Studie: Digitalisierung und Klimaschutz

«Smart» gegen Treibhausgase

Klimaschutz dank Digitalisierung: Die technologische Entwicklung erleichtert nicht nur unser Leben, sondern wirkt sich auch positiv auf unsere Umwelt aus. Wie? Das zeigt eine Studie von Swisscom in Zusammenarbeit mit dem WWF und der Universität Zürich.

Luk von Bergen (Text), 9. August 2017

Licht löschen, wenn man nicht im Raum ist. Waschmaschine ganz füllen, bevor man wäscht. Das Auto für kurze Strecken in der Garage lassen. Es gibt Dutzende Tipps, wie jeder einzelne Mensch im Alltag Energie sparen kann. Es geht dabei aber nicht bloss um den eigenen Geldbeutel, sondern um nicht weniger als den Zustand des Planeten. Auch der Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) kann einen grossen Beitrag leisten zur Senkung von Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen). Das heisst: Dank «smarten» Technologien können wir Energie sparen und somit nachhaltiger leben. Die Studie «Chancen und Risiken der Digitalisierung für den Klimaschutz in der Schweiz» zeigt mehrere Lösungsvorschläge auf.

 

 

Mobile Geräte statt Desktop-Computer

 

Alte Stromfresser aussortieren, mobile Geräte benutzen. Diese sind umweltschonender, da ihr Stromverbrauch auf niedrigem Niveau gehalten werden muss, um eine lange Laufzeit mit kleinen und leichten Akkus zu erreichen. Entscheidend ist dabei laut der Studie, dass der gesamte Lebenszyklus der Produkte «grüner» wird und die Emissionen auch in den Herstellungsländern verringert werden können. Die grössten Risiken für diese Entwicklung sind die Wegwerfmentalität für digitale Elektronik und die wachsende Zahl von Geräten pro Kopf.

 

 

Viele Lösungen sind «smart»

 

Das Potenzial der IKT zur branchenübergreifenden Minderung von THG-Emissionen ist ebenfalls gross. Beispielsweise in Transport und Verkehr. Logisch: Ein Lastwagen, der zwanzig Pakete von A nach B transportiert, verursacht weniger Emissionen als zwanzig Lastwagen, die jeweils ein Paket geladen haben und dieselbe Strecke fahren. «Smarte», IKT-basierte Lösungen könnten für eine bessere Auslastung solcher Transporte sorgen. Dies gilt auch für den Individualverkehr, für innovative Formen und bessere Vernetzung des Carsharings.

 

 

Dank intelligenten Heizsystemen wie Tiko reduzieren Sie den Energieverbrauch des Eigenheims.

 

 

Weiteres Potenzial sieht die Studie in «smarten» Gebäuden mit intelligenten Heizsystemen, welche den Energieverbrauch deutlich reduzieren, ohne den Komfort zu schmälern. Die Lösung von Swisscom: Tiko. Wie Tiko funktioniert, zeigt der Beitrag auf Swisscom Storys.

 

Der IKT-Sektor tüftelt zudem laufend an Lösungen, welche das ortsunabhängige Arbeiten erleichtern. So können etwa Büroflächen reduziert und Pendlerdistanzen gesenkt werden. Swisscom arbeitet beispielsweise intensiv an «Work Smart»-Lösungen. Worum es geht, lesen Sie im Artikel auf Swisscom Storys. Lösungen dieser Art sind allerdings nur dann durchschlagskräftig und akzeptabel, wenn Unternehmen und Endverbraucher sie einfach und sicher anwenden können.

 

 

Den grossen Fussabdruck verkleinern

 

Der THG-Fussabdruck des IKT-Sektors basiert auf einer verbrauchsorientierten Sicht. Das heisst, dass den in der Schweiz genutzten IKT-Geräten und -Dienstleistungen auch Emissionen zugerechnet werden, welche bei der Produktion in anderen Ländern entstehen. Noch übertreffen die THG-Emissionen des Schweizer IKT-Sektors dessen Bestrebungen zur Emissionsminderung um mehr als das Dreifache. Dies kann sich bis 2025 jedoch massiv ändern. Die IKT hat das Potenzial, viel weniger Emissionen zu verursachen und gleichzeitig deutlich mehr zu vermindern (siehe Grafik). Unternehmen aller Art und Privathaushalte können ihren Beitrag dazu leisten. Indem sie beispielsweise stationäre Geräte durch mobile Produkte ersetzen und prüfen, welche «smarten» Lösungen für sie in Frage kämen. Gleichzeitig ist die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die sichere, datenschutzfreundliche und energieeffiziente IKT-Lösungen fördern.

 

 

In welchem Bereich kann wie viel Energie gespart werden? Die Grafik der Studie der Universität Zürich zeigt's auf. Quelle: Institut für Informatik Universität Zürich

 

Nachhaltig leben

Ressourcen effizient nutzen, CO2 einsparen und die Chancen der Digitalisierung nutzen: Swisscom setzt sich für Klimaschutz ein. Mehr dazu finden Sie auf der Swisscom-Webseite.

 

 

 

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