Künstliche Intelligenz in Schweizer Unternehmen

MSM Research 

KI in Schweizer Unternehmen: Ungenutztes Potential


Den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf den Markt kann sich kaum ein Unternehmen entziehen. Eine Studie von MSM und Swisscom zeigt aber: In Sachen KI stehen Schweizer Firmen immer noch am Anfang. 


Text: Christoph Widmer,




Wenn Chatbots mit dem Kunden sprechen, Wartungsarbeiten in Produktionsstätten vorhergesagt oder riesige Datenanalysen für Marketingmassnahmen erhoben werden, kommt sie zum Einsatz: Künstliche Intelligenz automatisiert Geschäftsprozesse und ermöglicht es Unternehmen, schnell auf Veränderungen im Markt zu reagieren sowie neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. In Zeiten, in denen hohe Flexibilität und das frühzeitige Erkennen individueller Kundenbedürfnisse wichtiger denn je sind, läutet künstliche Intelligenz einen Paradigmenwechsel ein. In ihrer Studie «Künstliche Intelligenz» kommen Swisscom und das Marktforschungsunternehmen MSM Research zum selben Schluss: Den Veränderungen, die KI im Markt auslöst, kann sich kaum ein Unternehmen entziehen.

Ein Grossteil der Schweizer Unternehmen, die im Rahmen der Studie befragt wurden, erkennt wohl die Chancen, die KI bietet: Über 72 Prozent nennen beim Einsatz von KI-Lösungen erhöhte Automatisierung und schnellere Geschäftsprozesse als Kernaspekte. Strategische Marktvorteile durch Echtzeitanalysen, kurze Reaktionszeiten, Innovationen und neue Geschäftsmodelle werden von der Hälfte der Befragten als elementare Vorteile von KI angesehen. Und 30 Prozent sind sich sicher, dass die Auswirkungen von KI auf die eigene Branche bereits in drei bis fünf Jahren deutlich zum Tragen kommen werden.


In Sachen KI herrscht Nachholbedarf

Dem Potenzial und Einfluss von KI sind sich Unternehmen also bewusst – jedoch oft bloss theoretisch. Denn aufs eigene Unternehmen bezogen, ist für 47 Prozent der Befragten der konkrete Benefit von KI-Lösungen nach wie vor nicht ersichtlich. Dies wohl auch wegen Wissensmängeln: 58 Prozent der Befragten nennen fehlendes internes Know-how als Hemmfaktor für die Einführung von KI-Technologien – noch vor hohen Kosten (33 Prozent), Sicherheitsaspekten (33 Prozent) oder veralteter Legacy-IT (31 Prozent). Das Thema KI in seiner ganzen Tiefe und Bandbreite ist also bei der Mehrheit der Unternehmen doch noch nicht wirklich angekommen.

Entsprechend gehen Unternehmen KI-Projekte nur zögerlich an. Knapp 67 Prozent der Studienteilnehmer verfügen über kein dediziertes Budget für den Einsatz von KI-Technologien. Die Autoren halten fest, dass die Schweiz, was die Anzahl an realisierten KI-Projekten und der entsprechenden Ausgaben betrifft, noch immer am Anfang steht. Im Vergleich zum ICT-Gesamtmarkt bewege man sich auf marginaler Höhe. Nichtdestotrotz zeigen sich die Verfasser der Studie zuversichtlich: Sie rechnen damit, dass sich der Markt in den nächsten Jahren exponentiell entwickeln wird. Einer der Faktoren, den die Studienautoren als zentral für die künftige Umsetzung von KI-Projekten erachten, sind Partnerschaften. Das erkennen auch die befragten Unternehmen: Von ihnen nennen rund 47 Prozent Hochschulen und Forschungsinstitute als wichtige Kooperationspartner, knapp 38 Prozent sehen die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen als elementar für die Realisierung von KI-Projekten.

Darüber hinaus liefert die Studie noch weitere aufschlussreiche Ergebnisse und Informationen. So gibt sie konkrete Beispiele für KI-Anwendungen in Unternehmen; ausserdem zeigt sie auf, mit welchen Themen und Anwendungen Unternehmen künstliche Intelligenz verbinden und welches ihre Hauptkriterien bei der Wahl von KI-Beratern und -Dienstleistern sind.

Sie möchten die vollumfänglichen Informationen aus der Studie sehen? Laden Sie jetzt kostenlos die Studie herunter.




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