anderen Shopmitarbeitern gefällt die Arbeit mit Massimo. Da alle im Shop ungefähr gleich alt sind, sei der Umgang untereinander besonders locker und kollegial.

 

 

Alter prägt Beratung


Trotzdem treten manchmal Generationenkonflikte auf: Etwa bei der älteren Dame, die ein ganz bestimmtes Swisscom Abo kaufen will. Massimo erklärt, dass sie es nicht mehr anbieten – ohne aber mehr auf die Frau einzugehen und ihr Alternativen zu zeigen. Das fällt auch Brigitte auf: «Er hätte noch mehr nachhaken können, für was die Dame ihr Handy denn braucht. So hätte er sie womöglich für ein anderes, ebenbürtiges Abonnement überzeugen können.»

 

 

Auch bei langen Kundenberatungen bleibt Massimo geduldig.

 

 

Manche Kunden sind den Lernenden gegenüber gar skeptisch. «Es gibt Leute, die aus Prinzip nicht von Lernenden bedient werden wollen», erklärt Hanspeter Hofer. «Dann berate ich, sozusagen als erfahrener Mitarbeiter – obwohl ich genauso Verkäufer bin wie die Lernenden auch.»

«Die Zubehörwand ist hier schöner ausgestellt als bei mir.»

Brigitte Seiler, Leiterin Swisscom-Shop Interlaken

Für seine nächsten Kunden hat Massimo aber bereits dazugelernt. Ein Paar sucht seine Hilfe: auf ihrem Handy funktioniert Whatsapp nicht mehr. Massimo hält schnell eine Antwort bereit: Ihr Gerät ist zu alt, Software-Updates seien nicht mehr möglich. Rund 45 Minuten führt Massimo das Paar durch den Shop, zeigt ihnen die verschiedensten Geräte – und schliesst einen Verkauf ab. Die Kunden verabschiedet er nun händeschüttelnd. Brigitte freut sich: «Der Handschlag war sehr höflich und sympathisch. Und er hat ihnen alle Vorteile des Geräts aufgezeigt und die einzelnen Abos verständlich erklärt. Das war guter Verkauf!»

 

 

Brigitte war zufrieden mit Massimos Arbeit.

 

 

Für ihren eigenen Shop in Interlaken hat sich Brigitte sogar etwas von den Lernenden abgeschaut: «Die Zubehörwand ist hier schöner ausgestellt als bei mir», gesteht sie. «Ich habe sie jetzt fotografiert und schaue, dass ich sie in Interlaken genauso gestalten kann.»

 

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