CEO Urs Schaeppi
Ad hoc-Mitteilung gemäss Art. 53 KR

Halbjahresergebnis 2021: Swisscom steigert Umsatz und Betriebsergebnis

+++ Konzernumsatz und EBITDA legen zu +++ 80% der Breitbandkunden nutzen das Bündelangebot inOne +++ Geschäftskundensegment wächst im Lösungsgeschäft +++ Fastweb wächst bei Umsatz, EBITDA und Kunden +++ Hohe Investitionen in die Netze +++ Höherer Reingewinn aufgrund von Geschäftstätigkeit und Sondereffekten +++ EBITDA-Ausblick für 2021 erhöht +++
Sepp Huber
Sepp Huber, Leiter Media Relations
05. August 2021

«Swisscom überzeugt im ersten Halbjahr 2021 mit einer guten Marktleistung und einem starken Betriebsergebnis», zeigt sich CEO Urs Schaeppi zufrieden. «Unsere Produkte finden Anklang. Schon 80% unserer Breitbandkunden nutzen das attraktive Bündelangebot inOne. Besonders gefreut haben mich die Gewinne diverser Mobilfunknetztests sowie des Tests von PCtipp, der unseren top Service bestätigt. Auch im Geschäftskundenmarkt konnten wir mit unseren Cloud- und Security-Lösungen zulegen. Herausfordernd bleibt der Mobilfunkausbau. Während die Nutzung durch die Kundinnen und Kunden weiter stark ansteigt, bleibt der Ausbau vielerorts blockiert. Es droht ein Datenstau. Mit Unterstützung von Politik und Behörden muss es uns gelingen, das Ausbautempo zu erhöhen. Weiterhin erfreulich entwickelt sich unsere Tochtergesellschaft Fastweb. Sie konnte bei Umsatz, Betriebsergebnis und Kunden weiterwachsen.»


Preisdruck im Schweizer Kerngeschäft, Wachstum bei Fastweb

Der Konzernumsatz stieg um 2,6% auf CHF 5'583 Mio. Im Schweizer Kerngeschäft erhöhte sich der Umsatz leicht um 0,5% auf CHF 4'103 Mio. Der Anstieg resultiert aus dem IT-Lösungsgeschäft mit Geschäftskunden und einer höheren Anzahl verkaufter Smartphones. Jedoch führte der anhaltende Wettbewerbs- und Preisdruck weiterhin zu einem Rückgang beim Umsatz mit Telekomdiensten. Dieser reduzierte sich um 3,1% auf CHF 2'759 Mio. Das Geschäft in Italien entwickelt sich weiterhin positiv: Das Umsatzwachstum bei Fastweb beträgt im Vergleich zum Vorjahr EUR 76 Mio. (+6,9%).

 

Das konsolidierte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) liegt mit CHF 2'317 Mio. um 4,9% über Vorjahr und enthält positive buchhalterische Sondereffekte. Auf vergleichbarer Basis und zu konstanten Währungen beträgt die Zunahme 2,7%. Im Schweizer Kerngeschäft konnte der Rückgang dank den laufenden Effizienzsteigerungen aufgefangen werden. Der EBITDA stieg auf vergleichbarer Basis um 2,1%, bei Fastweb erhöhte er sich um 5,2% (in EUR). Unter dem Strich erzielt Swisscom mit CHF 1'046 Mio. einen Reingewinn, der vor allem aufgrund von Sondereffekten im EBITDA und im Finanzergebnis deutlich über dem Vorjahr liegt (+42,1%). Hauptgrund ist eine Beteiligung, die Fastweb im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit TIM als Kapitaleinlage in das neu gegründete Glasfasernetz-Unternehmen FiberCop übertrug. Dies führte im ersten Quartal 2021 zu einer ergebniswirksamen Aufwertung der Beteiligung von CHF 169 Mio. Zudem resultierte aus dem Verkauf der Beteiligung an der Belgacom International Carrier Services ein Gewinn von CHF 38 Mio. Weiter sind im EBITDA des zweiten Quartals 2021 ein Einmalertrag aus der Anpassung der Vorsorgeverpflichtung (CHF +60 Mio.) sowie die Bildung von Rückstellungen (CHF -22 Mio.) enthalten.

Netzinfrastruktur: Technologieführerin dank hoher Investitionen

Swisscom investiert kontinuierlich in die Qualität, Abdeckung und Leistungsfähigkeit der Netzinfrastruktur und baut damit ihre Technologieführerschaft aus. Die konzernweiten Investitionen liegen mit CHF 1'083 Mio. im ersten Halbjahr knapp über Vorjahr (+0,7%).

