Story: watson.ch

Cyber-Attacken gegen Schweizer Online-Shops

15. März 2016

 

 

Ein gross angelegter Angriff von Hackern hat in den letzten Tagen diverse Schweizer Online-Shops wie digitec.ch, microspot.ch, galaxus.ch, interdiscount.ch und die Website der SBB lahmgelegt.

Bei den Angriffen handelt es sich um sogenannte DDoS-Attacken (Distributed-Denial-of-Service), die die Server der Unternehmen so stark überlasten, dass sie ausfallen. «Dabei werden hunderte oder tausende von Computern dazu benutzt, Daten-Anfragen an die Opfer-Systeme zu senden. Daher erfolgt der Angriff verteilt, also ‹distributed›», erklärt Stephan Rickauer, IT Security Analyst bei Swisscom.

«Ein normaler Webshop kann sich diesen Überlastungsangriffen kaum erwehren.» 

Stephan Rickauer, IT Security Analyst bei Swisscom

Gemäss Rickauer lässt sich ein solcher Angriff recht einfach durchführen. Entsprechende Kontakte vorausgesetzt, kann man einen DDoS-Angriff für ein paar Dollar mieten. Der Preis hängt von Dauer, Volumen und DDoS-Technologie ab. Ein normaler Webshop kann sich diesen Überlastungsangriffen kaum erwehren, da er meist die Internet-Konnektivität eines Providers nutzt. Professionelle Dienstleister wie Swisscom bieten ihren Kunden entsprechende Anti-DDoS-Dienste an. In einem Angriffsfall wird die Überlast bereits im Netz abgefangen, sodass das Kundensystem davon nicht betroffen wird.

«DDoS-Angriffe werden vor allem für das Erpressen von Geld eingesetzt. Zahlt man nicht, geht der eigene Dienst einige Stunden oder sogar Tage offline, was einen entsprechend wirtschaftlichen Schaden erwirkt. Es gibt allerdings derzeit keine Hinweise, dass die Schweizer Shops entsprechende Forderungen erhalten haben, so dass die Motive des Angriffs im Unklaren liegen», erklärt Rickauer.


 

Artikel und Interview

Lesen Sie den ganzen Artikel auf watson.ch

 

Ein Interview zu den aktuellen Cyber-Attacken mit einem Sicherheitsexperten gibt es auf 20minuten.ch