Diese Menschen bringen uns 5G
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Diese Menschen bringen uns 5G

Sie finden Antworten auf hochkomplexe Fragen. Sie setzen sich mit Leidenschaft und Wissen für die modernste Netzgeneration ein. Wir stellen vier Menschen vor, die 5G in der Schweiz möglich machen. 

Das Ziel heisst 5G. Doch der Weg dorthin? Unbekannt. Das war die Ausgangslage zahlreicher Ingenieure, Netzwerkspezialisten und Sicherheitsexperten von Swissom. Unter ihnen sind auch Barbara Pytlik, Lorant Lazin, Gabor Szabo und Simon Ming. Sie alle arbeiten seit über zwei Jahren an 5G. 

Sie liessen neue Antennen bauen oder bestehende aufrüsten, sie sorgen für Sicherheit und Zuverlässigkeit im Netz und entwickelten neue Produkte und Dienstleistungen, die 5G erst möglich machen. Nachfolgend erzählen sie, was sie an 5G fasziniert, welche Hürden sie auf dem Weg zum schnellsten Internet bewältigen mussten und welche Möglichkeiten sich durch die neue Technologie ergeben. 

«Es werden sich viele neue Möglichkeiten eröffnen»

Barbara Pytlik, Produktmanager, 5G Devices
Barbara Pytlik

«Ich wünschte, wir könnten 5G schon jetzt mit allen Funktionen anbieten. Wir sind aber noch nicht ganz so weit. Es war für mich ein Highlight, als am 1. Mai 2019 das erste 5G-Smartphone Europas in einem Swisscom-Shop verkauft wurde. Mein Team und ich arbeiten daran, dass Kunden künftig bestmöglich von der neuen Technologie profitieren – auf ihren Smartphones und Computern, an mobilen Hotspots, oder mit Virtual Reality. Deshalb arbeiten wir eng mit Endgerät-Produzenten zusammen. Mich faszinieren die Chancen, die durch 5G entstehen: 2G ermöglichte das mobile Telefonieren, mit 3G konnte man surfen und Inhalte herunterladen, 4G machte Streaming, Videotelefonie und Social Media gross. Und nun, mit 5G, wird das Netz noch flexibler. Ich glaube, das wird das öffentliche und berufliche Leben verändern und viele neue Möglichkeiten schaffen. Ich bin stolz, von Anfang an Teil dieser Entwicklung zu sein.» 

«Die nächste Herausforderung ist nie weit entfernt»

Gabor Szabo, Testingenieur
Gabor Szabo

«Es ist wahnsinnig spannend, an vorderster Front an der neuen 5G-Technologie mitzuarbeiten und sie weltweit als einer der Ersten einzuführen. Es macht mich stolz, massgeblich zu dieser technologischen Errungenschaft beizutragen. Ich teste und implementiere die 5G-Hardware und -Software und bin für die Qualität der 5G-Netzdienste zuständig. Dabei ist für uns Pioniere die nächste Herausforderung nie weit entfernt. Ich erinnere mich: Im November 2018 konnten wir den ersten Telefonanruf übers Swisscom-Netz führen – mit einem Smartphone-Prototyp aus Kalifornien. Das war die erste 5G-Mobilfunkverbindung im 3,5-GHz-Band weltweit. Ein echter Meilenstein! Auch die ersten Highspeed-Test-Demonstrationen mit einem Smartphone, das bereits im Handel ist, war faszinierend. Der Datenverkehr wird sich mit 5G viel besser bewältigen lassen. Insbesondere, weil die 2-, 3- und 4G-Mobilfunkstandards zunehmend überlastet sind.»

«Wir schaffen die Basis für ein neues Ökosystem»

Lorant Lazin, DevOps Engineer IV, Mobile Experience Access
Lorant Lazin

«Mit 5G schaffen wir die Basis für ein neues «Ökosystem». Viele unterschiedliche Applikationen werden dort zusammen funktionieren können und so viel Neues ermöglichen. Dafür muss allerdings zuerst ein Netz existieren, dass die Daten sicher und zuverlässig übertragen kann. Das ist meine Aufgabe – ich prüfe und optimiere das Netz, messe die Übertragungswerte und teste, ob neue Software-Features funktionieren. Es war spannend zu sehen, wie das Projekt Stück für Stück vorankam: Zunächst musste man Standorte für die Antennen finden, diese bauen und aktivieren. Als wir dann die erste 5G-Verbindung aufbauen konnten, war das für mich und mein Team ein unglaublicher Moment. Unsere zuvor theoretische Arbeit wurde greifbar. Viele kleine Arbeitsschritte führen zum Ziel und ich bekomme einen immer konkreteren Vorgeschmack darauf, was künftig mit der neuen Technologie möglich sein wird. Ich freue mich wirklich sehr, dass, unsere Vision von 5G nun schon bald zur Realität wird.»

