Interview: Saskia Günther zur Swiss Climate Challenge
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«Die App hat mein Verhalten intuitiv beeinflusst»

Mit einer App den persönlichen CO2-Ausstoss senken? Genau das ist das Ziel der Swiss Climate Challenge. Saskia Günther, Head of Corporate Responsibility bei Swisscom, über das Ziel der Aktion und ihr persönliches Mobilitätsverhalten.

Warum hat Swisscom die Swiss Climate Challenge ins Leben gerufen? 

Wir wollen über unsere Unternehmensgrenze hinweg einen gesellschaftlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Eine der grössten Herausforderungen ist unsere individuelle Mobilität: Sie ist für rund einen Drittel unserer persönlichen CO2-Emissionen verantwortlich. Hinter der Challenge steht ein tolles Team, das die geniale Idee hatte, mit Hilfe einer App den persönlichen CO2-Austoss zu reduzieren. Während der Challenge lassen sich Punkte sammeln. Jeder Punkt entspricht dem Wert eines Frankens. Das gesammelte Geld fliesst in ein Klimaschutzprojekt. Das hat uns überzeugt! 

Wir wollen während einem ganzen Monat unsere Mitarbeitenden, unsere Kund*innen und möglichst viele Menschen für die wohl bisher grösste Schweizer Klima-Challenge motivieren und gemeinsam 100’000 Green Points sammeln. Diese wandelt Swisscom in 100’000 Franken um und unterstützt damit das Aufforstungsprojekt Oberallmig. So leisten wir zusammen mit der Schweizer Bevölkerung einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz – gemeinsam sind wir eben stärker.  

Was unternimmt Swisscom heute, um den CO2-Footprint zu reduzieren? 

Viel. Wir beziehen unsere Energie zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Unsere Energieeffizienz haben wir in den letzten Jahren um 38 Prozent gesteigert. Dabei konnten unsere betrieblichen Emissionen um über 80 Prozent reduziert werden. Auch für unsere Kund*innen entwickeln wir Lösungen für einen klimafreundlichen Lebensstill: Eigenprodukte wie TV-Box oder WLAN-Router sind bereits komplett klimaneutral. Zudem kann jeder sein Smartphone, Tablet oder Notebook für rund 5 Franken bei Swisscom klimaneutral kompensieren lassen. Der gesamte Erlös geht in wertvolle Aufforstungsprojekte – wir verdienen nichts dabei. 

Ich überlege mir nun viel öfter, den Weg zu Fuss, mit dem E-Bike oder dem ÖV zurückzulegen.

Saskia Günther, Head of Corporate Responsibility bei Swisscom

Was plant Swisscom in Zukunft, um das Klima noch besser zu schützen?  

Bis 2025 wollen wir zusätzlich 500’000 Tonnen CO2 für die Schweiz einsparen. Mit «zusätzlich» meine ich, dass wir gemeinsam mit unserer Kundschaft mehr CO2 reduzieren wollen, als unser Unternehmen ausstösst. Wir setzen somit nicht nur eigene Massnahmen im Unternehmen um, sondern wollen auch mit neuen Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung unseres Landes beitragen. Und genau hier sind innovative Ansätze wie die Swiss Climate Challenge ein Weg, um über unsere eigenen Grenzen hinweg zu schauen und einen echten gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.  

Wie sieht Ihr persönlicher Mobilitäts-Mix aus? 

Swiss Climate Challenge App herunterladen

Swiss Climate Challenge App

Die Swiss Climate Challenge App können Sie für iOS im Apple App Store herunterladen, die Android-Version im Google Play Store.

Grundsätzlich bin ich eine überzeugte ÖV-Fahrerin. Seit ich kleine Kinder habe, besitze ich auch ein E-Bike, mit welchem wir regelmässig Tagesausflüge unternehmen. Ein Auto steht bei uns auch noch in der Garage. Es wird aber dermassen selten von uns genutzt, dass sich die Batterie schon öfters entladen hat.

Die Challenge wird am Schweizer Klimatag vom 27. Mai gestartet. Haben Sie Ihr Mobilitätsverhalten geändert? 

Ich habe die App bereits vorher getestet und habe sie seit einigen Monaten auf meinem Smartphone installiert. Obschon meine Mobilität bereits zuvor eher klimafreundlich war, hat die App mein Verhalten intuitiv beeinflusst: Vor kurzem liess ich sogar bei Regen das Auto stehen und holte meine Kinder mit dem E-Bike vom Hort ab. Ich überlege mir nun öfters, ob ich wirklich das Auto nehmen soll oder den Weg nicht doch mit dem E-Bike, zu Fuss oder mit dem ÖV zurücklegen kann. Dabei schone ich nicht nur das Klima, sondern trage gleichzeitig mit etwas Bewegung auch noch zu meiner Gesundheit bei – also eine Win-Win-Situation. 

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