Die verrücktesten Smartphone-Covers

Handy-Hüllen: Von edel bis durchgeknallt

Das Cover als Statement: Extravagante Smartphone-Hüllen bieten nicht nur Schutz, sondern sagen auch viel über ihre Besitzer aus.

Jörg Rothweiler (Text), 7. Juni 2016

Mehr Extravaganz für weniger Geld gibt es nicht: Mit den Covers von Dressier verwandelt sich das iPhone in einen Parfum-Flakon, Halskette inklusive, oder in ein winziges Handtäschchen. Und das für gerade einmal 3 bis maximal 15 Franken.

 

 

Extravaganz extra billig: die Covers von Dressier. Foto: Amazon.com

 

Sinnfrei und lustig


Das Internet ist die grösste Einkaufshalle der Welt – und entsprechend kann man dort Tausende absolut sinnbefreite Handyhüllen erwerben. Egal ob Frittentüte, Wodka-Flachmann oder Putzmittelflasche – mit den Covers lässt sich das Smartphone zu jedem Job und jeder Leidenschaft passend verkleiden. Gottlob kosten diese Hüllen meist nur wenige Franken.

 

 

 

Schön schräg: Schutzhüllen gibts fast für jede Leidenschaft. Fotos: Amazon.

 

 

Hart und federleicht

Das komplett aus Karbon gefertigte Case fürs iPhone 6 ist 0,4 mm dünn und wiegt lediglich 12 Gramm. Da Karbon drei Mal stärker ist als Stahl bietet es besten Schutz gegen Kratzer, ohne dabei aufzutragen. Der sportliche Look passt hervorragend zu allen, die einen edlen Sportwagen ihr Eigen nennen – oder gelegentlich mieten. Mit 49 Dollar billiger als befürchtet.

 

 

Karbon: Was sich für den Autobau eignet, ist auch für Handy-Hüllen gut genug. Foto: likecoolcase.com.

 

 

Keineswegs auf dem Holzweg

 

In Italien bei Wood´d entstehen die vielleicht ausgefallensten Covers für die neueren iPhone-Modelle sowie für Samsungs Galaxy-Modelle S5, S6 und S6 Edge. Die aus bedrucktem Holz gefertigten Cases sind als Snap-On-Varianten (ab 27 Euro) sowie mit Aluminiumrahmen (114 Euro) erhältlich. Pfiffig: Die Box, in der die Cover geliefert werden, dient später als passender Ständer für das Smartphone.

 

 

Foto: Wood´d

 

 

 

 

1/5 Besonders spektakulär wirken die Hüllen in Echtstein-Optik, Schlangenhaut oder Tierfell. Möglich macht es eine sehr gute Drucktechnik, welche dem schnöden Kunststoff, aus dem die Covers gefertigt sind, eine real wirkende Oberflächenbeschaffenheit verleiht. Der Preis ist fair: ca. 35 Franken). Foto: Madotta

2/5 Die in Brooklyn beheimatete Designwerkstatt EXOvault fertigt von Hand Smartphone-Cases und der Extraklasse an. Aus edlen Hölzern, veredeltem Stah und Aluminium entstehen Handyhüllen, die ihresgleichen suchen. Und die mit Preisen zwischen 160 und 270 Dollar nicht ganz preiswert sind. Foto: EXOvault

3/5 Ein weiteres Beispiel von EXOvault.

4/5 Die aus massivem, handpoliertem Titan und echtem Gold gefertigten Smartphone-Cases von Gresso gehören zu den teuersten Handyhüllen. Mindestens 1000, meist aber zwischen 3000 und 5000 Dollar muss investieren, wer eines der Edeletuis aus Miami besitzen will. Foto: Gresso

5/5 Die von Brikk aus massivem Titanium, Gold, Platin und echten Diamanten hergestellten Smarthphone-Cover gehören mit Preisen von 11'000 Dollar und mehr zu den teuersten der Welt. Mit 1695 Dollar vergleichsweise spottbillig sind die Lux-Zero-Cover von Brikk. Diese sind aber auch «nur» aus vergoldetem Aluminium gefertigt. Foto: Brikk

1/5 Besonders spektakulär wirken die Hüllen in Echtstein-Optik, Schlangenhaut oder Tierfell. Möglich macht es eine sehr gute Drucktechnik, welche dem schnöden Kunststoff, aus dem die Covers gefertigt sind, eine real wirkende Oberflächenbeschaffenheit verleiht. Der Preis ist fair: ca. 35 Franken). Foto: Madotta

Foto: Madotta.

