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Kundenreferenz Swisscom, Entwicklung User Experience SAP Fiori

Kundenreferenz SAP Blog 

Verbesserte User Experience mit SAP Fiori 

Im Interview erläutert Jochen Kranzdorf, Solution Architect für SAP Fiori und Head of Web User Interfaces bei Swisscom Enterprise Customers, wie SAP Fiori das interne Mitarbeiterportal in eine moderne, auf mobilen Geräten nutzbare User Experience transformiert hat.

Text: Andrea Weisgluss , 7. August 2019, erstmals erschienen auf dem SAP Blog im Juni 2019

Swisscom hat vor einiger Zeit ein neues Mitarbeiterportal eingeführt, das auf SAP Fiori Launchpad basiert, und mehr als 50 eigene SAP Fiori Apps entwickelt. Wie ist dieses Projekt zu Stande gekommen?

Unsere HR-Abteilung wollte die User Experience der Angestellten verbessern und modernisieren. Das bisherigere Mitarbeiterportal wurde nur für Desktop-Computer entwickelt und beinhaltete rund 250 weiterführende Links. Die Navigation auf dem Portal mit einem Smartphone war zum Teil sehr umständlich und zeitaufwendig. Wir hatten allerdings noch mit weitaus dringenderen Problemen im Hinblick auf die Tools zur Zeiterfassung und für Reisekostenabrechnungen zu kämpfen. Uns war es wichtig, diese Probleme schnell anzugehen. Das war auch der Ausgangspunkt unseres Vorhabens, das gesamte Mitarbeiterportal umzugestalten und mobile Apps zu entwickeln.

Bessere User Experience: Swisscom entwickelt mobile Apps für Mitarbeiter

Warum war es für Swisscom wichtig, in die User Experience (UX) der Angestellten zu investieren?

Swisscom legt grossen Wert auf UX, insbesondere für unsere Kunden. Doch auch unseren Angestellten möchten wir eine gute User Experience bieten, um interne Vorgänge zu verbessern. Ein Vertriebsmitarbeiter, den wir während unserer Forschungsphase interviewt haben, hat die Gefahren einer schlechten User Experience im Bereich B2E (Business-to-Employee) ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Etwas so simples wie die Zeiterfassung wird zu einer mühsamen und zeitaufwändigen Aufgabe, die zum Teil gar nicht auf einem Smartphone erledigt werden kann. Diese Probleme können leicht adressiert werden, indem man allen Angestellten Software zur Verfügung stellt, die sie gerne nutzen und die zu deren modernen und mobilen Lebensstil passt. Das war für uns der Kern unseres Business Case. Es geht hier nicht um schnelle Erfolge. Für mich persönlich wird die meiste Effizienz an der Schnittstelle zwischen Mensch und Computer gewonnen; dort, wo Fehler und Missverständnisse existieren, und wo am meisten Zeit verloren geht. Wenn wir diese negativen Erfahrungen reduzieren können, haben wir gute Arbeit geleistet.

Mobile First bei der App-Entwicklung zur Zeiterfassung

SAP Fiori App zur Zeiterfassung: Bei der App-Entwicklung für mobile Geräte liegt der Fokus auf Funktionen, die für den User wichtig sind.

Was bewegte Swisscom dazu, SAP Fiori zu verwenden?

Das SAP Fiori Design-Konzept konzentriert sich auf eine einfache UX, die speziell auf mobile Geräte ausgerichtet ist. Das war ein entscheidender Faktor für uns. Wir empfanden das SAP Fiori Design-System als einfach in der Handhabung, da viele Funktionen bereits vorhanden waren und wir keine zusätzlichen Designer in unserem Team benötigt haben. Stattdessen haben wir das Team um Software-Architekten erweitert, die sich auf technische Anforderungen fokussiert haben. Die UIs wurden von unseren eigenen Entwicklern entworfen, die dabei auf iterative Feedback-Loops von Endnutzern gesetzt haben.

 

Das Designen und Entwickeln mit SAP Fiori war sehr einfach. Es hat mir sehr gut gefallen, dass alle SAPUI5-Steuerelemente konsistent waren, dass ich per Drag und Drop die verschiedenen Steuerelemente direkt in den SAP Web IDE Layout Editor einfügen und iterativ mit dem Kundenfeedback arbeiten konnte. Wir hätten natürlich auch unsere eigenen Layouts designen können, aber dies erwies sich als unnötig, da es nicht zu einer besseren User Experience geführt hätte als die, die durch die bestehenden Frameworks zur Verfügung gestellt wurde.

