Medienstark: Websites und Apps für Kinder

Das Kinder-net

Kinder im Internet – wo gibt’s altersgerechte Inhalte für sie? Der Swisscom-Experte verrät seine Website- und App-Favoriten speziell für Kids.

Mario Wittenwiler (Text), 5. Oktober 2017

«Eltern sollten Kindern Grenzen setzen – ohne ihnen aber den Spass an der digitalen Welt zu nehmen», sagt Michael In Albon, Jugendmedienschutz-Beauftragter bei Swisscom. Im Netz findet man längst nicht nur «Ballerspiele», sondern auch viele pädagogisch wertvolle Websites und Apps. Man muss nur wissen, wo.

 

 

TOOLS ZUM SUCHEN

 

 

 

 

blinde-kuh.de

Die Suchmaschine für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren ist ein Klassiker, sie besteht seit 1997. Leider wirkt die Seite grafisch auch ein bisschen wie aus den Anfängen des World Wide Web.


fragfinn.de

Finn ist ein grüner Tausendfüssler mit blauen Haaren und das Maskottchen dieser Suchmaschine für Websites und Bilder. Kinder können Finn ihre Lieblingsseiten vorschlagen. Cool: Videoclips von jungen Finn-Reportern wie etwa Interviews mit Politikern.


SafeSearch-Funktion aktivieren

Dank dieser Filtertechnik surfen auch die Kleinsten sicher durch die Weiten der grossen Suchmaschinen Google oder Yahoo. Jugendgefährdende Bilder, Videos und Websites werden in den Suchergebnissen blockiert.

 

 

 

TOOLS ZUM SPIELEN

 

 

 

 

klick-tipps.net/top100/spiele

Grosszügige Sammlung sicherer Websites und Apps – von Kindern bewertet. Spielerische Weiterbildung dank einem Newsticker mit aktuellen Nachrichten aus Sport und Politik. Im Erwachsenenbereich findet sich ein Schnell-Check für Kinderseiten.

 

blinde-kuh.de/spiele

Spiele aus verschiedenen Ländern, in diversen Sprachen und für jede Altersklasse. Von Geschicklichkeits- und Abenteuerspielen über Quizzes bis zu Puzzles. Im Mitmachbereich können Kinder Geschichten oder Reportagen verfassen.

 

 

 

TOOLS ZUM LERNEN

 

 

 

 

 

apps-und-moritz.ch

Vom virtuellen Tierbuch für den 15 Monate alten Knirps bis zum anspruchsvollen 3D-Flugsimulator für den Teenager. Apps können bewertet und kommentiert werden. «Ratgeber» für Eltern zum richtigen Umgang mit Soft- und Hardware.

 

appolino.ch

Pädagogisch wertvolle Apps zum Lesen, Schreiben und Rechnen lernen für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren. Inhaltlich an der Lebenswelt des Kindes orientiert: zum Beispiel im Zoo oder auf dem Pausenplatz. So erweitern die Kleinen ihren Wortschatz spielerisch.

 

learningapps.org

Ein Webservice für das Erstellen multimedialer eLearnings. Lerninhalte können aus interaktiven Bausteinen zusammengesetzt werden. Vom Memory-Spiel über die menschlichen Organe bis zur Multiple-Choice-Abfrage von Latein-Vokabeln. Grosse Sammlung an bestehenden eLearning.

 

 

 

DER TIPP VOM EXPERTEN


«Im PlayStore von Android haben alle Apps ein sogenanntes PEGI-Rating, das ein empfohlenes Alter vorgibt». Grundsätzlich gilt die Regel: Kinder unter 11 Jahren sollten nur mit elterlicher Begleitung online gehen. Bevor man Kinder auf Websites surfen oder mit Apps spielen lässt, probiert man diese selber aus. Weitere Tipps auf der Seite Medienstark, der Ratgeberseite für Eltern.

 

 

 


Böses Internet?

 

Viele Eltern machen sich Sorgen, dass ihre Kleinen beim Surfen auf jugendgefährdende oder gewaltverherrlichende Inhalte stossen. Mit Kinderschutzprogrammen lässt sich einstellen, dass ohne Passwort nur geprüfte Seiten zugänglich sind. Im Internet-Explorer kann man die Family Safety-Funktion von Windows einschalten. Dazu «Internetoptionen» auswählen und im Reiter «Inhalte» den Button «Family Safety» anklicken. Für Firefox lassen sich verschiedene Add-ons installieren. «Filter machen Sinn bei Kindern, die gerade beginnen, das Web alleine zu durchforsten», sagt Michael In Albon. Wobei 100-prozentiger Schutz eine Illusion sei. Denn: «Auf dem Pausenhof lernen Jugendliche rasch, wie bestimmte Schutzmassnahmen ausgeschaltet werden können.

 


 

 

Medienkurse

Im Rahmen des Programms «Schulen ans Internet» führt Swisscom Medienkurse für Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrpersonen durch. Die Kurse werden durch die Schulen organisiert und richten sich in ihren Inhalten nach den Unterrichtsstufen der Kinder. Anhand eigens konzipierten Unterrichtsmaterialien wird so der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien vermittelt.

 

 

 

 

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