Die Anforderungen an die digitale Transformation im Schweizer Gesundheitswesen verändern sich rasant. Vier digitale Trends zeigen, wie sich Versorgung, Prävention und Zusammenarbeit im Zeitalter von Digital Health entwickeln.
Zusammenfassung des Artikels
Die digitale Transformation verändert das Schweizer Gesundheitswesen grundlegend. Der Artikel zeigt, welche vier Trends wegweisend sind:
- Patientenzentrierte Versorgung
- Datenbasierte Prävention
- Sektorübergreifende Gesundheitsökosysteme
- Data-Driven Healthcare und 4P‑Medizin (predictive, preventative, personalised, participatory).
Aus diesen Trends leiten sich zentrale Handlungsfelder für Gesundheitsorganisationen ab – von der konsequenten Ausrichtung an der Patient Journey über operative Exzellenz und integrierte Versorgung bis hin zu resilienten Infrastrukturen.
Das Digital Health Assessment von Swisscom kann in diesem Zusammenhang ein hilfreiches Tool sein. Es zeigt rasch und transparent den Digitalisierungsfortschritt von Schweizer Gesundheitsinstitutionen auf und ermöglicht basierend darauf, die genannten Handlungsfelder gezielt anzugehen.
Trend 1: Hyperpersonalisierung in der Patientenversorgung
Hyperpersonalisierung beschreibt eine datenbasierte, individuell zugeschnittene Versorgung entlang des gesamten Patient Journey – von der ersten Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge. Denn Patient*innen erwarten heute eine Betreuung, die ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt.
Damit hat die Patient Experience an Bedeutung gewonnen – also die ganzheitliche Betrachtung aller Prozesse und Berührungspunkte, die Patient*innen während ihrer Behandlung durchlaufen. Sie ist somit zu einem wichtigen Qualitätsindikator für ein patientenzentriertes Gesundheitswesen geworden.
Digitale Begleitung: Welche Möglichkeiten gibt es?
Der Einsatz digitaler Lösungen entlang der Patient Journey wird für Gesundheitseinrichtungen immer wichtiger. Nur so lassen sich Therapiepläne passgenau abstimmen und optimale Behandlungsergebnisse erzielen. Technologien wie Remote Patient Monitoring (RPM) erfassen Gesundheitsdaten kontinuierlich für hyperpersonalisierte Therapien und eine bessere Patientenerfahrung.

Trend 2: Präventive Medizin und datenbasierte Effizienz im Gesundheitswesen
Ein weiterer Trend ist die Verschiebung von reaktiver Behandlung hin zu proaktiver Prävention. Gesundheitsinstitutionen sollten daher Patientendaten systematisch erfassen und auswerten, um personenbezogene Risikofaktoren zu erkennen und individualisierte Präventionsmassnahmen abzuleiten.
Wie lässt sich präventive Medizin datenbasiert und effizient umsetzen?
Datenbasierte Effizienz entsteht durch den gezielten Einsatz von Analyse- und Prognoseverfahren auf Basis umfangreicher Patientendaten. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und Big Data können Gesundheitsorganisationen Muster erkennen, Prognosen erstellen und massgeschneiderte präventive Angebote gestalten.
Neben dem Einsatz von Analyse- und Prognoseverfahren tragen Prozessautomatisierung, digitale Plattformen und E-Health-Anwendungen zur Effizienzseigerung bei: Der Informationsaustausch zwischen Patient*innen und Gesundheitsinstitutionen läuft automatisiert ab und das Personal wird von repetitiven administrativen Tätigkeiten entlastet.
Trend 3: Ökosysteme und sektorübergreifende Vernetzung
Die Zukunft der Gesundheitsversorgung liegt in der Vernetzung. Spitäler, Praxen, Versicherungen und Technologieanbieter beginnen zunehmend, gemeinsam an integrierten Versorgungsmodellen zu arbeiten. Dies ermöglicht eine Versorgung über institutionelle Grenzen hinweg und somit nahtlose Übergänge zwischen verschiedenen Behandlungsstufen im Schweizer Gesundheitssystem.
Wie lassen sich Gesundheitsökosysteme in der Praxis umsetzen?