Breitbandausbau im Festnetz auf Kurs

Per Ende Juni 2021 hat Swisscom in der Schweiz über 4,6 Mio. oder 86% der Wohnungen und Geschäfte mit Ultrabreitband (mehr als 80 Mbit/s) erschlossen. Über 3,6 Mio. oder 68% der Wohnungen und Geschäfte profitieren von schnellen Verbindungen mit mehr als 200 Mbit/s, davon sind über 1,8 Mio. mit FTTH ausgebaut. Bis Ende 2021 will Swisscom alle Gemeinden mit Ultrabreitband erschliessen und so auch abgelegenen Ortschaften Zugang zu Ultrabreitband ermöglichen.

 

Mit dem Anspruch, allen Kundinnen und Kunden überall und jederzeit das beste Netz der Schweiz zu bieten, hat sich Swisscom ambitiöse Ausbauziele gesetzt. Bis Ende 2025 soll die Glasfaserabdeckung mit FTTH auf bis zu 60% ausgebaut werden.

Sieg bei Mobilfunknetztests, Bedarf steigt weiter und erfordert raschen Ausbau

Im ersten Halbjahr 2021 gewann Swisscom zahlreiche Mobilfunknetztests. Die Basis dafür ist eine gute Netzabdeckung. Das 4G/LTE-Netz von Swisscom deckt per Ende Juni 2021 99% der Schweizer Bevölkerung ab. Aktuell versorgt Swisscom 98% der Schweizer Bevölkerung mit einer Basisversion von 5G. Ende Juni 2021 verfügt Swisscom über 1'558 Antennen in 693 Orten mit der Vollversion von 5G+.

 

Um die hohe Netzqualität sichern zu können, braucht es einen zügigen Ausbau der fünften Mobilfunkgeneration. 4G wurde eingeführt, als die Datennutzung um den Faktor 200 tiefer lag und nur ein Drittel der heutigen Geräte im Einsatz waren, wie das Forschungsinstitut Sotomo im Mai 2021 in einer Studie zur mobilen Datennutzung schrieb. Doch der Ausbau des Mobilfunknetzes stockt vielerorts, die Schaffung dringend notwendiger Kapazitäten sowohl für 4G wie auch 5G ist weiterhin verzögert. Dies obwohl das Bundesamt für Umwelt mit seiner Vollzugsempfehlung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung für die Bewilligungsbehörden Klarheit geschaffen hat.

Grafik Datenvolumen

Konvergenz: Bündelangebot inOne weiterhin beliebt

Die Zahl der TV- und Breitbandanschlüsse bleibt hoch, die Nachfrage nach Bündelangeboten hält an. Privatkunden schätzen besonders das modulare, flexible Abo inOne.

inOne als wichtiger Treiber der Konvergenz

Per Ende Juni 2021 verzeichnete Swisscom im Privatkundensegment 2,48 Mio. inOne Kunden. inOne macht im Privatkundensegment 68% aller Mobilfunkabos und 80% der Festnetz-Breitbandanschlüsse aus (+8 Prozentpunkte), 46% der Kunden nutzen ein kombiniertes Angebot.

 

Die Märkte für Breitband und TV sind gesättigt und stark promotionsgetrieben. Die Zahl der Festnetz-Breitbandanschlüsse betrug Ende Juni 2,03 Mio., der Bestand an TV-Anschlüssen 1,58 Mio.

 

In einem gesättigten Marktumfeld ist der Bestand der Postpaid-Anschlüsse im Mobilfunk gegenüber dem Vorjahr um 89'000 gewachsen (+19'000 im zweiten Quartal), 86'000 entfielen auf Zweit- und Drittmarken wie Wingo und M-Budget Mobile. Die Zahl der Prepaid-Anschlüsse sank gegenüber dem Vorjahr um 184'000 (-27'000 im zweiten Quartal). Insgesamt zählt Swisscom per Ende Juni 2021 6,17 Mio. Mobilfunkanschlüsse.

