Schweizer Anbieter im Vergleich

Online-Shops in der Schweiz: Preisvergleich lohnt sich

Ein neuer Anbieter mischt seit einem halben Jahr in der Schweizer Online-Shop-Landschaft mit: Siroop. Der Online-Marktplatz will vor allem mit einem grossen Sortiment punkten. Damit ist er aber nicht alleine.

Christoph Widmer (Text), 28. Oktober 2016

Seit Frühling gibt es einen neuen Player unter den Schweizer Online-Shops: Siroop will sich mit einer breit gefächerten Produktpalette gegen die Konkurrenz durchsetzen. Doch mit Warenhäusern wie Galaxus oder Jelmoli und Anzeigenportalen wie Anibis verfügt die Schweiz bereits über attraktive Anbieter. Wo liegen aber die Stärken und Schwächen der Schweizer Online-Shops? Ein Vergleich soll Klarheit schaffen.

 


Direkter Preisvergleich dank Online-Marktplatz


Siroop wartet mit einem ähnlichen Konzept wie der US-Riese Amazon auf. Beim Joint-Venture von Coop und Swisscom handelt es sich ebenfalls um einen Online-Marktplatz: Siroop ist eine Plattform, auf der Händler ihre Produkte anbieten. Und diese wächst in Rekordtempo: Es sind bereits 220 Händler mit insgesamt über 360'000 Artikeln auf Siroop vertreten. Egal, ob Franz Carl Weber, Vögele Shoes oder kleinere, lokale Geschäfte wie die Breitenmoser Metzgerei oder der Chuchilade Wagmann: Das Angebot auf Siroop ist vielfältig.

Damit wird der Preisvergleich noch einfacher; denn wo mehrere Händler sind, lassen sich verschiedene Angebote für die gleichen Artikel finden.

Und es nimmt weiter zu. Das Portal hat schon Anfragen von 1700 weiteren Händlern erhalten, die auf dem Marktplatz vertreten sein wollen. Für Seitenbesucher wird damit der Preisvergleich noch einfacher; denn wo mehrere Händler sind, lassen sich verschiedene Angebote für die gleichen Artikel finden. Schon jetzt profitieren Schnäppchenjäger von den Angeboten der günstigsten Siroop-Händler.

 

 

Manche Online-Shops bieten nur eingeschränkte Zahlungsmöglichkeiten.  

 

 

Unterschiedliche Bezahlarten


Egal, auf welchen Anbieter die Wahl fällt: Siroop verrechnet bei der Bestellung keine Kreditkartengebühren und liefert kostenlos. Stark sind ausserdem die Bedingungen für Rücksendungen: Dank Retourenlabel sind sie ebenfalls kostenfrei, Siroop erstattet bei geöffneten Artikel ohne Gebrauchsspuren mindestens 90 Prozent des Warenwerts zurück. Dagegen hapert es bei den Bezahlarten: Eine Bestellung auf Rechnung ist zwar möglich, doch diese kann nur mittels Online-Banking beglichen werden, Siroop versendet keine Einzahlungsscheine. Ebenso wird die Bezahllösung Twint nicht unterstützt.

 

 

Schnelle, flexible Lieferung bei Galaxus


Trotz diesem Bezahl-Dämpfer macht Siroop vieles richtig, gerade das grosse Angebot überzeugt. Doch Siroops Konkurrenten schlafen nicht. Unter diesen befindet sich auch das Online-Warenhaus Galaxus, das der Online-Marktführer Digitec 2012 aufschaltete. Zusammen bieten die Shops, bei denen die Migros Mehrheitsaktionär ist, rund 270’000 Artikel. Auf Lokales müssen Käufer zwar verzichten; dafür ist der Versand ebenfalls kostenlos, und alle bis 17 Uhr bestellten Artikel kommen in der Regel am nächsten Arbeitstag an – inklusive Samstag.

 

Und wem das nicht passt, der kann seit diesem Jahr bei der Bestellung bevorzugte Liefertage angeben. Galaxus ist Siroop auch bei den Bezahlmöglichkeiten einen Schritt voraus: Twint ist eine von vielen Bezahlarten, die Galaxus unterstützt. Leider gehören auch hier Rechnungen mit Einzahlungsschein nicht dazu.

Bei Jelmoli lässt sich nicht nur per Kreditkarte oder Postfinance Card, sondern auch per Masterpass bezahlen.

Bei den Schweizer Online-Shops mischen aber nicht nur Jungspunde mit. Auch alteingesessene Warenhäuser wittern den Online-Shopping-Trend. Etwa Jelmoli: 1833 als Modegeschäft in Zürich gegründet, sind im Warenhaus heute weit mehr als nur Kleidungsstücke zu finden – auch online auf Jelmoli.ch.

 

Dort lässt sich nicht nur per Kreditkarte oder Postfinance Card bezahlen, sondern auch mit Masterpass. Lieferungen erfolgen dabei mit Post Priority. Auch lohnt sich der Ladenbesuch in der Zürcher Bahnhofstrasse: Stationär bietet Jelmoli nach eigenen Angaben rund 2 Millionen Artikel von 1000 Marken.

 

 

Riesiges Angebot bei Anibis


Second-Hand-Sympathisanten sollten einen Blick auf Anibis werfen: Auf dem Kleinanzeigenportal tummeln sich unzählige Inserenten, die ihre (Gebraucht-)Waren loswerden möchten: Von Büchern über Sport- und Elektronikartikel bis zu Campingfahrzeugen, Musikinstrumenten und Haustieren.

 

Anibis besticht dabei durch ein riesiges, stets aktuelles Angebot: «Keines der knapp 900'000 inserierten Angebote ist älter als 30 Tage», heisst es auf der Website. Vorteil für Smartphone-Shopper: Anibis unterstützt nicht nur die Bezahllösung Twint, sondern hält auch eine gut bewertete App für Android und iOS bereit.

 

 

Sicheres Online-Shopping

 

Mit diesen Tipps gehen Sie beim Online-Kauf auf Nummer sicher:

  • Suchen Sie im Netz nach Erfahrungsberichten zum Anbieter. So erfahren Sie viel über die Seriosität des Online-Shops.
  • Überprüfen Sie, ob Kontaktdaten und AGB leicht auf dem Shop zu finden sind. Telefonnummer und Adressangaben sind ein Muss.
  • Kaufen Sie wenn möglich bei Schweizer Anbietern ein. Schweizer Kunden können ihre Ansprüche besser bei Schweizer Unternehmen als bei ausländischen Anbietern durchsetzen.
  • Vermeiden Sie Bestellungen über Vorauszahlung.
  • Geben Sie Bank- und Kreditkartendaten nur an, wenn die Internetverbindung SSL-verschlüsselt ist. Das lässt sich an der URL feststellen, welche dann mit «https» beginnt.

 

 

Weitere Sicherheits-Tipps fürs Einkaufen im Netz finden Sie auf dem Online-Shopping-Merkblatt der Stiftung für Konsumentenschutz.

 

 

 

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