Giulia Langhi, 20, Leiterin Swisscom Fototeam, ist eine typische Vertreterin ihrer Generation. Gerade hat sie ihre Ausbildung zur Mediamatikern EFZ abgeschlossen und arbeitet sich in ihre neue Anstellung als Leiterin des Swisscom internen Fototeams ein.
Giulia, was ist für dich bei einem Arbeitgeber besonders wichtig?
Unsere Generation wünscht sich kurze Entscheidungswege und möchte gerne Verantwortung übernehmen. Wir wollen etwas bewirken. Eine Du-Kultur und unkomplizierte Kommunikation vereinfacht den Arbeitsalltag und schafft eine persönliche und respektvolle Arbeitsatmosphäre.
Weshalb sollten Arbeitgeber euch Verantwortung überlassen, wenn sich euer Alltag nur um Instagram & Co. dreht?
Unserer Generation wird oft vorgehalten, wir seien ständig online. Und das stimmt auch, wir nutzen unser Smartphone viel mehr als die älteren Generationen. Hier geht oft vergessen, dass wir nicht nur auf Social Media surfen. Wir arbeiten mit unserem Smartphone. Deshalb erwarten wir auch von unserem Arbeitgeber, dass wir immer und überall auf unsere Daten zugreifen können und so auch mobil von überall her arbeiten können. Unsere Generation will sowohl zeitlich als auch örtlich unabhängig arbeiten. Damit meine ich nicht, bis tief in die Nacht. Uns ist die Trennung zwischen Berufs- und Privatleben sehr wichtig. Aber wir wollen unsere Arbeitszeit auch unserem Rhythmus anpassen können. Gerade weil wir unsere Aufgaben gut machen wollen.
Welche Infrastruktur wünschst du dir von deinem Arbeitgeber?
Wichtig ist primär Cloud Computing, damit ich mich jederzeit und von überall ins Firmennetz einwählen kann. Zusätzlich ist es wichtig, dass es eine Möglichkeit für dezentrale Sitzungen gibt. Ein Beispiel dafür ist etwa Microsoft Teams. Dieses Tool kann ich ganz einfach per App auf meinem Smartphone öffnen und so online an Sitzungen teilnehmen. Das Beste ist, dass die App über eine Chatfunktion verfügt. In unserer Generation schreiben wir viel lieber eine kurze Textnachricht als ein E-Mail, das unser Postfach füllt. Der schöne Nebeneffekt: Telefonate können reduziert werden. Denn telefonieren umgehen wir wenn möglich, es ist uns einfach zu ineffizient. Uns ist auch wichtig, dass Unternehmen offen für neue Arbeitsweisen sind. Die Digitalisierung geht so schnell voran, neue Tools sind nach Monaten wieder veraltet, darauf muss ein Unternehmen reagieren können. Dazu können wir mit unserer Erfahrung unseren Beitrag leisten