Erfolgreiche Cloud-Transformation

«Das Business will immer sofort eine Lösung»


Das Business hat wenig Geduld mit der IT. Das weiss auch Niklaus Wirz, Leiter IT von Jelmoli. Mit seiner Cloud-Lösung ist er effizient, kann aber jederzeit schnell auf Business-Anforderungen reagieren.


Urs Binder, 01




Niklaus Wirz, Leiter IT von Jelmoli

Seit 2009 gehört der traditionsreiche Department Store Jelmoli zur Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site und bildet als «The House of Brands» mit einem Premium-Sortiment deren Geschäftsfeld Retail. Der Wechsel zur Swiss-Prime-Site-Gruppe brachte für die IT Veränderungen mit sich: Der Headcount der IT-Abteilung wurde massiv reduziert. Die bestehenden Systeme sollten durch eine neue Infrastruktur abgelöst werden.


Die Umstellung der IT wurde im Rahmen des umfassenden Reorganisationsprojekts «Smart» vorangetrieben. Als erfolgreichste Massnahme aus IT-Sicht erwies sich der Entscheid, den grössten Teil der Infrastruktur in die Cloud auszulagern, wie Niklaus Wirz, Leiter IT bei Jelmoli festhält: «Wir kamen so von den alten AS/400-Systemen und einem Mix aus Inhouse- und gehosteten Diensten zu einer modernen, einheitlichen Umgebung. Mit der Cloud nehmen wir die Chance wahr, in einem sich ständig verändernden Marktumfeld agil zu bleiben.» Für die Cloud-Transformation setzte Jelmoli auf Swisscom als Partner.


Flexible, skalierbare IT-Infrastruktur

Bei Jelmoli ist die Cloud-Transformation Realität. Das Unternehmen betreibt in der Swisscom-Cloud aktuell 34 Produktions- und 31 Testserver und nutzt rund 21 Terabyte Speicher. Wirz schätzt die Flexibilität und Skalierbarkeit: «Wir zahlen, was wir brauchen und müssen nicht mit erheblichen Investitionen eine Reserveinfrastruktur aufbauen. Und wir sind für kommende Bedürfnisse gerüstet, können zum Beispiel einen zusätzlichen Server unkompliziert dazu schalten, und zwar sofort und genau so lange, wie wir ihn benötigen.»



Niklaus Wirz im Lager von Jelmoli

Auf der Cloud-Infrastruktur läuft heute fast die gesamte IT, darunter eine Finanzlösung von Soreco und das Warenwirtschaftssystem Futura4retail. Nach wie vor inhouse betrieben werden die Fileserver, die Active-Directory- und Domänencontroller – «also alles, was wir für einen Minimalbetrieb benötigen», meint Wirz.


Ihre Vorteile kann die Cloud bei Jelmoli auch bei der Entwicklungs- und Testumgebung ausspielen: Es war ohne nachhaltige Probleme möglich, eine genaue Kopie der Produktionssysteme mit identischer IP-Adressierung zu bauen, die das IT-Team von Jelmoli wünschte.


Starker Partner mit Standortvorteil

Die Cloud-Migration sieht Niklaus Wirz als vollen Erfolg, auch was den Partner Swisscom betrifft: «Ein wichtiger Pluspunkt ist die Nähe. Wir haben zentrale Ansprechpartner und können auf zeitnahe Unterstützung zählen – auch wenn es hier zu Beginn noch Verbesserungspotential gegeben hat.» Ebenfalls entscheidend sei der Datenstandort Schweiz, der seitens der Geschäftsleitung vorgeschrieben ist.


Das Projekt Smart sah ursprünglich auch die Auslagerung von Betriebsaufgaben zu ausländischen Partnern vor. Dies wurde nicht so umgesetzt. «Offshoring eignet sich meiner Meinung nach insbesondere fürs Development und allfällige Wartungsaufgaben an den entwickelten Produkten», stellt Wirz fest und meint, er setze bei IT-Partnern wo praktikabel auf Nähe und Greifbarkeit.

Jelmoli

Als Peter Jelmoli-Ciolina 1833 den ersten Jelmoli-Standort eröffnete, war die Idee eines Geschäftes mit fixen Preisen, bei denen nicht mehr gefeilscht wird, revolutionär. In den vergangenen 183 Jahren durchlief das Unternehmen eine abwechslungsreiche Geschichte. Heute ist Jelmoli Teil von Swiss Prime Site und führt an der Zürcher Bahnhofstrasse als grösster Premium Department Store der Schweiz auf 6 Etagen und 33'000 Quadratmetern Fläche ein Sortiment mit rund zwei Millionen Artikeln von knapp tausend der angesagtesten Marken der Welt. Für ein unvergessliches Einkaufserlebnis und kompetente Beratung sorgen mehr als 1000 qualifizierte Mitarbeitende.


«Mit der Cloud bleiben wir in einem von Veränderung geprägten Marktumfeld agil.»


Niklaus Wirz, Leiter IT, Jelmoli


Sicherheit aus der Cloud

Als Niklaus Wirz im Dezember 2015 seine Stelle als Leiter IT bei Jelmoli antrat, galt es die Sicherheitsvorkehrungen weiter zu verbessern und die von Ausfällen geprägte alte Serverinfrastruktur zu ersetzen.


Gefragt war eine neue Security-Strategie. Für Wirz war klar, dass auch hier die Cloud zum Zug kommen kann. Heute sorgt eine Managed Firewall in der Swisscom-Cloud, ergänzt durch lokale Firewalls, für sicheren Mail- und Internetverkehr ohne Malware-Infektionen. Zusätzliche Sicherheit für die Clients, unabhängig von Standort und Gerätetyp, bietet Zscaler Web Security als Cloud-Service.


Niklaus Wirz, draussen

Blick in die Zukunft

Digitalisierung ist auch für Jelmoli trotz starkem Fokus auf persönliche Bedienung vor Ort ein Thema. So betreibt das Unternehmen seit einiger Zeit auf jelmoli.ch einen eigenen Online-Shop mit einem kuratierten Sortiment aus dem stationären Angebot. Noch wichtiger als die digitale Kundenansprache ist für Wirz die Digitalisierung herkömmlicher Geschäftsprozesse, wie etwa durch die geplante Signaturlösung mit automatischer Kreditorenerfassung und Scanning von Rechnungen. «Das wurde bisher mit Stempeln und manueller Unterschrift erledigt. Auch bei solchen Vorhaben kann uns Swisscom unterstützen.»


Wirz erwartet, dass Jelmoli bezüglich IT künftig noch agiler wird. «Die internen Kunden sind nicht mehr bereit, einen ellenlangen Projektantrag zu erstellen, sondern wollen sofort eine Lösung. Hier ist die IT stark gefordert.»





Cloud-Infrastruktur für Jelmoli


Dynamic Computing Services:

  • Alle Applikationsserver in der Swisscom Cloud
  • 34 Produktionsserver
  • 31 Testserver
  • 21 TB Storage

 

Managed Firewall:

Unternehmensvernetzung:

  • LAN-Interconnect Service (LAN-I) mit SecureCER Verschlüsselung

Secure Web Gateway:

  • zScaler Web Security



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