Mobilität der Zukunft

Diese Folgen haben selbstfahrende Autos

Im Jahr 2040 wird laut Mobilitätsexperten nur noch ein Bruchteil der heutigen Autos von Menschen gesteuert werden. Das wird die Gesellschaft und die Wirtschaft tiefgreifend verändern und teilweise skurrile Folgen haben.

Tanja Kammermann (Text), 28. November 2017

Unsere Autos stehen 96 Prozent der Zeit ungenutzt auf den Parkplätzen, sie sind teuer in der Anschaffung und im Betrieb, und sie sind im Pendlerverkehr mit durchschnittlich 1,1 Personen pro Fahrzeug schlecht ausgelastet. Das hat das ASTRA, das Bundesamt für Strassen, in einer Studie herausgefunden. Zudem sind menschliche Fahrer fehleranfällig, weil zu emotional. «Das selbstfahrende Auto wird die Welt massiv verbessern», sagt Ferdinand Dudenhöffer, Gründer und Direktor des CAR (Center Automotive Research) an der Universität Duisburg-Essen. Selbstfahrende Autos werden die Welt verändern – wie die folgenden Beispiele zeigen.

 


Kaum mehr Unfälle


Über 90 Prozent der weltweit 1,2 Millionen Verkehrstoten jährlich sterben durch menschliches Verschulden. Signifikant gestiegen sind in den letzten Jahren Unfälle mit Lastwagen, Fahrradfahrern und Fussgängern. «Die Verantwortung des Fahrers, rechtzeitig auf kritische Situationen zu reagieren, wird sukzessive auf vernetzte Assistenzsysteme ausgelagert werden», so Stefan Mauron, 5G-Experte von Swisscom. Autonome Fahrzeuge werden darauf programmiert sein, niemals einen Unfall zu verursachen. Das wird Zehntausende Menschenleben retten und Millionen an Gesundheits- und anderen Kosten sparen.

 

 

Was in dieser Montage gleich kracht, soll es in Zukunft nicht mehr geben: Selbstfahrende Autos sind darauf programmiert, Unfälle zu vermeiden.   

 

 

Verkehrspolizei braucht es nicht mehr

 

Es wird keine Bussen, kein Fahren im angetrunkenen Zustand oder sonstige Übertritte des Strassenverkehrsgesetzes mehr geben. Darum braucht es auch keine Verkehrspolizei mehr.



Berufe werden sich verändern

 

Automatisierte Fahrzeuge werden Chauffeure von Lastwagen, Bussen und Taxis zunehmend ersetzen (wenn wohl auch nie vollständig). Dafür wird es in Zukunft mehr geschultes Personal für den Transport von Menschen im Rollstuhl, mit Gehbehinderung oder mit Demenz brauchen. Neu werden beispielsweise Ingenieure für selbstfahrende Autos benötigt.

 

 

Zugang zum Auto für alle

 

Behinderte, alte und blinde Menschen wie auch Menschen ohne Fahrausweis werden genauso Zugang zu Autos haben wie alle andern.

 

 

«Zum Stadtpark, bitte.» In Zukunft brauchen Autofahrer keinen Führerschein mehr.  

 

 

Umwelt wird geschont, Benzinverbrauch geht massiv zurück

 

Treibhausgase, die heute durch den Autoverkehr verursacht werden, könnten um bis zu 94 Prozent reduziert werden, erklären Forscher des Lawrence Berkeley National Lab, die sich mit den Umweltvorteilen autonom fahrender Autos beschäftigt haben. Gleichzeitig könnte der heutige Benzinverbrauch auf nahezu null reduziert werden, wenn alle selbstfahrenden Autos nur noch rein elektrisch betrieben würden.

 

 

Mehr Carsharing, mehr Autonutzung?

