Unnützes Wissen
11 überraschende Fakten rund ums Handy
Wir legen es kaum noch aus der Hand, entsperren es hunderte Male am Tag, ohne nachzudenken, scrollen, chatten, fotografieren – und wenn der Wecker klingelt, greifen wir schon frühmorgens danach, noch bevor wir richtig wach sind. Unser Smartphone ist so selbstverständlich geworden, dass wir kaum noch darüber nachdenken. Dabei sind so manche Geschichten rund ums Handy alles andere als gewöhnlich.

«Hast du schon gewusst, dass…?» Gut platziertes unnützes Wissen macht Smalltalk interessanter. Probier’s aus!
Bild: Adobe Stock
Hier kommen 11 (mehr oder weniger) wissenswerte Fakten aus der Welt des Mobiltelefons. Zum Staunen, Schmunzeln und Teilen. Beginnen wir doch gleich mit einem kleinen sprachlichen Missverständnis, für alle, die es vielleicht noch nicht wussten:
1. Handy?
In der Schweiz sagen wir ganz selbstverständlich «Handy» zum Smartphone – doch international ist dieser Begriff kaum gebräuchlich. Im englischsprachigen Raum spricht man meist von «Mobile», «Mobile Phone» oder «Cellphone». Der Begriff «Handy» stammt zwar aus dem Englischen, wird dort aber nicht für Mobiltelefone verwendet, sondern bedeutet schlicht «praktisch», «nützlich» oder «handlich».
2. Fomo oder Nomopho?
Nomophobie (engl. nomophobia) ist ein Kofferwort aus dem Englischen und steht für «No-Mobile-Phone-Phobia». Als Begleiterscheinung der Handyabhängigkeit äussert sie sich bei Betroffenen häufig durch Stress, Schweissausbrüche, Zittern, Herzklopfen oder sogar Panik. Ausgelöst wird sie durch ungewollte Abstinenz – etwa bei fehlendem Empfang, leerem Akku oder wenn das Smartphone nicht griffbereit ist. Nicht zu verwechseln mit FOMO (Fear of Missing Out), also der Angst, etwas zu verpassen, auch wenn es da wohl gewisse Überschneidungen gibt.
Die Nomophobie ist keine anerkannte Diagnose, aber gegen fehlenden Empfang empfehlen wir dir gerne ein blue Mobile Handy-Abo. Und zum Thema Medienkompetenz findest du hier zahlreiche, spannende und hilfreiche Angebote.
3. Pink Panther
Das Falcon SuperNova Pink Diamond iPhone 6 ist das bei Weitem teuerste Handy der Welt. Für unglaubliche 48,5 Millionen US-Dollar gehört es dir. Der Preis kommt allerdings nicht über die – mittlerweile weit überholte – Technik zustande, sondern ergibt sich aus dem Materialwert des mit einem pinken Diamanten besetzten Gehäuses aus Gold. Und ja, es gibt diese Luxusausführungen auch für aktuelle Modelle, jedoch hat – bis jetzt – noch keines davon diesen astronomischen Preis erreicht.

