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Wie wir uns von Stereotypen befreien können - getIT
Marianne Temerowski im Swisscom Standort Worblaufen
Diversity

Die Vielfalt des Menschseins - wie wir uns von Stereotypen befreien können

Marianne Temerowski arbeitet als Product Managerin bei Swisscom, ist Mitgründerin der neuen WoMen's Empowerment Community und Teil unserer Diversity Kampagne. Genauso vielfältig wie Marianne selbst, sind auch ihre Gründe, um sich für Diversity zu engagieren.
Roxana Achermann
Roxana Achermann, Young Professional Diversity Management & Employment Relations
03 novembre 2020

Marianne, warum ist Dir Diversity wichtig?

…weil ich festgestellt habe, dass jede Art zu denken bereichernd ist, und es auch immer "anders" geht.

 

Mit der Schweiz bin ich in das 7. Land in meinem Leben gezogen. In jedem Land bin ich überrascht, dass man immer wieder lernt Dinge zu relativieren und anders zu betrachten. Je nach Land gibt es unter anderem eine andere Art Meetings zu halten oder Kinder zu erziehen. Und in der Regel haben alle Gesetze und Gewohnheiten mindestens auch einen Vorteil, sonst würde es sie nicht geben.

 

…weil uns häufig Stereotype nicht weiterbringen sondern einschränken.

 

Studien zeigen z.B. dass wenn man z.B. Mädchen während dem Lösen von Mathe Aufgaben auf gängige Stereotype hinweist, wie dass "Jungen in Mathe besser sein", sich die tatsächliche Leistung der Mädchen bei Mathe Aufgaben in dem Kontext verschlechtert. Das ist aus meiner Sicht verlorenes Potential für alle: Jungen und Mädchen und Erwachsene.

 

Im Alltag kommen auch häufig (unbewusste) Vorurteile vor, wie dass man z.B. tendenziell versucht gefasste Annahmen zu bestätigen (statt zu suchen ob etwas ihnen wiederspricht). Ebenso bevorzugen schon Babies Menschen, die ihnen ähnlich sind, und dieser Trend setzt sich im erwachsenen Leben fort. Diese Biases haben auch etliche Vorteile, dennoch sollte man sich ihnen, wenn möglich bewusst werden und wenn erforderlich auch bewusst gegensteuern. Ich selbst habe natürlich wie alle Menschen auch Biases. Das macht übrigens auch demütig und noch offener. Denn wir sind alle im gleichen Boot.

 

Ich denke, wir erreichen in Summe mehr Vielfalt im Denken, wenn wir unserem Gegenüber mit Offenheit, Toleranz und Grosszügigkeit begegnen. Damit meine ich: ich engagiere mich z.B. gern dafür Rollenmodelle Sichtbar zu machen, wo beide Elternteile berufstätig sind und dies erfolgreich mit einer Familie vereinbaren. Das heisst aber nicht, dass traditionelle Familienmodelle weniger wert oder relevant sind. Ich denke unser Horizont sollte sich im Bezug auf Denkweisen und Lebens-Modellen erweitern und nicht einfach verschieben von einem Modell zum anderen und alles Bisherige verwerfen.

Für was setzt du dich im Diversity Bereich ein?

Ich setze mich dafür ein, dass Diversity Engagement in einem Dialog erfolgt und eine Win-Win Situation für alle angestrebt wird. Für mich sind die Meinungen von Menschen, die anderer Meinung sind, genauso wichtig wie die Menschen, die eine ähnliche Meinung haben. Und Diversity und Inklusion kann nur wirksam werden, wenn wir viele erreichen, und nicht nur die, die ohnehin vom Mehrwert von Diversity überzeugt sind. Des Weiteren funktioniert Frauen Empowerment nicht ohne Männer, genauso wie LGBTIQ*Empowerment nicht ohne Straight Allies funktioniert.

 

Diversity ist aus meiner Sicht im Bereich Digitalisierung besonders wichtig, da es ein Bereich ist, der enorm wächst und gleichzeitig einen Fachkräftemangel aufweist. Hier können u.a. qualifizierte Frauen, die bisher noch weniger vertreten sind im Tech-Bereich als Männer, einen wertvollen Beitrag leisten.

 

Ausserdem engagiere ich mich dafür, dass jüngere Generationen es noch einfacher haben und noch mutiger sein können.

Liebe Marianne, vielen Dank für deine Zeit und dein grossartiges Engagement.

Un articolo di:

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Roxana Achermann

Young Professional Diversity Management & Employment Relations

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