Geschäftskunden: Intensiver Wettbewerb und gute Nachfrage nach ICT-Lösungen

Der Markt für Geschäftskunden ist weiterhin durch hohen Preisdruck und neue Technologien geprägt. Der Umsatz mit Telekommunikationsdiensten sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,4% auf CHF 830 Mio. Swisscom hat eine starke Position als Full Service Provider und die Kundenzufriedenheit ist weiterhin hoch. Die Nachfrage nach Cloud, Security sowie IoT-Lösungen und Business Applikationen nahm weiter zu. Zudem hat sich Swisscom in der jährlichen Studie des unabhängigen Marktforschungsinstituts ISG als Leaderin unter den Security-Anbietern in der Schweiz platziert und liegt auch bei Cloud-Lösungen weit vorne. Der Umsatz im Lösungsgeschäft stieg im ersten Halbjahr 2021 um CHF 20 Mio. (+3,8%).

Fastweb wächst bei Umsatz, EBITDA und Kunden

Fastweb steigerte im ersten Halbjahr den Umsatz in allen Segmenten. Die Zahl der Mobilfunk-Kunden stieg trotz Marktsättigung und starkem Wettbewerb im Vergleich zum Vorjahr um 19,6% auf 2,19 Mio. Dies nicht zuletzt dank eines attraktiven Mobilfunkangebots mit noch mehr Leistungen. 36% der Kunden nutzen ein Bündelangebot aus Festnetz und Mobilfunk. Das Festnetz-Breitbandgeschäft entwickelt sich auch dank der ausgezeichneten Netzqualität ebenfalls positiv: Ende Juni 2021 zählte Fastweb 2,77 Mio. Breitbandkunden (+3,0%). Auch das Geschäftskundensegment entwickelt sich erfreulich: Der Umsatz legte um EUR 46 Mio. (+10,6%) zu. Wholesale verzeichnet ebenfalls ein Umsatzplus von EUR 18 Mio. (+17%). Die Anzahl der Ultrabreitbandanschlüsse, die Fastweb anderen Betreibern zur Verfügung stellt, beträgt 224'000 (+70%).

 

Insgesamt stieg der Umsatz von Fastweb auf EUR 1'181 Mio. (+6,9%). Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 5,2% auf EUR 384 Mio.

EBITDA-Ausblick für 2021 erhöht

Der finanzielle Ausblick für das Geschäftsjahr 2021 bleibt beim Nettoumsatz und bei den Investitionen unverändert. Swisscom erwartet einen Nettoumsatz von rund CHF 11,3 Mrd. und Investitionen von CHF 2,2 Mrd. bis CHF 2,3 Mrd. Beim EBITDA wird die Prognose um rund CHF 100 Mio. auf CHF 4,4 Mrd. bis CHF 4,5 Mrd. erhöht und berücksichtigt die laufende Geschäftsentwicklung sowie die im zweiten Quartal 2021 erfassten Sondereffekte bei der Personalvorsorge und bei den Rückstellungen. Entwickelt sich das Geschäft wie geplant, so beabsichtigt Swisscom, der Generalversammlung 2022 für das Geschäftsjahr 2021 eine unveränderte Dividende von CHF 22 pro Aktie vorzuschlagen.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick

  1.1.-
30.06.2021
1.1.-
30.06.2020
Änderung
angepasst*
Nettoumsatz (in Mio. CHF) 5'583 5'443 2,6%
2,0%*
Betriebsergebnis vor Abschreibungen, EBITDA (in Mio. CHF) 2'317 2'208 4,9%
2,7%*
Betriebsergebnis EBIT (in Mio. CHF) 1'089 983 10,8%
Reingewinn (in Mio. CHF) 1'046 736 42,1% 
Swisscom TV-Anschlüsse Schweiz (per 30.06. in Tausend) 1'582 1'584 -0,1%
Breitbandanschlüsse Retail Schweiz (per 30.06. in Tausend) 2'027 2'048 -1,0%
Mobilfunkanschlüsse Schweiz (per 30.06. in Tausend) 6'169 6'264 -1,5%
Breitbandanschlüsse Fastweb (per 30.06. in Tausend) 2'774 2'692 3,0%
Mobilfunkanschlüsse Fastweb (per 30.06. in Tausend) 2'188 1'830 19,6%
Investitionen (in Mio. CHF) 1'083 1'075 0,7%
Davon Investitionen Schweiz (in Mio. CHF) 752 779 -3,5%
Mitarbeitende Konzern (Vollzeitstellen per 30.06.) 19'110 18'984 0,7%
Davon Mitarbeitende Schweiz (Vollzeitstellen per 30.06.) 15'964 16'119 -1,0%

* Auf vergleichbarer Basis und bei konstanten Währungen

Swisscom verwendet unterschiedliche alternative Performancekennzahlen. Die Definitionen sowie die Überleitung auf die Werte nach IFRS sind im Zwischenbericht per 30. Juni 2021 dargestellt.

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