Software Defined Networking (SDN)

Software Defined Networking 

In vier Gedankenschritten zum Netz der Zukunft

Während die Cloud die virtuelle Lösung für Speicher und Datenzentrum ist, setzen Unternehmen auch im Bereich Netzwerk vermehrt auf software-basierte Systeme. Software Defined Networking (SDN) erhöht Effizienzwerte markant und unterstützt die Automatisierung. Doch damit die Umstellung gelingt, sollten Sie sich mit folgenden vier Aspekten auseinandersetzen.

Text: Romana Bleisch und Martina Longo, Bilder: Adobe Stock, 6. Juni 2019

Die US-amerikanische Marktforschungsfirma Gartner geht davon aus, dass bis 2020 bei über der Hälfte der WAN-Infrastrukturen neu auf software-basierte Systeme gesetzt wird. Unternehmen müssen immer schneller, flexibler und agiler werden; Software Defined Networking unterstützt sie dabei. SDN geht mit der Digitalisierung im Gleichschritt und gewinnt deshalb weltweit an Bedeutung.

 

Wide Area Networks (WAN) sind typische Anwendungsbereiche für SDN. WAN ist zwar sehr schnell und zuverlässig, jedoch bietet es in puncto Flexibilität wenig Spielraum. Wird WAN auf ein software-basiertes System umgestellt, spricht man von SD-WAN. Hard- und Software werden voneinander getrennt und lassen sich einfach und agil per Dashboard konfigurieren. Egal ob Cloud oder Rechenzentrum, Netzwerkeigenschaften lassen sich zentral steuern – Standortvernetzung auf Knopfdruck.

 

Damit man die Vorteile von SDN nutzen kann, ist eine sorgfältige Planung zwingend. Zentrale Aspekte bei der Umstellung sind Themen rund um Sicherheit, Kompatibilität mit anderen Anwendungen, Transparenz oder Projektumsetzung. Eine genaue Prüfung der Ausgangslage ist deshalb der Schlüssel zum Erfolg.

brightcoveVideo_skipAdTitle
brightcoveVideo_skipAdCountdown
brightcoveVideo_skipAdRest
brightcoveVideo_skipAdForReal

SDN – Das Netzwerk auf KnopfdruckSDN – Das Netzwerk auf Knopfdruck

Think big, start small

In einem ersten Schritt definieren Sie Ihren Anwendungsfall und legen fest, welche konkrete Herausforderung Sie mit SDN meistern möchten. Geht es um die Automatisierung von Prozessen, um die Sicherheit oder die Agilität? Fokussieren Sie sich auf einen Bereich, denn es ist nicht notwendig, das gesamte Netzwerk auf einen Schlag auf den Kopf zu stellen. Für eine reibungslose Implementierung mit optimalen Ergebnissen empfehlen wir, Ihr Netzwerk Step by Step auszubauen. Dafür eignen sich auch hybride Netzwerklösungen, bei denen vorerst Teilbereiche auf software-basierte Systeme umgestellt werden.

 

Auch ein Blick nach links und rechts lohnt sich. Wie wird SDN in der Industrie genutzt? Welche Anwendungsfälle werden in der Branche auf ein software-basiertes Netzwerk umgestellt? Halten Sie auch nach Best Cases Ausschau, wie zum Beispiel der erfolgreichen Umstellung auf ein SDN-basiertes Netzwerk bei der Loterie Romande. Das sind wichtige Inputs für Ihre eigene Projektplanung.

 

Zahlen, Daten, Fakten 

Wie sehen Hard- und Software heute aus? Stellen Sie sicher, dass alle Komponenten Ihrer Infrastruktur mit SD-WAN kompatibel sind. Nutzen Sie im Bereich Hard- und Software einheitliche, aufeinander abgestimmte Produkte, damit die Implementierung von SDN einwandfrei funktioniert.

 

Zudem sollten relevante Kennzahlen wie Antwortzeiten oder Nutzung der Bandbreite bekannt sein. Für eine optimale Implementierung sind solche Kennzahlen zentral, da SDN für vielfältige Anwendungen mit sehr unterschiedlichen Anforderungen bereitgestellt werden kann. Netzwerk- und Anwendungsmanager müssen die Ansprüche an die Applikation für eine erfolgreiche Umstellung ganz genau kennen.

 

Holen Sie Spezialisten frühzeitig ins Boot, damit diese bei der Analyse unterstützen können.

Ihr Projektteam, Ihr Erfolg

Die Umstellung auf SDN betrifft verschiedene Bereiche eines Unternehmens und entsprechend breit sollte auch das Know-how sein. Stellen Sie ein Projektteam zusammen, welches sowohl aus Netzwerkexperten als auch aus fachübergreifenden Mitgliedern besteht. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert ein interdisziplinäres Team mit einem breiten Spektrum an Wissen und Fähigkeiten. Prüfen Sie, ob das benötigte Wissen intern vorhanden ist, und füllen Sie Lücken mit Wissen von externen Fachexperten. Auch eine gesamtheitliche Begleitung durch Spezialisten kann eine Option sein. Im Bereich Netzwerksicherheit benötigen Sie beispielsweise Fachverantwortliche, welche die Sicherheitsrichtlinien definieren und schreiben, ein Engineering Team, welches das Netzwerk baut, sowie Informatikspezialisten, welche das Netz am Ende managen.

 

Zudem sind in einem SDN-basierten System die organisatorischen Zuständigkeiten für Netzwerk, Server und Applikationen nicht immer eindeutig. Die Zusammenarbeit der IT-Verantwortlichen aus diesen Bereichen muss daher eng abgestimmt werden.

Nach der Einführung ist vor der Analyse

Legen Sie einen Zeitpunkt für die Netzwerkanalyse fest, sammeln Sie Ihre Daten und überprüfen Sie Ihr Netzwerk auch nach der Implementierung regelmässig. Hat die neue Methode Ihr aktuelles Problem gelöst? Ist es sinnvoll, SDN auch in anderen Netzwerkbereichen einzuführen? Haben Sie die Infrastruktur (sowohl personell als auch technisch), um software-basierte Netzwerke im gesamten Unternehmen aufrechtzuerhalten?

Dank Software Defined Networking eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Automatisierung und Virtualisierung von Prozessen. Nutzen auch Sie diese Chancen und finden Sie Ihren Mehrwert im Data Driven Business.


Steuern Sie Ihr Netzwerk direkt über das Enterprise Connect Online-Dashboard

Ein einzigartiges Gesamtpaket basierend auf Software-defined Networking für das optimale Zusammenspiel Ihrer ICT. Nutzen Sie sämtliche Vorteile der Digitalisierung und machen Sie Ihr Netz intelligenter, schneller und agiler.

 

> Erfahren Sie mehr


Newsletter

Möchten Sie regelmässig spannende Artikel und Whitepaper zu aktuellen ICT-Themen erhalten?


Mehr zum Thema