Unterwegs
Smarte Alternativen zu Google Maps: Diese Karten bringen dich auf den richtigen Weg
Google Maps ist der meistgenutzte Online-Kartendienst der Welt. Doch es gibt zahlreiche weitere Hilfsmittel, die überraschend nützlich sind. Wir zeigen dir eine Auswahl der interessantesten.

Digitale Karten können viel mehr als «nur» den richtigen Weg zeigen.
Bild: Adobe Stock
Über eine Milliarde Nutzer hat Google Maps. Der Marktanteil beträgt laut eigenen Angaben rund 70 Prozent. Es sind imposante Zahlen, welche der Online-Kartendienst, der seinen Ursprung auch in der Schweiz hat, aufweisen kann.
Zurückzuführen ist der Erfolg unter anderem auf die benutzerfreundliche Oberfläche und auf die vielseitigen Möglichkeiten: Von der praktischen Routenplanung über Live-Staumeldungen hin zu Google Street View ist die Bandbreite enorm.
Doch auch Google Maps kann nicht alles. Dafür springen andere Kartendienste in die Bresche – gerade jetzt zu Beginn des Sommerhalbjahres, wo wir wieder öfters draussen unterwegs sind und gute Orientierung gefragt ist.
Swisstopo: Historische Karten und Flurnamen
Ein Schweizer Klassiker. Neben normalen Online-Karten und Funktionen wie Distanzmessungen kannst du dank des offiziellen Dienstes des Bundesamts für Landestopografie auch historische Karten begutachten. Wer schon lange wissen wollte, wie seine Heimatgemeinde auf einer Karte des Jahres 1880 aussah, findet dies auf Swisstopo mit wenigen Klicks heraus. Der Dienst bietet auch jahrzehntealte Fotografien und detaillierte historische Gebietsbeschreibungen. Zudem ist gefühlt jede Ecke angeschrieben. Wer Flurnamen sucht, ist hier richtig.
PeakFinder: Der Bergspezialist
Wandergruppen kennen die Situation: Nach einem anstrengenden Aufstieg auf einem Gipfel stehend, kommt schon bald die Frage auf, welche Berge man in der Distanz erkennt. Ist der spitzige Berg tatsächlich das Matterhorn? Oder wo genau befindet sich schon wieder die Eigernordwand?
Abhilfe schafft seit 2010 die App PeakFinder. Das Handy Richtung Gipfel bewegen, den man erkennen will, und schon zeigt es dessen Name auf dem Panorama an. Lange Diskussionen erübrigen sich, falsche Behauptungen werden schnell widerlegt.
PeakFinder ist eine Schweizer Erfindung und Erfolgsgeschichte. Die App funktioniert weltweit, über eine Million Berge sind erfasst.
SchweizMobil: Perfekt für Ausflüge
SchweizMobil ist der Klassiker für Naturliebhaber. Der Dienst zeigt Wander-, Velo- und Mountainbikewege in der Schweiz an. Gefühlt jeder noch so kleine Weg ist erfasst. Zudem sind auf SchweizMobil Fotos und aktuelle Sperrungen zu finden.
Doch nicht nur das: Auch Inline-Skating-, Kanu-, Schlittel- und Schneeschuhrouten zeigt die App an. Weiter sind Wildruhezonen eingezeichnet und Zonen, in denen Herdenschutzhunde unterwegs sind. Und auch die aktuelle Schneehöhe kann eingeblendet werden.
Geoportale: Alle Informationen zu Grundstücken
Der Bund und die Kantone zeigen auf ihren jeweiligen Geoportalen rechtlich relevante Informationen zu sämtlichen Grundstücken an, beispielsweise Parzellengrenzen oder -nummern. Man findet auch heraus, wann ein Gebäude errichtet wurde, wie viele Geschosse es hat und zu welcher Gebäudekategorie es gehört. Das Geoportal des Kantons Luzern beispielsweise führt auch den bekannten Wasserturm der Kapellbrücke auf. Dieser wurde gemäss dem Portal im Jahr 1300 fertiggestellt.
OpenStreetMap (OSM): Das Wikipedia der Karten
OpenStreetMap wird gerne als Wikipedia der Karten bezeichnet. Dies, weil es weltweit von Nutzern gepflegt wird. Viele andere Dienste nutzen OSM-Daten als Basis für ihr Angebot, da diese zuverlässig und kostenlos in der Verwendung sind.
HERE WeGo: Offlinekarten und GPS
Die App ist vorallem dank ihrer Offlinekarten bekannt. Besonders nützlich ist sie für Personen, die im Ausland kein Datenroaming haben und per Handy trotzdem auf Kartendienste zurückgreifen möchten. HERE WeGo ist auch in vielen Auto-Navigationssystemen integriert.

Weniger bekannte Funktionen von Google Maps
Der beliebteste Kartendienst der Welt hat wie eingangs erwähnt auch Schweizer Wurzeln. Der Zürcher Ingenieur Samuel Widmann sammelte mit der Firma Endoxon AG in Luzern vor etwas mehr als 20 Jahren Satelliten- und Luftbilder. Die ganze Welt sollte damit digital kartiert werden. 2006 kaufte Google die Firma und baute den Dienst aus.
Heute ist Google Maps nicht mehr wegzudenken. Doch neben den bekannten Informationen, die man auf der App findet (wie zum Beispiel Verkehrsrouten, Restaurantbewertungen oder Ladenöffnungszeiten), gibt es auch viele zusätzliche Funktionen, die weniger geläufig sind.
Zum Beispiel kannst du mit Google Maps spielend leicht Entfernungen messen: Halte einen Punkt auf der Karte gedrückt, wähle unten im Menü «Entfernung messen» und ziehe den Cursor zu einem anderen Punkt. Auf dem Desktop geht es mittels Rechtsklick.
Offline-Karten: Auch Google Maps bietet solche an, ähnlich wie HERE WeGo. Du musst sie aber natürlich zuerst herunterladen, bevor du sie brauchen kannst. Sehr nützlich, wenn du im Ausland beispielsweise kein Roaming hast oder deinen Datenverbrauch schonen willst, aber trotzdem nicht auf deine Karten verzichten möchtest.
Ein anderes nützliches Instrument sind personalisierte Listen: Damit kannst du etwa Lieblingsorte, Restaurants und Ausflugsziele markieren und sie mit anderen Personen teilen. Wer gerne plant, hat damit ein weiteres Werkzeug zur Hand.
Ebenfalls nützlich für unterwegs: Drohnen, Power-Banks und vieles mehr – im Swisscom Online-Shop. Und mit unserem Mobile-Abo und Internet-Abo bleibst du stets verbunden im besten Netz der Schweiz.
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