Die Zahl

4 Milliarden Menschen sind offline

14. April 2016

 

 

Der Zugang zum Internet und seinen Möglichkeiten ist nicht selbstverständlich. Die Weltbank zeigt in ihrer Studie «2016 World Development Report on the internet – Digital Dividends», dass noch immer rund 60 Prozent der Weltbevölkerung – oder vier Milliarden Menschen – offline sind. 

 

Besonders dramatisch ist die Situation in vielen Ländern Afrikas, aber auch in Indien sind noch rund 1 Milliarde Menschen offline. Die Autoren des Berichts halten fest, dass die Digitalisierung gerade für ärmere Menschen viele Möglichkeiten biete, ihren Lebensstandard zu verbessern. Wer keinen Zugang zu dieser Entwicklung habe, drohe den Anschluss komplett zu verlieren.

 

 

Allerdings warnt der Bericht vor allzu euphorischen Rückschlüssen: Zugang zum Internet bedeute nicht automatisch mehr Produktivität und grössere Möglichkeiten. Dazu müssten auch analoge Faktoren wie das politische oder regulatorische Umfeld stimmen.


Die Studie der Weltbank zeigt ausserdem, dass noch immer rund zwei Milliarden Menschen kein Handy haben und 500 Millionen ausserhalb eines funktionierenden Mobilfunknetzes leben. Dies kann ein grosser wirtschaftlicher Nachteil sein, wenn keine andere Kommunikationsinfrastruktur vorhanden ist.