«Mich fasziniert die Effizienz von 5G»

Simon Ming, Projektmanager
Simon Ming

«Mein Team und ich bauen das Netzwerk für 5G. Ich schlage somit eine Brücke von der theoretischen Planung zu den vielen realen Anwendungen, die es dereinst geben wird. Ein persönlicher Erfolgsmoment war darum, als wir im März 2019 zum ersten Mal ausreichend Antennen gebaut hatten, um 5G effektiv zu betreiben. Der Weg dorthin war nicht einfach. Die Menschen sind verunsichert, was die Strahlenbelastung betrifft. Daraus entstehen Gerüchte, die dann zu vermeintlichen Wahrheiten werden. Darum war es teilweise nicht immer einfach, Baubewilligungen für die Antennen zu erhalten. Dabei ist bei der Strahlenbelastung die Faktenlage klar: Sie ist bei 5G nicht stärker als bei 4G. Der Unterschied: Die Leistung von 5G ist besser als jene ihrer Vorgänger, weil sie effizienter ist – nicht, weil sie stärker strahlt. Das ist auch, was mich daran fasziniert: Wie effizient die Technologie funktioniert. Ich glaube, 5G wird viele neue Möglichkeiten für Innovationen bieten, die wir jetzt noch gar nicht auf dem Schirm haben.»

Bereit. Mit dem besten Netz. 5G inklusive.

Das beste Netz kann jetzt noch mehr. 5G macht es schneller, zuverlässiger und leistungsfähiger als je zuvor. Das eröffnet neue Chancen. Für das Zusammenleben. Für die Wirtschaft. Für die Schweiz.

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4 Kommentare zu “Diese Menschen bringen uns 5G

  1. Die Bevölkerung braucht „Weiterentwicklungen“ nicht solange nicht von den Herstellern – und ihren Installateuren – BEWIESEN wird, dass sie nicht schädlich sind. Diese Instanzen haben solche Beweise zu erbringen und nicht die Bevölkerung, die dann diesen Neuerungen ausgesetzt wird. So funktioniert es bei der Zulassung von Arzneimittel und so sollte es auch für die ganze Bevölkerung betreffende Technologien gelten. Dieses Prinzip wird jetzt mal an der Opposition gegen die nicht-demokratischen Einführung von 5 G getestet . Dies ist ein politisches Programm, das politisch, im Gegensatz zu den nicht-demokratischen Machenschaften der Konzerne, demokratisch beschlossen sein muss und wird. Sie ahnen es wahrscheinlich: die Bewegung gegen 5G ist ein Fanal für weitere Bewegungen in die selbe Richtung. Dass Ihnen sowas Angst macht, ist verständlich. Aber sich Versteifen wird nichts nutzen – die Welle ist am anschwellen.

    1. Guten Tag Herr Sartorius
      Hier die Antwort unserer Experten: Mit dem Erwerb von Frequenzen für die Übertragung von Mobilfunk hat Swisscom auch den Auftrag erhalten, Bevölkerung und Wirtschaft eine gute Abdeckung mit Mobilfunk zu gewährleisten. Mobilfunk wiederum als Infrastruktur ist ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und Standortattraktivität der Schweiz. Auch dient Mobilfunk der Forschung und leistet einen Beitrag zur Überbrückung eines digitalen Grabens zwischen Stadt und Land. Wie bereits in der Vergangenheit, ist die Weiterentwicklung des Mobilfunkstandards von 2G auf 3G, dann auf 4G und jetzt auf 5G ist ein notwendiger Schritt, um den Entwicklungen bezüglich Netznutzung, Netzauslastung oder Anforderungen neuer Anwendungen Folge leisten zu können. Auch nutzt 5G bereits seit vielen Jahren in Betrieb stehende Frequenzen und die Signalstruktur ist dieselbe wie bei 4G und WLAN. Die Einführung von 5G kann gut mit dem Wechsel von DAB zu DAB+ verglichen werden. Darüber hat sich unseres Wissens niemand empört.
      Der Einsatz eines neuen Mobilfunkstandards bedarf keines Volksentscheides. Aber der Bau und Betrieb der Anlagen muss natürlich alle geltenden, mannigfaltigen und strengen gesetzlichen Regelungen einhalten. Wenn Sie das als „nicht-demokratische Machenschaften von Konzernen“ bezeichnen wollen, sei Ihnen das frei benommen…
      Mit Ihrem Argument des Unschädlichkeitsbeweises liegen sie indes falsch. Nicht-Wirkung kann aus methodischen Gründen nicht bewiesen werden. Würde Ihr Postulat zum Gesetz erhoben, gäbe es auch heute noch kein elektrisches Licht, keinen Netzstrom, keine Benzinmotoren etc.
      Freundliche Grüsse aus der Redaktion: Andreas Heer

  2. Alle diese Diskussionen gehen am Ziel vorbei.

    Machen Sie ein Experiment: Nehmen Sie zB eine Population Bienen und eine Population Spatzen, bestrahlen Sie diese beiden Populationen genügend lange mit einer hohen Dosis 5G, vergleichen Sie beide mit nichtbestrahlten Vergleichspopulationen und Sie werden staunen.

    Habe ich Sie neugierig gemacht?

    Wenn Sie mir als Vergleich die grossartigen technischen Errungenschaften der Atomtechnologie schmackhaft machen wollten, könnten Sie mich trotzdem nicht davon überzeugen, dass diese Technologie nicht gefährlich ist.

    Nochmals: Diese Diskussion um 5G ist sinnlos. Machen Sie Experimente und publizieren Sie diese. Für die Swisscom sind die dafür notwendigen Kosten eine Bagatelle.

    Vielen Dank

  3. Können Sie mir auch sagen, was die Strahlung von 5 G an die Lebewesen auf dieser Welt anrichten kann? Ohne gesunde Menschen und Tiere kann ihre 5G keine Nutzung mehr haben.

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