Neue Organisationsformen wie Centers of Excellence und Forschungsnetzwerke schaffen die Grundlage für solche Gesundheitsökosysteme. Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesundheitswesen arbeiten eng zusammen, um ganzheitliche und patientenzentrierte Lösungen zu entwickeln. Zentral für den Erfolg dieser Modelle ist die Interoperabilität.
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Trend 4: Data-Driven Healthcare und 4P-Medizin
Viele der digitalen Trends und Innovationen im Bereich Digital Health – von Hyperpersonalisierung über datenbasierte Prävention bis zu sektorübergreifender Vernetzung – münden in die 4P-Medizin (predictive, preventative, personalised, participatory). Sie gilt als fortschrittlichster Ansatz, weil sie Vorhersage, Prävention, personalisierte Therapien und Partizipation in einem datengetriebenen Versorgungssystem vereint – ganz im Sinne von Data-Driven Healthcare.
Zuverlässige Infrastrukturen als Basis der 4P-Medizin
Grundlegend für das Funktionieren der 4P-Medizin sind sichere, stabile Infrastrukturen und Prozesse sowie das Einhalten hoher Anforderungen bezüglich Datensicherheit, Interoperabilität und Data Governance. Nur so lassen sich Vertrauen und nachhaltiger Mehrwert in einer vernetzten, datenbasierten Gesundheitsversorgung gewährleisten.
Strategischer Nutzen digitaler Trends im Schweizer Gesundheitswesen
Digitalisierungsinitiativen entlang der genannten vier digitalen Trends führen zu messbaren Vorteilen, die sowohl Wirtschaftlichkeit als auch die Versorgung des Schweizer Gesundheitswesens nachhaltig stärken:
- Effizienz und ROI: Automatisierte Prozesse und datenbasierte Entscheidungen senken Kosten und steigern den Return on Investment (ROI).
- Gezielte Ressourcenverteilung durch Gesundheitsdaten: Durch die laufende Analyse und Auswertung von Patientendaten können medizinische Ressourcen wie Personal, Geräte oder Medikamente genau dort eingesetzt werden, wo sie aktuell am dringendsten gebraucht werden.
- Personalentlastung: Digitale Lösungen reduzieren Routineaufgaben und verbessern die Mitarbeiterzufriedenheit.
- Erhöhte Behandlungsqualität: Digitalisierte Patient Journeys verbessern die Patientenerfahrung und ermöglichen hyperpersonalisierte Behandlungen.
- Compliance & Sicherheit: Moderne Technologien erleichtern die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und schützen sensible Daten.
Zentrale Handlungsfelder für die digitale Transformation im Schweizer Gesundheitswesen
Um die digitale Transformation im Schweizer Gesundheitswesen voranzutreiben, ist es entscheidend, den eigenen Digitalisierungsstand zu kennen. Genau hier setzt das Digital Health Assessment von Swisscom an: Es dient als Standortbestimmung und zeigt schnell sowie transparent auf, wo eine Gesundheitsorganisation steht – und in welchen Bereichen die grössten Digitalisierungspotenziale sind.
Darauf basierend können Gesundheitsinstitutionen vier zentrale Handlungsfelder gezielt angehen, die massgeblich von den genannten digitalen Trends geprägt sind. Diese Handlungsfelder bilden zugleich die Brücke von der Standortbestimmung zur Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen:
- Patient Journey: Kontinuierliche Datenerfassung entlang des gesamten Behandlungsprozesses
- Operational Excellence: Effizienzsteigerung durch Assessments und Prozessautomatisierung
- Integrated Care: Sektorübergreifende Versorgung durch offene Datenplattformen und sicheren Datenaustausch
- Operational Reliability: Zuverlässige und sichere Infrastrukturen, von Cloud-Services bis zu KI-Analysen

Zukunftssichere Versorgung für das Schweizer Gesundheitswesen
Die digitale Transformation eröffnet dem Schweizer Gesundheitswesen weitreichende Möglichkeiten. Wer digitale Trends gezielt verfolgt und die Digitalisierung systematisch adressiert, stärkt Effizienz, Qualität und Zusammenarbeit nachhaltig. So entsteht eine Gesundheitsversorgung, die Patient*innen, Fachpersonal und Institutionen gleichermassen verbindet – und auch in Zukunft verlässlich performt.
Digital Health Assessment
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