«Ausserordentliche Umstände erfordern ausserordentliche Massnahmen», stellte Hansueli Loosli, Präsident des Verwaltungsrates, eingangs der diesjährigen Generalversammlung der Swisscom AG fest. Aufgrund der vom Bundesrat verhängten ausserordentlichen Lage zum Schutz der Bevölkerung vor Corona hat diese zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens ohne Aktionärinnen und Aktionäre vor Ort stattgefunden. Persönlich anwesend waren nebst dem Präsidenten des Verwaltungsrates, dem CEO und dem Sekretär des Verwaltungsrates einzig der unabhängige Stimmrechtsvertreter und ein Vertreter der Revisionsstelle. Die Aktionärinnen und Aktionäre erteilten dem unabhängigen Stimmrechtsvertreter im Vorfeld die Vollmacht mit ihren Stimmweisungen. Vertreten waren 39'296'129 oder 87,39 Prozent der stimmberechtigten Aktien. Die Zahl aller registrierter Swisscom Aktionäre lag Ende März 2020 bei rund 73 000.
Inhaltlich wurde die Generalversammlung auf den statutarisch vorgeschriebenen Teil reduziert, ein Rahmenprogramm gab es nicht. Damit sich die Aktionärinnen und Aktionäre trotzdem aus erster Hand informieren konnten, wurde die Generalversammlung live im Internet übertragen. «Corona sorgt dafür, dass hunderttausende Schweizerinnen und Schweizer nicht mehr jeden Morgen pendeln, sondern daheim arbeiten müssen», ergänzte Hansueli Loosli. «Aber auch Schülerinnen und Schüler beanspruchen das Internet zuhause viel stärker als bisher. Jetzt bewährt sich, dass Swisscom die Digitalisierung der Schweiz seit Jahren vorantreibt und die Infrastruktur laufend ausbaut. Denn genau diese Infrastruktur stemmt jetzt die zusätzliche Last.»