Kein Reinfall

Das Navi fürs Velo

Fahrrad fahren und mit dem Handy den Weg suchen? Keine gute Idee. Definitiv gut ist hingegen die Navi-Lösung des kanadischen Startups «SmartHalo».

Hansjörg Honegger/Marcel Leibacher, 11. September 2015

Navigieren im Auto ist easy: Die Stimme sagt, wohin es geht, der Bildschirm zeigt, wohin es geht. Auf dem Fahrrad ist es heavy: Keine Stimme. Und höchstens ein kleiner Handy-Bildschirm könnte den Weg weisen. Kommt dazu, dass ein zu langer Blick auf die Navi-Anzeige im Stadtverkehr keine gute Idee ist.

 

Alle diese Probleme verspricht «SmartHalo» zu lösen. Die Idee ist bestechend einfach: Das Navi ist ein simpler Kreis, auf dem in Farbe deutlich angezeigt wird, in welche Richtung man fahren muss. Smarthalo ist mit dem Smartphone verbunden und übersetzt die Navigationsanleitung der eigenen App. Das ist aber noch nicht alles: Bei Dämmerung aktiviert sich automatisch eine Lampe, ein Diebstahlschutz sorgt im Fall der Fälle für einen lautstarken Alarm. Sogar ein Tacho ist Smarthalo – das Gerät zeichnet auf, wie weit und wie schnell man fährt. Und natürlich ist Smarthalo, so versprechen es die Hersteller, unempfindlich gegen Regen, Staub und Dreck.

«Eine gut sichtbare Fahrhilfe entspricht sicher einem Bedürfnis von Velofahrern.»

Uolf Grass, Produktmanager Veloplus

Im guten Wetterschutz und der klaren Signalgebung sieht Uolf Grass (Produktmanager bei Veloplus) die Vorteile gegenüber der Fahrhilfe per Handy. Mit der Grundidee, das Handy mit einer externen Anzeige zu kombinieren, ist das kanadische Startup jedoch nicht alleine. Grass kennt mit «Hammerhead» ein zweites Produkt, das vor der Einführung in den Markt steht: «Eine gut sichtbare Fahrhilfe entspricht sicher einem Bedürfnis von Velofahrern.» Zumeist würden solche Projekte mit Open-Street-Map auf ein Kartenmaterial setzten, dass sich auch in der Schweiz schon gut bewährt hat.

 

 

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Blick über die Schulter bei Smarthalo: die Entwickler und Tester im Gespräch (©SmartHalo)

 

 

Für Endkunden läuft Frist

 

Das Gadget von Smarthalo gibt es im Moment noch nicht zu kaufen. Das Startup ist einer Finanzierungsrunde, um den Marktauftritt vorzubereiten. Die Investoren glauben an das Produkt: Bereits am ersten Tag wurde auf dem Startup-Portal Kickstarter das Finanzierungsziel von 64 000 Dollar um das doppelte Übertroffen. Vorbestellungen können jetzt schon aufgegeben werden, im Moment für 99 Dollar. Der Endpreis soll bei 149 Dollar liegen.

 

Navi fürs Velo

Die Anbieter zum Vergleichen:

Hammerhead

SmartHalo

 

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