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Software Defined Networking (SDN)

Software Defined Networking 

SD-WAN – Hype oder Pflicht für Ihr Unternehmen?

Bis 2020 werden laut Gartner IT-Infrastrukturen bei über der Hälfte der Unternehmen modernisiert sein. Der Fokus wird auf software-basierten Systemen wie dem sogenannten SD-WAN liegen. Dies verspricht nicht nur höhere Effizienz, sondern gilt als Wegbegleiter zur Automation. Wie Manager oder Digitalisierungsbeauftragte die Modernisierung der eigenen Infrastruktur strategisch vorantreiben, zeigt dieser Beitrag in 5 Schritten auf.

Text: Romana Bleisch und Martina Longo, Bilder: Adobe Stock, erstmals publiziert am 6. Juni 2019, aktualisiert am

Während die Cloud die virtuelle Lösung für Speicher und Datenzentrum ist, setzen Unternehmen auch im Bereich Netzwerk vermehrt auf virtuelle Lösungen. Bekanntestes Beispiel sind sogenannte software-basierte Systeme. Diese Software Defined Networks (SDN) erhöht Effizienzwerte markant und unterstützt die Automatisierung.

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SDN – Das Netzwerk auf Knopfdruck

Kurz erklärt: WAN

Wide Area Networks (WAN) ist zwar sehr schnell und zuverlässig, jedoch bietet es in puncto Flexibilität wenig Spielraum. Wird WAN auf ein software-basiertes System umgestellt, spricht man von SD-WAN. Hard- und Software werden voneinander getrennt und lassen sich einfach und agil per Dashboard am Computer konfigurieren. Egal ob Cloud oder Rechenzentrum, Netzwerkeigenschaften lassen sich zentral steuern – Standortvernetzung auf Knopfdruck.

Damit man die Vorteile von SDN nutzen kann, ist eine sorgfältige Planung zwingend. Zentrale Aspekte bei der Umstellung sind Themen rund um Sicherheit, Kompatibilität mit anderen Anwendungen, Transparenz oder Projektumsetzung. Und dies sind meistens keine Themen für Techniker, sondern für das Management. In Zusammenarbeit mit Sicherheits-, Datenschutz- und Digitalisierungsbeauftragten muss hier ein sorgfältiger Plan ausgearbeitet werden.

 

Aber keine Sorge. Solche Pläne gibt es bereits. Und diese können Sie für Ihr Unternehmen leicht anpassen. Entweder dienen Ihnen die folgenden 5 Schritte als Basis oder Sie nehmen direkt mit einem unserer Berater Kontakt auf.


Haben Sie noch Fragen? Wir sind persönlich für Sie da.

Adrian Schmid

Product Manager



In 5 Schritten zur modernen Infrastruktur

Gehen wir davon aus, dass Ihr Unternehmen seine IT modernisieren soll. Ein Bestandteil davon ist die Infrastruktur. Um diese leistungsstark und sicher durch das nächste Jahrzehnt zu bringen, soll als Beispiel die Einführung eines sogenannten SD-WAN auf Basis der Swisscom Lösung Enterprise Connect dienen. So gelingt die Modernisierung in 5 Schritten:

1. Legen Sie Ihr Ziel fest:

Definieren Sie Ihren Anwendungsfall und legen Sie fest, welche konkrete Herausforderung Sie mit SDN meistern möchten. Geht es um die Automatisierung von Prozessen, um die Sicherheit oder die Agilität? Fokussieren Sie sich auf einen Bereich, denn es ist nicht notwendig, das gesamte Netzwerk auf einen Schlag auf den Kopf zu stellen. Für eine reibungslose Implementierung mit optimalen Ergebnissen empfehlen wir, Ihr Netzwerk Step by Step auszubauen.

