Work Smart

Teamarbeit fördern

Teamgeist fördern trotz Work Smart


Mit Work Smart sehen sich Vorgesetzte und Teammitglieder unter Umständen wochenlang nicht. Wie man trotzdem für einen guten Teamspirit sorgt, verraten zwei Experten.


Jörg Rothweiler, 16




«Work Smart» bietet viele Vorteile. Doch es gibt auch Herausforderungen. Etwa die Frage, wie Teamwork funktionieren kann, wenn die Mitglieder des Teams örtlich verstreut und zeitlich flexibel arbeiten. Dr. Hans Werner, Chief Personnel Officer bei Swisscom, ortet den Schlüssel zum Erfolg in einer «konsistenten, reflektiven Kultur von Offenheit, Vertrauen und ehrlichem Feedback.» Spielräume und Grenzen müssten klar kommuniziert werden. Sie dürften aber nicht einseitig durch die Führung aufgedrängt werden, sondern müssten im Team entstehen. «Die Regeln für Work Smart sollen für alle gelten. Sie basieren auf Zielvorgaben und Rollenverteilungen – und die sind hoch individuell, können nur im Team selbst entstehen», so Werner. Wenn die Rollen entsprechend der jeweiligen Stärken der Teammitglieder verteilt würden, könne jeder leichter sein Bestes geben. «Dann entsteht Zufriedenheit und Motivation statt Frustrationen, das Team rückt zusammen und wird effizienter.»


Das Team als Quelle nutzen

Auch Dr. Johann Weichbrodt, der als Organisationspsychologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Angewandte Psychologie, Work Smart und die dafür nötigen Prozesse erforscht, ortet in dieser «Kraft der Selbstorganisation» viel Potenzial: «Die Mitarbeitenden sind die wirklichen Meister ihres Fachs. Sie wissen am besten, was sie in welcher Frist leisten können – und was nötig ist, um optimal arbeiten zu können. Dieses Wissen muss man nutzen!»




Dr. Johann Weichbrodt, Organisationspsychologe FHNW


Psychologische Sicherheit schaffen

Das wiederum bedingt das von Dr. Hans Werner geforderte ehrliche Feedback: «Damit der ideale Mix, die Teamkultur, gemeinsam erarbeitet und situativ optimal an die Aufgaben, die organisatorische Struktur, angepasst werden können, braucht es neben Eigenverantwortung und Unternehmerdenken jedes Einzelnen vor allem Ehrlichkeit. Jeder muss offen sagen können, was er braucht und was ihm nicht passt.» Dr. Johann Weichbrodt nennt dies «psychologische Sicherheit.» Das Wissen, dass auch Kritik oder Äusserungen ausserhalb der Norm möglich sind, ohne in Ungnade zu fallen, sei eminent für den Erfolg. Denn Kritik sei ebenso unabdingbar für Veränderung zum Positiven wie Wertschätzung. Letztere übrigens ist, da sind sich die Spezialisten einig, extrem wichtig.




Hans Werner, Chief Personnel Officer bei Swisscom

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Ehrliche Wertschätzung vermitteln

Doch wie vermittelt man Wertschätzung, wenn man sich nur noch selten persönlich sieht? Dr. Hans Werner: «Was als echte, ehrliche Wertschätzung empfunden wird, ist stark generationen- und personenabhängig. Einem reicht eine lobende Erwähnung im Gruppenchat – der andere braucht den persönlichen Klaps auf die Schulter. Wichtig ist also, dass Wertschätzung ganz individuell gezeigt wird» «Und das auch innerhalb des Teams», ergänzt Dr. Johann Weichbrodt: «Erfolge gemeinsam feiern oder ein paar private Worte in einer Mail oder im Gruppenchat zeigen, dass man den anderen auch als Mensch und nicht nur als Kollegen wahrnimmt und schätzt.»


«Verlässliche Regeln und abgestimmte Zielvorgaben entstehen im Team - nicht im isolierten Führungsstab.»



Informellen Austausch fördern

Daher sei auch das «kollegiale Plaudern» so wertvoll. Weichbrodt: «Die Gespräche in der Kaffeepause, auf dem Flur oder am Kopierer sind extrem wichtig. Bei Work Smart braucht es daher gezielte Möglichkeiten für diesen informellen Austausch.» Bei der Wahl der Kanäle dafür sollten Teams ebenso frei sein wie bei der Fixierung des Zeitplans. «Teams sind so individuell wie die Menschen, die sie bilden. Die einen sollten sich wöchentlich persönlich treffen können – anderen reicht eine Videokonferenz pro Monat, ergänzt um einen Gruppenchat», so der Psychologe.


«Ohne Vertrauen und eine offene Feedbackkultur kann Teamwork nicht funktionieren!»



Technik und Ethik definieren

Deshalb rät er zur Meta-Kommunikation: «Man muss nicht nur im Team festlegen, wer was macht und wer wann wo arbeitet, sondern auch, wie und womit man miteinander kommuniziert. Quasi eine Vereinbarung zur Ethik und zur Technologie der Teamkommunikation.» So lasse sich auch der digitale Präsentismus vermeiden, bei dem jeder jeden immer ins «cc» nimmt, um sich abzusichern und zu zeigen, wie aktiv er mitwirkt. «Ergänzend», so Dr. Hans Werner, «braucht es eine leistungsstarke Kollaborations-Plattform, auf der die wesentlichen Dokumente für alle, die gemeinsam an einem Thema arbeiten, einfach und von überall her zugänglich abgelegt sind – und auf der somit Transparenz herrscht.» Denn Offenheit und Ehrlichkeit, bei der Zusammenarbeit wie beim Feedback untereinander, sind essenziell für gutes, effizientes Teamwork – und damit ein zentraler Schlüssel, um die Vorteile von Work Smart nutzen zu können.






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