Design-Richtlinie bei SAP Fiori: Einfache UX

Während des Design-Prozesses haben sich unsere Entwickler zunächst mit den SAP Fiori Design Guidelines vertraut gemacht, so waren sie anschliessend in der Lage, diese dank der schnellen Einarbeitung anzuwenden. Obwohl viele aus der ABAP-Entwicklung kommen, waren sie dennoch daran interessiert, HTML5 und JavaScript zu lernen. Nachdem sie mit SAP Fiori vertraut waren, haben sie das Potenzial erkannt, die User Experience der Angestellten zu verbessern. Innerhalb eines Jahres war es uns möglich, mehr als 50 eigene SAP Fiori Apps auszurollen, die unser Team selbst entwickelt hat.

 

Das SAP Fiori Launchpad für Swisscom-Angestellte ist ein Jahr nach Projektstart live gegangen, mit über 50 SAP Fiori HR ESS/MSS Apps, die eigens von Swisscom SAP-Entwicklern entwickelt worden sind.

Das SAP Fiori Launchpad für Swisscom Angestellte ist ein Jahr nach Projektstart live gegangen, mit über 50 SAP Fiori HR ESS/MSS Apps, die eigens von Swisscom SAP-Entwicklern entwickelt worden sind.  

Wie haben die Swisscom Angestellten auf diese Änderungen reagiert?

Es gab zwei Arten von Feedback: von Mitarbeitenden, die begeistert von den Änderungen waren und SAP Fiori sofort in den höchsten Tönen gelobt haben, und von denjenigen, die nur kurz angebunden gesagt haben „diese und jene Funktion oder App fehlt”. Spezifische Probleme konnten wir häufig mit Hilfe von SAP GUI für HTML und Web Dynpro für ABAP lösen. Insgesamt war das Feedback überwiegend positiv und das haben wir der Tatsache zu verdanken, dass wir einen menschenzentrierten Designansatz gewählt haben, unter Einbeziehung der Nutzer in praktisch jedem Projektschritt.

Was hat Sie an diesem Projekt am meisten überrascht?

Wie schnell sich unsere Angestellten an SAP Fiori gewöhnt haben, als die Portalumstellung abgeschlossen war. Das neue Design unseres Portals hat sich innerhalb des Unternehmens schnell herumgesprochen, sodass Angestellte aus dem Bereich Warehouse Management eine Anfrage gestellt haben, um deren Use Case ebenfalls “Fiori-sieren” zu lassen. Im Moment ist das leider noch nicht im Rahmen unserer Möglichkeiten, aber es spricht für den Erfolg der Akzeptanz von SAP Fiori unter den Swisscom Angestellten. Alle sind begeistert! Für sie ist SAP Fiori modern und innovativ, und für uns war es aufregend, Apps zu entwickeln, die den Angestellten Freude bereiten und sie dadurch Spass an ihrer Arbeit haben.

Was ist im Hinblick auf die B2E Experience bei Swisscom als nächstes geplant?

Wir haben viele Anfragen bekommen, weitere Apps zu entwickeln. Um der grossen Nachfrage nachkommen zu können, mussten wir unser Team erweitern. Bislang haben wir mit SAP Business Suite powered by SAP HANA entwickelt, aber unsere Reise in Richtung SAP S/4HANA wird unseren Angestellten sogar eine noch bessere SAP Fiori User Experience bieten.


Das Interview ist im englischen Original auf der SAP User Experience Community erschienen und wurde für das SAP News Center ins Deutsche übersetzt.

 

Swisscom ist einer der grössten und innovativsten Kunden der SAP (Schweiz) AG und der grösste Schweizer SAP Full Service Provider. Darüber hinaus zählte Swisscom in der Vergangenheit schon oft zu den ersten Unternehmen, die hochmoderne SAP-Lösungen implementiert haben.

 

> Mehr zu SAP bei Swisscom




Haben Sie noch Fragen? Wir sind persönlich für Sie da.

Jochen Kranzdorf

Head of Web User Interfaces




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