Damit das System Gefahren unterschiedlicher Natur mit genügend Sicherheit erkennt, braucht es eine Menge verschiedener Daten. Der Smart Nature Screener ist deshalb eine Datahub-Plattform, die Daten unterschiedlicher Quellen sammelt und auswertet.
Erschütterungen im Boden werden von seismologischer Sensorik der ETH, Seismografen des Erdbebendienstes oder IoT Sensoren von Swisscom erfasst und an die Datenplattform gesendet. Zusätzlich besteht die Option Bewegungen im Boden über die Glasfaserleitungen von Swisscom wahrzunehmen. Die Arbeit mit dieser Glasfaser-Analyse-Technologie kann zukünftig eine besonders effiziente Möglichkeit der Datenerfassung darstellen, da das Glasfasernetz ohnehin in der ganzen Schweiz im Boden verlegt ist. Somit bräuchte es weniger zusätzliche IoT-Sensoren, wenn neue Gebiete mit dem Alarmsystem erschlossen werden und theoretisch wird eine flächendeckende Überwachung ermöglicht. Auch Niederschlagswerte der Wetterdienste und Handydaten dienen als Datenquellen für die Plattform. Durch die Kenntnis über sich im Risikogebiet befindliche Personen, kann die Bedrohungslage durch den Murgang besser eingeschätzt und entsprechend reagiert werden.
Die Stärke der Datahub-Plattform liegt in deren Fähigkeit Daten aus verschiedensten Quellen bei Bedarf zu standardisieren und so zu ermöglichen, dass sie mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ausgewertet werden können. Die Daten werden über das schweizweit verfügbare Long Range Wide Area Network von Swisscom oder über das Mobilfunknetz übertragen und in Datencentern von Swisscom standortunabhängig und cloudbasiert verarbeitet. Dadurch verbleiben die Daten stets in der Schweiz.