Vier WhatsApp – Alternativen im Vergleich
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Vier WhatsApp – Alternativen im Vergleich

WhatsApp ist das meistgenutzte Chat-Tool der Schweiz. Doch der Messenger-Dienst macht immer wieder negative Schlagzeilen, wie er mit den Nutzerdaten umgeht. Zeit für einen Wechsel? Wir stellen vier Alternativen vor.

Ob Verabredungen zum Znacht, Nachrichten in Familienchats oder Gossip unter Kollegen: Um die Nutzung von WhatsApp kommt kaum jemand herum. Die Messaging App wird inzwischen von über zwei Milliarden Menschen weltweit aktiv genutzt. Seit einigen Jahren nehmen die Bedenken gegen die beliebte Messenger-App zu. Vor allem seit WhatsApp Daten mit dem Mutterkonzern Facebook teilt, protestieren viele Nutzer und Nutzerinnen dagegen, dass der Konzern von Mark Zuckerberg nun Zugang zu ihrer Telefonnummer und ihrem Nutzungsverhalten hat, und diese Daten verwendet, um ihnen gezielt Werbung anzuzeigen.

Anfang 2020 machte Whatsapp mit neuen Nutzungsbedingungen von sich reden. Das Unternehmen kündigte an, Nutzerinnen und Nutzer müssen bis spätestens am 8. Februar 2021 zustimmen, sonst können sie die App nicht mehr nutzen. Unter anderem will WhatsApp noch mehr Daten mit dem Mutterkonzern Facebook teilen. Inzwischen ist WhatsApp zurückgekrebst und verschiebt die Einführung der neuen Nutzungsbedingungen auf Mai 2021.

Einige wollen WhatsApp nun definitiv den Rücken kehren. Doch welche Alternativen gibt es? Wir stellen vier vor.

1. Signal

  • Gratis für iPhone und Android
  • Datensparsam
  • Gutes Feature-Set
  • Alle Nachrichten und Gespräche End-zu-End-verschlüsselt
  • Open Source: von unabhängiger Stelle überprüft
  • Auch am Desktop nutzbar (muss auf dem Telefon installiert sein)

Nachteile:

  • Handy-Nummer muss bei der Registrierung angegeben werden

Signal für iPhone

Signal für Android

2. element.io

  • kostenlos
  • Open Source: von unabhängiger Stelle überprüft
  • Aktive Weiterentwicklung
  • automatisch End-to-end verschlüsselt

Nachteile:

  • Begrenzte Verbreitung
  • Bedienung nicht selbsterklärend

element für iPhone

element für Android

3. Threema

  • Swiss Made
  • Gutes Feature-Set
  • Keine Handy-Nummer für Registrierung notwendig
  • Garantierte Privatsphäre: Daten werden nicht auf Servern von Threema gespeichert
  • Nachrichten, Dateien und Telefongespräche durch End-to-End-Verschlüsselung gesichert

Nachteile:

  • App kostet CHF 3.00

Threema für iPhone

Threema für Android

4. Telegram

Vorteile

  • Starke Verschlüsselung, muss aber manuell aktiviert werden, indem Kontakte einzeln zu einem «geheimen Chat» eingeladen werden.
  • Chatbots erweitern Funktionsumfang

Nachteile

  • Standardmässig keine verschlüsselten Chats
  • Plattform zieht vermehrt Verschwörungstheoretiker und radikale Gruppen an

Telegram für iPhone

Telegram für Android

Das sollten Sie über WhatsApp wissen:

WhatsApp gehört Facebook.

2014 hat Facebook den weltweit meistgenutzten Messenger-Dienst gekauft und so Millionen von persönlichen Daten wie E-Mail-Adressen und Telefonnummern gesammelt. Das Mindestalter für Nutzer liegt aktuell bei 16 Jahren.

Facebook hat Zugang zum Adressbuch der WhatsApp-Nutzer.

Mit dem Akzeptieren der allgemeinen Geschäftsbedingungen stellen Sie Facebook die Adressen und Telefonnummern aus Ihrem Verzeichnis zur Verfügung – ohne das Wissen und Einverständnis deren Besitzer.

Sicherheit ist nicht überprüfbar.

Nachrichten zwischen WhatsApp-Nutzern sind nach Angaben des Unternehmens durch eine End-zu-End-Verschlüsselung gesichert. Dies lässt sich jedoch nicht von unabhängigen Experten überprüfen, da der Dienst eine Closed Source nutzt (Quellcode ist nicht frei zugänglich).

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