Von der Lochkarte in die Cloud
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Von der Lochkarte in die Cloud

Das Speichern von Daten beschäftigt die Menschheit, seit sie Informationen festhält. Wir schauen auf 125 Jahre Geschichte zurück und haben die wichtigsten Speichermedien des digitalen Zeitalters für Sie zusammengestellt.

Einen Computer ohne Bildschirm, das können wir uns heute nicht mehr vorstellen. Doch in den Anfangszeiten der Digitalisierung dienten Lochkarten als Speichermedien, und die Ausgabe erfolgte direkt auf den Nadeldrucker. Das war der Beginn der modernen Speichermedien und ist 125 Jahre her. Zum Vergleich: Mit aktuellen Speicherkarten ist es möglich, Datenmengen zu speichern, die einer Kapazität von 25 Milliarden Lochkarten entsprechen. Klicken Sie sich durch die Geschichte der Speichermedien.

Die Lochkarte war Anfang des 20 Jahrhunderts eine kleine Datenrevolution: Die Speicherung erfolgte dabei mittels eines Lochcodes (Anordnung von Löchern auf der Karte), der jeweils für verschiedene Informationen stand. Somit kann die Lochkarte tatsächlich als erstes maschinelles Speichermedium betrachtet werden.
Während auch in den Sechzigerjahren in Computern noch Lochkarten dominierten, sorgte IBM 1969 für eine Revolution auf dem Markt der Speichermedien. Mit der 8-Zoll-Floppy wurde ein völlig neuer Datenträger erschaffen. Die Bezeichnung „Floppy“ bezog sich dabei übrigens auf die wabbelige und weiche Plastikhülle, die erst mit der kompakteren 3,5-Zoll-Diskette verschwand.
Schnell, gross und billig: Die Festplatte (HDD) verdrängte ab den 80er Jahren rasch die Diskette. Denn die Vorteile waren überwältigend: Festplatten sind schnell beim Lesen und Schreiben, bieten viel Speicherplatz (bis 16 Terabyte) und eignen sich für alle gängigen Backup-Strategien. Ihre Lebensdauer beträgt 5 bis 10 Jahre.
Auch wenn bereits im Jahr 1982 die erste Audio-CD auf den Markt kam, dauerte es noch bis 1989, bis die CD sich auch als Datenträger für Informationen durchsetzen konnte. Heute hat eine CD-ROM eine Speicherkapazität bis 900 MB eine DVD-Rom bis 4500 MB bei einer Lebensdauer von 10-100 Jahren.
1996 veröffentlichte der israelische Erfinder und Geschäftsmann Dov Moran eine Art Memory Stick und wurde dafür belächelt. Eine Marktanalyse gab dem Speicherstift damals keine Chance: Zu teuer, zu umständlich – kurz: überflüssig. „Dieses Gerät wird es auf keinen Fall am Markt schaffen“, lautete das Fazit.. Der „Speicherstab“ erwies sich jedoch schnell als idealer tragbarer Datenträger und wurde zum Welterfolg. Die mit ähnlicher Flash-Technologie ausgerüstete SD Memory Card folgte 2001. Betrug die Speicherkapazität zur Markteinführung noch 8 MB, sind heute SD-Karten mit einer Speicherkapazität von bis zu 1 Terabyte erhältlich. Die Lebensdauer beträgt etwa 10 Jahre.
Mit den Speichergrössen sind auch die Datenmengen rasant gestiegen. Als 1990 Windows 3.0 erschien, reichten sieben Disketten. Dagegen ist ein Abbild von Windows 10 rund 5 GB gross. Es wären also rund 3500 Disketten nötig. Und Daten wie Anwendungen wandern vom lokalen Netz in die Cloud. Cloud-Speicher können beinahe beliebig erweitert werden und haben eine nahezu unendliche Lebensdauer.

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7 Kommentare zu “Von der Lochkarte in die Cloud

    1. Guten Tag,
      Danke für den Hinweis, das ist uns auch leider auch schon aufgefallen :-(. Wir arbeiten an einer leserfreundlicheren Lösung. Bis vor Kurzem erschien der Text erst, wenn man mit der Maus darüberfuhr. Das war noch mühsamer.

      ein lieber Gruss aus der Redaktion, Tanja Kammermann

  1. Wenn Ihr am überarbeiten seit. Googelt doch gleich auch noch mal die Speicherkapazitäten und passt sie an.
    HDD 10Tera, USB 1Tera, CD’Rom 4500MB

    1. Hallo Herr Kaiser,
      Vielen Dank für das genaue Lesen, hier kennt sich jemand mit Speichermedien aus – oder kann einfach sehr viel besser Zahlen googeln als wir. Die kleinen Dinger haben viel mehr auf dem (Speicherplatz)Kasten, als wir recherchiert haben. Die Zahlen habe ich umgehend korrigiert.
      ein herzlicher Gruss, aus der Redaktion, Tanja Kammermann

  2. Was ein komischer Bericht. 125 jahre? 1895? Da hätte man auch hinschreiben können was das war. Ein elektronischer computer eher nicht.
    Und… weisser Text auf weissem Bild ist schon hübsch, nur lesen kann man das nicht.
    Immerhin gebt ihr Geld aus damit ich das lese.

  3. Die Weiterentwicklung der Speichermedien ist die Cloud? Und die speichert wo: au dem HDD. Was ich demzufolge auch billiger zuhause machen kann.

    1. Guten Tag,
      ganz streng betrachtet haben Sie natürlich Recht, auch in einem Rechenzentrum steht letztlich Hardware, auf welcher die Daten gespeichert werden. Vielleicht helfen Ihnen die folgenden Zeilen, um für sich zu entscheiden, ob eine externe Festplatte oder die Cloud die richtige Lösung ist:

      Es ist nicht zu bestreiten, dass sowohl die externe Festplatte als auch die Cloud ihre jeweiligen Vorteile haben, weshalb für den Privatgebrauch wohl eine Kombination aus beiden am sinnvollsten ist. Oft benötigte und geteilte Daten kommen in den Cloudspeicher, weniger oft verwendete und sehr sensible Daten sind auf der externen Festplatte am besten aufgehoben. Jedenfalls zu empfehlen ist beim Kauf einer externen Festplatte, dass diese einen grossen Speicherplatz bietet und vom Hersteller auch Langlebigkeit gewährleistet wird. Für Cloudspeicher gilt zu beachten, dass vor allem aus Datenschutzgründen ein Anbieter gewählt wird, der seine Server in der Schweiz betreibt und sich daher an Schweizer Datenschutzrichtlinien halten muss.

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