 

Ergreifend traditionell

 

Seit 2009 fertigen 20 Mitarbeitende bei Grovemade in Portland, Oregon, edle, optisch völlig unaufdringliche Accessoires für die tägliche Büroarbeit und ein schöneres Zuhause an. Verwendet werden dabei echte Hölzer, feines Leder, eloxiertes Aluminium und Stahl. Für das iPhone fertigt Grovemade diverse Hüllen an, wahlweise ganz aus Holz oder mit Leder kombiniert. Die Preise liegen zwischen 59 und 129 Dollar.

 

 

 

Foto: Grovemade

 

 

Erschreckend anders

Das wohl furchterregendste Smartphone-Cover kommt aus Japan. Das wie ein gigantischer Isopode gestylte Plastikgehäuse wurde in limitierter Auflage gefertigt – und war innert weniger Wochen ausverkauft. Dennoch sind auf Amazon noch vereinzelte Exemplare zu finden – für schlappe 390 Dollar oder mehr.

 

 

 

 

Fotos: RocketNews

 

 

Viel Bling Bling, kein Titan, wenig Gold

Vom britischen Nobel-Case-Hersteller Uunique kommt das Cover mit dem unaussprechlichen Namen «5.5 Inch Millionaire Edition Sparkling Chevrons Hard Shell» für 499 Pfund Sterling (knapp 700 Franken). Die Kunststoffhülle wird von Hand mit rund 300 echten Swarovski-Kristallen besetzt, die laut Hersteller einzeln von Hand poliert werden. Am Ende wird das Ganze mit 24-karätigem Gold beschichtet.

 

 

Foto: Uunique

 

 

Aluminium at it´s best

Aus Japan, von Squair, kommt das aufsehenerregende iPhone-Cover «The Slit». Klingt irgendwie ein bisschen pervers, ist aber aus Aluminium gefertigt – und ganz hervorragend verarbeitet sowie überaus passgenau. Das Cover sitzt am iPhone wie der berühmte Masshandschuh. Soviel Akkuratesse hat natürlich ihren Preis: knapp 2000 Franken kostet das Alugussteil.

 

 

Foto: Squair

 

 

Keines kostet mehr – bisher

Das aktuell teuerste Smartphone-Cover ist das «Spider and Dragon»-Case von Anita Mai Tan. Es ist aus 18 Karat Weissgold gefertigt und mit zahllosen echten Diamanten besetzt. Das Schmuckstück, das eher in einen Safe als in die Hosentasche gehört, kostet 880'000 Dollar.

 

 

Foto: Born rich

 

 

Lebensgefährlich – und verboten

Videogame-Liebhaber können Smartphone-Cover in allen erdenklichen Formen erwerben. Allerdings gibt es einige, von denen man tunlichst die Finger lassen sollte, falls man seine Freiheit und sein Leben liebt. So sollte man sich mit der an eine Handgranate erinnernden Hülle «Blade Case» (eine Hommage an die Anime-Serie Attack on Titan) besser nicht erwischen lassen. Gleiches gilt für das das vom japanischen Spieleentwickler Hideo Kojima (bekannt durch die Videospielreihe Metal Gear) designte Cover «iDroid», welches an einen Sprengzünder erinnert. Und das «Gun-shape-Cover», welches zwischenzeitlich aus dem Verkauf genommen wurde, löste bei US-Cops blitzschnell böse Zuckungen der Schusshand aus. Alle genannten Cover sind in der Schweiz ebenso verboten wie das an einen Schlagring erinnernde «Knuckle Case» .

 

 

Fotos: Amazon, LikeCoolStore

 

 

Innovativer Jungunternehmer

Der Swisscom-Lernende Mehdi Izemmour aus Fribourg produziert und vertreibt Holz-Hüllen für iPhones und MacBooks.  

 

Covers bei Swisscom

Viele verschiedene Smartphone-Schutzhüllen gibt es auch im Swisscom Shop

 

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