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Medienmitteilung

Datenspeicherung

Irrtümliche Löschung von Daten bei myCloud: Die wichtigsten Fakten - und Antworten auf die häufigsten Fragen

Durch eine fehlerhafte Softwarekomponente wurde bei mehreren hundert privaten Nutzern der kostenlosen Version von "myCloud" ein Teil der Daten gelöscht. Swisscom bedauert den Vorfall ausserordentlich. Es ist uns bewusst, dass dies mit grossen Unannehmlichkeiten für unsere Kunden verbunden ist. Wir haben alle Massnahmen getroffen, damit ein solcher Vorfall in Zukunft nicht mehr vorkommt.
Sepp Huber
Sepp Huber, Leiter Media Relations
12. Juli 2019

Hier die wichtigsten Tatsachen und die Antworten auf die häufigsten Fragen:

Wer ist vom Vorfall betroffen und wie gross ist das Ausmass?

Von den rund 400'000 myCloud-Nutzern sind mehrere hundert betroffen. Es sind ausschliesslich Privatnutzer der kostenlosen Version. Rund 98% der Betroffenen haben weniger als einen Zwanzigstel ihrer Daten verloren.

Wie finde ich heraus, ob ich betroffen bin?

Alle betroffenen Kunden wurden bereits persönlich kontaktiert.
Falls Sie den Status Ihrer Daten trotzdem überprüfen wollen: https://www.mycloud.ch/#status

Kann der Fehler wieder auftreten?

Wir können versichern, dass wir Massnahmen getroffen haben, damit ein solcher Vorfall in Zukunft nicht mehr vorkommt. Wir arbeiten bei der internen Infrastruktur- und Speicheroptimierung bereits mit hohen Sicherheitsstandards. Diese haben wir nun nochmals überarbeitet und verbessert. Zudem haben wir zusätzliche Sicherheitsprüfungen eingeführt.

Wieso besteht kein Backup der gelöschten Daten?

Alle gespeicherten Daten in myCloud sind mehrfach, lokal und geografisch redundant in Swisscom Rechenzentren gespeichert. Auch beim Komplettausfall eines Rechenzentrums wären die Daten so jederzeit sicher.

 

Es gibt kein klassisches Backup in dieser kostenlosen Privatkunden-Lösung. Ein Nutzer, der aktiv seine Daten löscht, muss sich - wie bei allen anderen vergleichbaren Diensten auch - darauf verlassen, dass seine Daten wirklich unwiderruflich gelöscht sind. Hier setzt Swisscom auf eine ähnliche Architektur wie vergleichbare Services von Drittanbietern.

 

Ein Beispiel: Wenn ein Benutzer Dateien aus dem Papierkorb löscht, muss er darauf vertrauen können, dass der Cloudanbieter diese auch tatsächlich löscht. Das versehentliche Verschieben einiger Daten in den Bereich des Speichersystems zum endgültigen Löschen ist bei Optimierungsarbeiten in diesen Bereichen entstanden: Durch einen Fehler – der bei der internen Entwicklung einer Software-Komponente (Skript) entstanden ist - wurden Dateien in diesen Bereich des Speichersystems zum endgültigen Löschen verschoben.

Ist die Swisscom Cloud für Business Kunden auch betroffen?

Nein, es handelt sich um getrennte Systeme. Die Enterprise Service Cloud, Dynamic Computing Services wie auch die Application Cloud bauen grundsätzlich auf einer anderen IT-Architektur auf und sind ausgelegt auf die Hochverfügbarkeitsbedürfnisse der Geschäftskunden. Diese Applikationen verfügen über umfassende Backuplösungen.

Wann ereignete sich der Vorfall und wieso wurde nicht sofort informiert?

Der Vorfall geht auf 2018 zurück. Wir haben sofort alle nötigen Massnahmen getroffen und daran gearbeitet, die Daten wiederherzustellen und waren lange Zeit zuversichtlich, dass dies machbar ist. Sobald klar war, dass nicht alle Dateien ausnahmslos wiederhergestellt werden können, begannen wir umgehend mit der Information aller betroffenen Kunden.

Werden die Kunden für den Verlust von Daten entschädigt?

Wir haben alle betroffenen Kunden persönlich kontaktiert und zeigen uns je nach Ausmass des Datenverlusts entsprechend kulant. Eine pauschale Entschädigung ist nicht vorgesehen.


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