4. Millionen kleiner Schätze
In Schweizer Haushalten schlummern schätzungsweise 8 bis 10 Millionen ungenutzte Handys in Schubladen. Viele davon sind noch funktionstüchtig, werden aber oft 2-3 Jahre nach Kauf ersetzt. Diese «Schubladen-Handys» enthalten wertvolle Rohstoffe wie Gold, Kupfer und Kobalt, die durch Recycling zurückgewonnen werden können. Ob mit Swisscom Buyback, Mobile Aid oder Refreshed: Gemeinsam fördern wir die Kreislaufwirtschaft.
Das steckt alles in deinem Handy
Ein Smartphone enthält bis zu 75 verschiedene Elemente, darunter etwa 30 verschiedene Metalle, Kunststoffe (ca. 56%), Glas/Keramik (ca. 16%) und Edelmetalle wie Gold, Silber und Palladium. Die Hauptkomponenten sind Kupfer (Leitung), Kobalt und Lithium (Akkus) sowie Seltene Erden (Display/Magnete), die oft unter problematischen Bedingungen gefördert werden.
Hier eine detaillierte Übersicht der wichtigsten Rohstoffe:
- Metalle & Edelmetalle: Kupfer (Verkabelung), Eisen, Aluminium, Zinn, Gold (Kontakte), Silber, Platin, Palladium, Wolfram (Vibration), Kobalt (Akku), Lithium (Akku).
- Seltene Erden: Neodym, Dysprosium, Praseodym (Magnete für Lautsprecher/Vibration), Terbium, Yttrium, Lanthan (Displaytechnologie).
- Gehäuse & Display: Aluminium, Edelstahl, Kunststoffe, Glas, Silicium.
5. 09:41
Die Zeigerstellung 10:10 Uhr (meist eher 10:08 oder 10:09) ist in der Uhrenwerbung der Standard, da sie ästhetische, funktionale und psychologische Vorteile bietet. Diese Position wird oft als «lächelnde Uhr» bezeichnet.
Aber ist dir schon mal aufgefallen, dass auch auf jedem iPhone auf Werbeanzeigen immer die gleiche geheimnisvolle Uhrzeit angezeigt wird? Das ist kein Zufall: um genau 09:41 Uhr am 29. Juni 2007 hat Steve Jobs das erste iPhone vorgestellt. Zumindest war das der Plan. Die auf der Bühne gezeigten Produktbilder sollten – 40 Minuten nach Präsentationsbeginn, mit einem Puffer von einer Minute – die passende Uhrzeit anzeigen und so möglichst realistisch wirken. Als das Gerät dann aber erstmals mit eingeschaltetem Bildschirm und Uhrzeit gezeigt wurde, war es bereits 09:54 Uhr. Der Legendenbildung tat dies jedoch keinen Abbruch.
6. Android vs. iOS
Trotz Apples grosser Bekanntheit und geschicktem Marketing dominiert nach wie vor Android weltweit mit einem Anteil von etwa 71-72 % den Smartphone-Markt, während iOS (Apple) bei ca. 27-28 % liegt. Dieser Vorsprung ist vor allem auf die grosse Gerätevielfalt und die breite Preisspanne von Android zurückzuführen – von günstigen Einsteigermodellen bis hin zu High-End-Smartphones. iOS hingegen bleibt ein geschlossenes System, das ausschliesslich auf Apple-Geräten läuft und stärker auf ein einheitliches Nutzererlebnis setzt.
7. Finnisches Digital Detoxing
In Finnland ist Handywerfen eine offizielle Sportart. Das kännykänheitto (finnisch für Handywerfen) ist eine skurrile, im Jahr 2000 entstandene Disziplin, bei der alte Mobiltelefone möglichst weit geworfen werden. Da Ergebnisse oft nur lokal und/oder unvollständig veröffentlicht werden, gibt es keine verlässliche, durchgehend sauber dokumentierte und jährlich aktualisierte Weltmeisterliste wie bei klassischen Sportarten. Unvergessen bleiben aber der Sieger des Jahres 2013, Riku Haverinen (Finnland), mit einem Wurf von sensationellen 97,7 m und der amtierende Guinness-Weltrekordhalter, Ere Karjalainen (ebenfalls aus Finnland) mit seinem beeindruckenden Wurf von 101,46 m ein Jahr zuvor.
8. Multifunktionales Schwergewicht
Mit rund 750 Gramm gilt das Outdoor-Smartphone 8849 Tank X Rugged Smartphone als eines der schwersten Smartphones der Welt. Während herkömmliche Geräte meist um die 200 Gramm wiegen, bringt dieses Modell dank riesigem Akku, integriertem Beamer und robuster Bauweise mehr als das Dreifache auf die Waage. Das schwere Gerät ist für den Alltag offensichtlich etwas «overpowered» und eher für extreme Einsätze konzipiert.

Bild: 8849tech.com
9. Weltrekord
Das grösste iPhone der Welt ist eine Replik eines iPhone 15 Pro Max, das im August 2024 von den YouTubern Arun Maini (Mrwhosetheboss) und Matthew Perks (DIY Perks) gebaut wurde. Es ist über 2 Meter hoch und somit über 12-mal grösser als das Original. Das Gerät ist voll funktionsfähig – es kann Apps ausführen, E-Mails versenden, Anrufe tätigen, Musik abspielen und Fotos mit einer eingebauten Kamera aufnehmen. Es besteht aus einem speziell angefertigten Aluminiumgehäuse und einem 88-Zoll-OLED-Panel von LG mit einer Touch-Folie.
10. Klingelton-Goldrausch
In den frühen 2000ern wurden Klingeltöne zu einem riesigen Geschäft. Songs, die als „Realtones“ aufs Handy geladen werden konnten, entwickelten sich zu einem Milliardenmarkt – zeitweise verdienten Musiklabels und Anbieter mehr mit Handy-Klingeltönen als mit CDs. Besonders eingängige 30-Sekunden-Ausschnitte wurden für teils mehrere Franken verkauft, und ganze Charts wurden danach ausgerichtet, welche Songs sich als Klingelton am besten eigneten. Heute wirkt das absurd – damals war es ein echter Hype.
11. Freier Fall
Trügt der Eindruck oder landen Smartphones, einmal fallengelassen, wirklich häufiger mit der Display-Seite nach unten auf dem Boden? Nun, falls (haha) du eine eigene Versuchsreihe beabsichtigst, empfehlen wir dir dringend eine solide Handyhülle und einen verlässlichen Displayschutz. Für eine eher theoretische Annäherung an dieses bestürzende Phänomen findest du hier den hochwissenschaftlichen Artikel: Display kaputt – Darum fallen Smartphones (fast) immer auf die Vorderseite.
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