Tipp 

Auch ein Blick nach links und rechts lohnt sich. Wie wird SDN in der Industrie genutzt? Welche Anwendungsfälle werden in der Branche auf ein software-basiertes Netzwerk umgestellt? Halten Sie auch nach Best Cases Ausschau, wie zum Beispiel die erfolgreiche Umstellung auf ein SDN-basiertes Netzwerk bei der Loterie Romande. Das sind wichtige Inputs für Ihre eigene Projektplanung.

2. Holen Sie sich den Status Quo aus Ihrer IT:

Wie sehen Hard- und Software heute aus? Stellen Sie sicher, dass alle Komponenten Ihrer Infrastruktur mit der jeweiligen SDN-Lösung kompatibel sind. Diese Information kann Ihnen Ihre IT oder Ihr Dienstleister liefern. Nutzen Sie im Bereich Hard- und Software einheitliche, aufeinander abgestimmte Produkte, damit die Implementierung von SDN einwandfrei funktioniert.

 

Zudem sollten relevante Kennzahlen wie Antwortzeiten oder Nutzung der Bandbreite bekannt sein. Für eine optimale Implementierung sind solche Kennzahlen zentral, da SDN für vielfältige Anwendungen mit sehr unterschiedlichen Anforderungen bereitgestellt werden kann. Netzwerk- und Anwendungsmanager müssen die Ansprüche an die Applikation für eine erfolgreiche Umstellung ganz genau kennen.

3. Stellen Sie ein Projektteam auf:

Die Umstellung auf SDN betrifft verschiedene Bereiche eines Unternehmens und entsprechend breit sollte auch das Know-how sein. Stellen Sie ein Projektteam zusammen, welches sowohl aus Netzwerkexperten als auch aus fachübergreifenden Mitgliedern besteht. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert ein interdisziplinäres Team mit einem breiten Spektrum an Wissen und Fähigkeiten. Prüfen Sie, ob das benötigte Wissen intern vorhanden ist, und füllen Sie Lücken mit Wissen von externen Fachexperten. Auch eine gesamtheitliche Begleitung durch Spezialisten kann eine Option sein. Im Bereich Netzwerksicherheit benötigen Sie beispielsweise Fachverantwortliche, welche die Sicherheitsrichtlinien definieren und schreiben, ein Engineering Team, welches das Netzwerk baut, sowie Informatikspezialisten, welche das Netz am Ende managen.

4. Setzen Sie einen PoC auf:

Jetzt wird es Zeit Ihre Idee in die Realität umzusetzen. Damit das gelingt, sollten Sie einen ersten Proof of Concept (PoC) initiieren. In der Regel können Sie hier wie bei einem PoC üblich vorgehen (Definition der Ziele, Planung, Budgetierung, Exekution, etc.). Seien Sie sich aber bewusst, dass die Anbindung eines Standortes mit SD-WAN generell keinen grossen Aufwand bedeutet, da dieser unabhängig von klassischen Strukturen hybrid aufgesetzt werden kann. Ergo: Investieren Sie nicht allzu viel Zeit in den PoC.

5. Analysieren Sie Ihre Erfolge:

Nachdem die Implementierung sehr schnell geht, sollten Sie gleich im Anschluss Ihre neue Lösung analysieren. Legen Sie einen Zeitpunkt für die Netzwerkanalyse fest, sammeln Sie Ihre Daten und überprüfen Sie Ihr Netzwerk auch nach der Implementierung regelmässig. Hat die neue Methode Ihr aktuelles Problem gelöst? Ist es sinnvoll, SDN auch in anderen Netzwerkbereichen einzuführen? Haben Sie die Infrastruktur (sowohl personell als auch technisch), um software-basierte Netzwerke im gesamten Unternehmen aufrechtzuerhalten?

So geht es für Sie weiter

Dank Software Defined Networking eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Automatisierung und Virtualisierung von Prozessen. Nachdem Sie nun wissen wie das in der Theorie gelingt, wird es Zeit für die Einarbeitung in die Thematik. Hierfür empfehlen wir unser weiterführendes Whitepaper «Mit SD-WANs in die Hybrid Cloud».


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