Wald mit Sonnenlicht
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Nachhaltige Kohle aus dem Erholungswald: Unser Tag in Oberallmig

Das Klimaschutz-Projekt Oberallmig in Schwyz ist nachhaltiger Forstbetrieb, Hersteller von umweltfreundlicher Grillkohle, Ausbildungsstätte und vieles mehr. Unsere vier Klima-Ambassadoren reisten halb mit dem Auto und halb mit dem Zug in die Innerschweiz – und verglichen, welches Transportmittel schädlicher für die Umwelt ist. Kleiner Hint: der CO2-Verlierer hat nur vier Räder.

Von vorne nach hinten rechts: Klima-Ambassadoren Sascha, Livia, Manuel und Yasmin

„Wir heissen Livia, Yasmin, Sascha und Manuel und sind vier junge Menschen aus der Schweiz unterwegs als Klima-Ambassadoren für die Climate Challenge von Swisscom.

Aber jetzt zu unserem Ausflug nach Oberallmig oder Oberallmi, wie die Einheimischen sagen. Nach dem Ankommen haben wir uns erstmal eine kurze Verschnaufpause gegönnt und etwas über das Oberallmeindkooperations-Projekt Schwyz (kurz OAK) gelernt:

Die Kooperation ist eine über 900-jährige Korporation mit rund 24’000 Hektaren Fläche. Das entspricht in etwa 33.5 Fussballfelder. In Oberallmi stehen nachhaltige Nutzung und Tradition in einem engen Zusammenspiel. Die Mitarbeiter und Bürger der Oberallmeind legen grossen Wert auf den nachhaltigen Betrieb und setzen sich zusammen für eine langfristige, wirtschaftliche und naturverträgliche Zukunftsstrategie ein.

Warum das komplette Mittelland aufgeforstet werden müsste

Von links: Felix Lüscher, Bereichsleiter Wald des OAK-Projektes, Klima-Ambassador Sascha und Hannes Etter, Projektmanager bei Southpole.
Von links: Felix Lüscher, Bereichsleiter Wald des OAK-Projektes, Klima-Ambassador Sascha und Hannes Etter, Projektmanager bei Southpole.

Im Erholungswaldgebiet oberhalb von Schwyz lernten wir Hannes und Felix kennen. Felix ist der Bereichsleiter Wald des OAK-Projektes und Hannes Projektmanager bei Southpole. Die beiden haben uns noch etwas vertiefter vom OAK-Projekt und besonders von der Klimakompensation, die in Oberallmig betrieben wird, erzählt. Denn Wald, also Bäume, speichert CO2. Das sind für Oberallmig natürlich beste Voraussetzungen, sich für Klimakompensationsprojekte einzusetzen.

Unter Anderem zusammen mit South Pole, die sich stark für die Klimakompensation rund um den Globus einsetzen. Denn CO2 kann zwar durch Bäume kompensiert werden, doch um so das in der Schweiz ausgestossene CO2 kompensieren zu können, müsste das komplette Mittelland aufgeforstet werden. Dies ist weder eine langfristige, noch eine realistische Lösung. 

CO2 ist aber nicht an Landesgrenzen geknüpft, deshalb spielt es eigentlich keine Rolle, wo es ausgestossen und wo kompensiert wird. So gibt es auch die Möglichkeit ausserhalb der Schweiz, Schweizer Emmissionskompensation zu betreiben. 

Dafür bietet sich zum Beispiel das Isangi Projekt aus dem Kongo an, welches von South Pole geleitet wird. Das Isangi-Projekt sieht vor, dass die Abholzung des Regenwalds verhindert werden kann und nachhaltigere agrartechnische Lösungen gefunden werden. So wird Regenwald geschützt, was wiederum die CO2-Kompensation unterstützt.

Ein mulmiges Gefühl schleicht sich ein

Die Oberallmeindkorporation (OAK) Schwyz ist eine der ältesten und grössten Korporationen der Schweiz: Blick von der Oberallmeind bis zum Lauerzersee.

Wenn man vor Ort inmitten dieser mystischen Bäume steht und hört, wie der Wind durch die Blätter und Sträuche zieht, merkt man wieder einmal, wie wichtig die Natur für uns Menschen ist. Wenn man aber dann – in dieser inspirierenden, grünen Szenerie stehend – vom Forstwart die traurige Wahrheit erklärt, und aufgezeigt bekommt, was passieren würde, falls man nichts gegen den Klimawandel unternimmt, gibt einem das ein ganz mulmiges Gefühl. Uns Ambassadoren hat dieses Erlebnis aufgezeigt, wofür wir uns einsetzen! Für eine nachhaltige Zukunft, die nicht nur dem Menschen, sondern auch der Natur etwas bringt.“

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