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Mobilfunkstandard 5G

5G in der lebenswertesten Stadt der Welt

Zuvorderst soll die fast 2 Millionen Einwohner zählende Metropole auch beim neusten Mobilfunkstandard sein.
Jürg Studerus
Jürg Studerus, leitet bei Swisscom das Programm Mobilfunk und Gesellschaft.
26. Oktober 2020

In Wien wird gewalzert, Kaiserin Sissy nachgetrauert und ältere Musikliebhaber wissen ohnehin: «Wien, nur du allein!» (Komponist Rudolf Sieczyński)

 

Aber genug der öden Klischees und Sentimentalitäten: Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt – und dies zum achten Mal in Folge! Bei diesem Rating spielt die Geschichte der österreichischen Landeshauptstadt jedoch eine eher geringe Rolle. Vielmehr zählt die Gegenwart. Was bietet die Stadt an Kultur, Arbeitsplätzen, Erholungsmöglichkeiten, Infrastruktur? Alles Spitze – und die sozialdemokratische Stadtregierung mit grüner und bürgerlicher Beteiligung will, dass es so bleibt.

 

Zuvorderst soll die fast zwei Millionen Einwohner zählende Metropole denn auch beim neusten Mobilfunkstandard 5G sein. Die Stadt unterstützt Mobilfunkbetreiber beim Bau von "5G-Masten" aus einer Kasse, die 20 Millionen Euro enthält. "Es geht darum, analog und digital an der Spitze zu sein", erläutert der zuständige Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) und macht auch klar, dass Eile geboten ist: 5G solle schnellstmöglich auf 246 Masten in Betrieb gesetzt werden. Das Angebot der Stadt an der schönen blauen Donau ende deshalb am 30 Juni 2022.Man stelle sich so etwas in der Schweiz vor!

 

Beispielsweise in Zürich, der Nummer 2 im weltweiten Städteranking oder Basel (10. Platz) oder Genf (8. Platz). Zeter und Mordio würde geschrien. Die Stadtregierungen müssten um ihre Wiederwahl fürchten, es entstünde Empörung. In der Folge sind denn in der Schweiz viele Exekutiven und Legislativen eher kreativ, 5G zu verhindern als zu fördern.

 

Was trennt uns denn von unseren östlichen Nachbarn - ausser dem Arlberg? Auch in Österreich diskutiert man seit den Zeiten von 2G über Mobilfunk und Umwelt. Was uns das Beispiel Wien aber zeigt: Wer Verantwortung trägt, hat Mut, auf Grundlage robuster Daten sich für technischen Fortschritt zu engagieren. 5G wird ein technischer Fortschritt sein, nicht anders wie das nächste Betriebssystem auf Ihrem PC. Und die wissenschaftliche Evidenz ist robust. Sie sagt, dass es immer wieder mal Studien mit Effekten gibt – der Grossteil der Arbeiten aber keine negativen Wirkungen hat feststellen, und schon gar nicht replizieren und kausal erklären hat können. In dieser Konstellation kann man den Mut auch Vernunft oder Pragmatismus nennen.

 

Bleibt die Frage, wozu 5G: Stadtrat Peter Hanke spricht von Bildung, Sicherheit im Verkehr und Gesundheit. Die Stadt hat aber auch hier Nägel mit Köpfen geschmiedet und bereits vor der 20-Millionen-Euro-Auslobung einen Wettbewerb für smarte 5G-Anwendungen ausgeschrieben. Was daraus geworden ist, sei abschliessend kurz aufgelistet.

  • Gesundheit – Firma Scarletred in Kooperation mit Betreiber A1: Telemedizinische Wundversorgung für die mobile Pflege in Wien.
  • Bildung – Firma Azoomee in Kooperation mit Betreiber A1: Einsatz von Augmented Reality für Virtuelles Lernen an Wiener Schulen mit dem besonderen Fokus auf historische Gebäude in Wien.
  • Mobilität – Firma Intrasafed 5G Technische Universität Wien in Kooperation mit Swarco: Erhöhung der Verkehrssicherheit in Kreuzungsbereich durch Video, 5G und Edge Computing.
  • Öffentlicher Raum/Sicherheit – Firma Unmanned Life in Kooperation mit Betreiber Magenta: Unterstützung der Lagefeststellung der Feuerwehr durch Drohnen.

 

Kurz: Wien ist die lebenswerteste Stadt der Welt und sieht im neuen Mobilfunkstandard 5G einen Faktor, um es weiterhin zu bleiben.

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