 

Das Besitzen von Autos wird aus der Mode kommen, der Spass am Fahren jedoch nicht, prognostiziert McKinsey. Viele werden den Weg zur Arbeit in einem geteilten Pool-Fahrzeug zurücklegen und am Sonntag mit einem leistungsstarken Spassauto herumfahren. Es ist ähnlich wie beim Essen: An manchen Tagen darf es durchaus Fast Food sein, aber ab und zu gönnen wir uns ein Sterne-Restaurant.

 

 

Zum Spass werden wir auch in Zukunft noch das Steuer in die Hand nehmen.

 

 

Menschen haben mehr Zeit

 

Menschen sparen 50 Minuten pro Tag, die sie früher durchschnittlich im Auto sassen. Zeit, in der sie arbeiten, sich entspannen und Medien konsumieren können. Jede Minute, die Menschen im Auto ungestört mobil surfen können, bedeutet ein weltweites Umsatzpotenzial in Millionenhöhe. Die mobile Datennutzung wird laut einer Statistik von Ericsson um das Zehnfache steigen.

 

 


Selbstfahrende Autos nur dank 5G

 

«Ich erwarte wegen der hohen Datenraten des neuen Mobilfunkstandards 5G viel umfangreichere Infotainment-Anwendungen, als wir sie heute bereits auf Langstreckenflügen kennen. Um ein Hindernis im Voraus zu signalisieren, werden in Echtzeit Umgebungsdaten und Verkehrsinformationen gesammelt, welche die Route, das Bremsen oder die Geschwindigkeit für jedes Fahrzeug individuell berechnen werden. Die tiefe Latenz von 5G-Netzen wird dazu beitragen, dass Fahrzeugkolonnen in dichten Platoons zügig auf Autobahnen fahren können. Die dynamische Netzkonfiguration ermöglicht ein augenblickliches Reagieren auf sich schnell verändernde Anforderungen und garantiert beispielsweise den Netzzugang für Blaulichtfahrzeuge während eines Notfalls», so Stefan Mauron, 5G-Experte bei Swisscom.

 

 

 

Selberfahren wird die Ausnahme

 

Die grösste Herausforderung wird die Übergangsphase vom herkömmlichen Fahren zum autonomen Fahren darstellen. Und irgendwann werden viele Strecken für Selbstfahrer gesperrt werden, damit diese die ganze menschenleere Verkehrsinfrastruktur nicht total durcheinanderbringen. Man macht dabei den Vergleich mit dem Pferdesport, den ja auch niemand mehr in der Innenstadt betreibt.

 


Mehr Platz in Innenstädten

 

Apropos Innenstadt: Automatisches Parkieren ausserhalb der Stadtzentren und engere Parkplätze, in die Autos vollautomatisch manövrieren, werden etwa 25 Prozent der Parkplätze in den Städten überflüssig machen. Die Fläche kann für den Bau von Spielplätzen, Parks oder Ähnlichem genutzt werden.

 

 

Mehr Roboter

 

Vollautonome Fahrzeuge und Roboter beruhen auf ähnlichen Technologien. Die Verbreitung von selbstfahrenden Autos wird daher auch den Markterfolg von Robotern in anderen Bereichen beschleunigen.

 

 

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Stefan Mauron brennt bei Swisscom für das Thema 5G. Er ist sich nicht zu schade, dafür Dinge selber zu entwickeln, wenn es noch keine fertigen Produkte zu kaufen gibt. Dabei macht er sich auch mal die Hände schmutzig.

 

Andere nennen es «das beste Netz der Schweiz»: Wir nennen es das Netz der Zukunft.

5G und Geschwindigkeiten von 1 Gbit/s machen vernetzte Gegenstände und selbstfahrende Autos erst möglich. Freuen Sie sich über noch mehr Speed vom Testsieger und surfen Sie an immer mehr Orten mit

1 Gbit/s. Mehr Infos auf swisscom.ch/netz.  

 

 

5G für die Schweiz

Mehr zum neuen Mobilfunkstandard 5G von Swisscom.

 

 

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