#SnowDrawings: Eiskalte Fan-Botschaften

Wie «Heidi» durch den Schnee fräst

Die Roboter heissen «Heidi», «Rosie» und «Berta». Ursprünglich waren sie drei simple Schneefräsen, jetzt stehen sie bepackt mit modernster Technik an der Ski-WM in St. Moritz im Einsatz. Wenn alles klappt, «fräsen» sie einzigartige Kunstwerke autonom in den Schnee.

Laurent Seematter (Text), 17. Januar 2017

Gustav Thöni gewann hier Gold, Franz Klammer und Anja Pärson auch. Bereits zum fünften Mal messen sich die weltbesten Rennfahrer zwischen dem 6. und 19. Februar in St. Moritz. In keinem anderen Ort in den Alpen sind die Fans so skibegeistert wie hier im Engadin. Auf die lautstarke Unterstützung dürfen sich die über 600 Athleten aus 70 Ländern auch dieses Jahr freuen. Besonders auch die hochkarätigen Swiss-Ski-Athleten Lara Gut, Wendy Holdener, Carlo Janka, Daniel Yule, Patrick Küng und Beat Feuz: Ob es ihnen gelingt, die erhoffte Goldmedaille zu gewinnen?

 

 

Fanpower in den Powder gezeichnet


Auf der Jagd nach einem Podestplatz dürfen die Lokalmatadoren auch auf eine Unterstützung zählen, die es in dieser Form noch nie gab: Mit dem Projekt #SnowDrawings bietet Swisscom den Fans eine Plattform, um mit eigenen Sprüchen und Wünschen die Sportler zu unterstützen. Umgesetzt wird das Projekt von einem internationalen Team, in dem Techniker, Künstler und Logistiker eng zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt: die drei Roboter «Heidi», «Berta» und «Rosie». Aus den ehemals konventionellen Schneefräsen haben die Ingenieure selbstfahrende Roboter entwickelt.

 

 

 

 

 

 

Eine technologische Herausforderung


Für Yifei Chai von der Londoner Agentur UNIT9 war das Projekt eine riesige Herausforderung: Die Agentur hat nach einer Idee gesucht, wie man Technik mit der Natur und den Ski-Fans verbinden kann – und haben verschiedene Möglichkeiten geprüft: «Wir haben uns entschieden, automatisierte Schneefräsen einzusetzen.» Kurz: Die Idee für «Heidi», «Berta» und «Rosie» war geboren.

 

«Für dieses Projekt haben wir sogar eine eigene Schreibschrift entwickelt, die auf die Schneefräsen, die keine Leerzeichen machen können, angepasst ist», fügt Yifei Chai hinzu. Bevor sie in den Schnee gefräst werden können, müssen die Fanbotschaften in eine Matrix von Raumkoordinaten umgewandelt werden, die die Beschaffenheit des Geländes berücksichtigen. Diese Daten werden schliesslich an die Roboterschneefräsen übermittelt.

 

 

Kreativdirektor Yifei Chai hofft auf optimale Schneebedingungen in der Schweiz. 

 

 

Auf den Zentimeter genau

 

Doch auch für die Maschinen mit «Bodenhaftung» blieb die Herausforderung gross. «Heidi», «Berta» und «Rosie» werden von einem ultrapräzisen GPS-Navigationssystem des Schweizer Unternehmens U-Blox gesteuert, das von einem eigens installierten 4G-Netz unterstützt wird. Dank dieser Vernetzung ist es den Maschinen möglich, die Fanbotschaften zentimetergenau in den Schnee zu übertragen. Alles, was es jetzt noch braucht, ist genügend Schnee. Dann können die Kunstwerke auf einer Fläche von gut 12 Fussballfeldern bestaunt werden.

 

 

Die Skihalle in der Nähe von London bietet genug Pulverschnee für die Vorbereitungsarbeiten zu #SnowDrawings.

 

 


Hauen Sie in die Tasten!

 

Nun sind Sie dran. Besuchen Sie die #SnowDrawings-Website und hinterlassen Sie eine motivierende Botschaft für Ihren Lieblingsathleten oder Lieblingsathletin. Mit viel Kreativität und ein wenig Glück wird Ihre Botschaft während der Ski-WM schon bald im Pulverschnee von St. Moritz zu sehen sein!

 


 

#SnowDrawings  

Feuern Sie mit Ihrer Botschaft unter #SnowDrawings Ihren Lieblingsathleten an!

 

 

 

 

 

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