Wenn das Netzwerk endlich nicht mehr im Weg steht

Mehrere Standorte, hybride Teams, Cloud-Anwendungen – und mittendrin ein Flickenteppich aus Tools und Konsolen. Enterprise Connect räumt auf. Und mit dem neuen Security-Layer beem wird aus Ordnung auch Schutz. 

April 2026, Text Tanja Dujic, Andreas Heer           4 Min.

Wer IT-Verantwortung trägt, kennt das Bild: Hier die Firewall-Konsole, dort das Netzwerk-Tool, daneben die Cloud-Verwaltung. Jede Änderung bedeutet Abstimmung zwischen Teams, doppelte Pflege, Wartezeit. Nicht weil die Technik nicht kann – sondern weil sie nie als Ganzes gedacht wurde. Der Wildwuchs an Tools – «tool sprawl» – bremst Netzwerk- und Cybersecurity-Fachleute in ihrer Arbeit. 

Enterprise Connect geht einen anderen Weg. Die SDN-basierte Plattform von Swisscom bündelt Netzwerk, Standorte und Services in einem Dashboard. Änderungen passieren zentral und wirken sofort. Keine Tickets, die durch drei Abteilungen wandern. Keine Regeln, die in Tool A anders aussehen als in Tool B. 

Was sich im Alltag ändert 

Ein neuer Standort braucht Anbindung? Router konfiguriert sich nach dem Einschalten selbst, der Rest läuft übers Dashboard. Eine Anwendung braucht mehr Bandbreite? Wenige Klicks, wirksam in Minuten. Das klingt nach Kleinigkeit – aber wer weiss, wie lange solche Änderungen sonst dauern, versteht den Unterschied. 

Die Plattform ist modular aufgebaut: Pro Standort lassen sich Bandbreite, Service-Level und Sicherheitsfunktionen individuell zusammenstellen. Von Best Effort bis 100% garantierter Verfügbarkeit. Von einfachem Internet bis zur verschlüsselten Standortvernetzung mit SD-WAN. 

Besonders spürbar wird der Nutzen bei Cloud-Anbindungen. Über den Cloud Access Service laufen Verbindungen zu Azure, AWS oder der Swisscom Cloud nicht über das öffentliche Internet, sondern über dedizierte, schnellere Pfade. Mit dem Microsoft Peering Service werden diese Wege noch planbarer – messbar in Latenz und Verfügbarkeit. 

SD-WAN und SSE verschmelzen zu SASE – und mehr 

Bisher galt: Netzwerk hier, Security dort. Zwei Welten, zwei Sprachen, zwei Warteschlangen. Der neue Security-Layer – unter dem Namen beem – bringt die beiden Welten zusammen und ergänzt SD-WAN um zentral verwaltete Security-Funktionen. Sämtliche Geräte werden mit dem beemNet verbunden und sind dadurch automatisch geschützt. Das beemNet als SSE (Security Service Edge) und die SD-WAN-Funktionalitäten von Enterprise Connect bieten damit einen umfassenden SASE-Ansatz (Secure Access Service Edge). Unternehmen können damit ein Zero-Trust-Konzept umsetzen, das sämtliche Verbindungen und Serverzugriffe aus dem Büro wie unterwegs oder vom  Homeoffice überprüft. Die Zugriffsprüfung wie auch die Datenverarbeitung erfolgen in Swisscom Rechenzentren in der Schweiz und erfüllen damit auch strenge Compliance-Anforderungen. 

Was ist das beemNet?

Das beemNet ist ein privates Netzwerk, das alle verbundenen Geräte und Netzwerke vor Cyberbedrohungen schützt und gleichzeitig den Datenschutz durch gezielte Anonymisierung und Verschlüsselung verbessert. Das beemNet unterstützt das Zero Trust-Zugriffsmodell und stellt sicher, dass der Zugriff auf Daten innerhalb oder ausserhalb des Firmennetze immer auf der Grundlage dynamischer, kontextspezifischer Bedingungen überprüft wird. Damit erweitert das beemNet das Firmennetz auf jedes verbundene Gerät und erhöht die Netzwerksicherheit des Enterprise Connect SD-WAN Services.  

Policies entstehen an einem Ort und gelten überall. Sämtliche Dienste und Geräte sind geschützt. Keine Übersetzungsfehler zwischen Netzwerk-Segmenten und Sicherheitsregeln. Keine Sonderwege, die beim nächsten Audit auffallen. Und vor allem: weniger Reibung zwischen den Teams, die Netzwerk und Security verantworten. Stattdessen zentrale Dashboards für Netzwerk und Sicherheit. Die Richtung ist klar: Was für das Netzwerk funktioniert – zentrale Steuerung, konsistente Regeln, schnelle Änderungen – soll auch für die Sicherheit gelten. 

Dabei geht die Kombination von beem und Enterprise Connect über klassische SASE-Lösungen hinaus, weil sie zusätzlich Device Management und Benutzerverwaltung integriert sowie mobile, Sprach- und TV-Dienste unterstützt. 

Was am Ende zählt 

Wer Unterstützung braucht, bekommt sie: von der Bestandsaufnahme über das Zielbilddesign, die Konfiguration bis zum Rollout – ein Vertrags- und Ansprechpartner, ein Standortanschluss für alle Services, betrieben von Swisscom.

Nicht die Technik selbst, sondern was sie ermöglicht: Änderungen, die in Stunden statt Wochen produktiv sind. Policies, die überall gleich gelten. Sicherer Zugriff auf Unternehmensressourcen vor Ort und in der Cloud von überall her. Weniger Tools, weniger Doppelspurigkeiten, weniger Abstimmungsrunden. 

Oder anders gesagt: Ein Netzwerk, das nicht mehr im Weg steht. Sondern trägt.

Weitere interessante Artikel