Wie KMU hybrid zusammenarbeiten und kommunizieren
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Wie KMU ihre Beziehungen (auch) digital pflegen

Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in KMU enorm beschleunigt. Das gilt insbesondere für die Kommunikation. Wie stellen Unternehmen beim hybriden Arbeiten sicher, dass der informelle Austausch und der Draht zu den Mitarbeitenden nicht abbricht? Wir haben nachgefragt.

Persönliche Beziehungen sind wichtig in KMU. Und sie haben sogar an Bedeutung gewonnen, wie die aktuelle Studie des KMU-Tags in St. Gallen zeigt. Beziehungen und die Kommunikation sind zwangsläufig digitaler geworden. So suchen rund 80 Prozent der befragten KMU auf digitalen Wegen nach neuen Mitarbeitenden – in Online-Stelleninseraten, mit Jobausschreibungen auf der Website, auf LinkedIn usw. Mehr als die Hälfte nutzt die Digitalisierung aber auch zur Pflege des Umgangs mit Mitarbeitenden in hybriden Arbeitsformen. Dazu gehören beispielsweise Online-Meetings aus dem Homeoffice.

Der Kundenkontakt ist digitaler geworden

«Corona hat uns einen eigentlichen Digitalisierungsschub gegeben», sagt Michael Sieber, Leiter Ressourcen und Infrastruktur beim Logistikdienstleister Sieber Gruppe. «Die Mitarbeitenden in der Administration und der internen Logistik nutzen heute Notebooks und können auch im Homeoffice arbeiten.»

Doch das Unternehmen mit rund 20 Standorten und gut 700 Mitarbeitenden nutzt Online-Meetings nicht nur für den internen Austausch. «Wir treffen uns mit Kunden oft online. Das spart Reisezeit – Zeit, die wir für andere Aktivitäten nutzen können», beschreibt Michael Sieber die hybride Arbeitsweise in seinem Unternehmen.

«Ich entscheide heute bewusst zwischen Büro und Homeoffice.»

Daniel Weiss, Informatikleiter ZbW

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Praktisch von heute auf morgen auf Fernbetrieb umstellen musste das Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen (ZbW), das auf höhere Weiterbildungen (höhere Fachschule) in technischen Berufen spezialisiert ist. «Während der Pandemie haben wir vom Präsenzunterricht auf Online-Unterricht umgestellt», sagt Informatikleiter Daniel Weiss. Das war nicht nur eine technische Herausforderung, blickt er zurück: «Wir mussten auch geeignete Unterrichtsformen entwickeln und haben vieles einfach ausprobiert. Doch die Leute haben gut mitgemacht.»

Heute ist das ZbW mehrheitlich wieder zu Präsenzunterricht zurückgekehrt. Die Digitalisierung hat das Weiterbildungsinstitut deswegen nicht rückgängig gemacht, betont Daniel Weiss: «Wir testen derzeit, wie wir mit hybriden Unterrichtsformen besser auf die Bedürfnisse unserer Teilnehmenden eingehen können.»

Den informellen Austausch und die Beziehungen bewusst pflegen

Während beide Unternehmen zwar den Betrieb während der turbulenten Pandemiejahre gut gemeistert haben, so litt der informelle Austausch unter Zusammenarbeit auf Distanz. «Dem virtuellen Austausch fehlt oft die Spontaneität der Begegnungen im Büro», sagt Daniel Weiss. «Für mich ist die heutige hybride Form ideal. Ich überlege mir jeweils bewusst, ob ich im Büro andere treffen will oder im Homeoffice in Ruhe arbeiten.»

Auch die Geschäftsleitung der Sieber Gruppe zog sich nicht einfach ins Homeoffice zurück, sondern war die letzten Jahre oft unterwegs. Denn hybrides Arbeiten ist in einem Logistikunternehmen nur beschränkt möglich. «Viele unserer Mitarbeitenden, etwa im Lager oder die Chauffeure und Monteure, können nur vor Ort arbeiten», sagt Michael Sieber. «Wir haben deshalb den Kontakt aktiv gepflegt und die Mitarbeitenden regelmässig besucht.»

«Wir pflegen einen aktiven Kontakt zu unseren Mitarbeitenden, gerade zu denen, die nur vor Ort arbeiten können.»

Michael Sieber, Leiter Ressourcen und Infrastruktur beim Logistikdienstleister Sieber Gruppe

Diese aktive Beziehungspflege zu den Mitarbeitenden ist Sieber aber noch aus einem anderen Grund wichtig: «In unserem Umfeld ist es schwierig, Lernende und gute Mitarbeitende zu finden. Neben guten Anstellungsbedingungen helfen uns dabei auch ein korrekter Umgang mit den Mitarbeitenden und moderne Arbeitsmittel.»

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